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Oberbürgermeister erlernte Stabsarbeit bei Bundeswehr




Patrick de La Lanne ist seit November 2006 Oberbürgermeister der Stadt Delmenhorst und damit auch der oberste Katastrophenschützer seiner kreisfreien Stadt.

In der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit der Bundeswehr (ZMZ Bw) arbeitet er eng mit den Vertretern der Bundeswehr zusammen – diese sind durchweg Reservisten. Dabei spricht er mit den Soldaten eine Sprache, denn de La Lanne ist selbst Reserveoffizier, begibt sich immer wieder auf Wehrübungen. Damit ist er auch ein gutes Beispiel dafür, wie eine gehobene berufliche Stellung mit der Tätigkeit als Reservist verbunden werden kann.

Dank Wehrübungen: Intensiver Kontakt zum Bundeswehrstandort
Der Alltag des Sozialdemokraten in der niedersächsischen Stadt nahe Bremen beginnt gewöhnlich um 8 Uhr. Zwölf Stunden lang kümmert sich der Oberbürgermeister um Verwaltungs-, Koordinations- und Repräsentationsaufgaben. Oft arbeitet er bis spät in die Nacht hinein, wenn zum Beispiel Abendveranstaltungen seine Anwesenheit erfordern – von Wochenenden, an denen Bürger, Verbände und Vereine besucht werden müssen, ganz zu schweigen. Sein Amt ist also nicht gerade eine Tätigkeit, die ihm viel Freizeit lässt. Dennoch engagiert sich der Familienvater von drei Kindern als Reservist. Vor knapp einem halben Jahr absolvierte er noch eine Wehrübung als Personaloffizier bei der Logistikbrigade 1 in Delmenhorst. Seine Motivation: "Die Brigade ist mit 2.700 Soldaten in unserer Stadt der größte Arbeitgeber. Allein aus diesem Grund fühle ich mich mit der Bundeswehr verbunden. Während meiner Wehrübungen kann ich einen engen Kontakt zu den verantwortlichen Soldaten und Kameraden halten", sagt der 48-jährige Hauptmann der Reserve.

Im Katastrophenfall sind Reservisten Ansprechpartner
Dabei habe seine Affinität für das Militär keineswegs wie üblich mit eigenen Erfahrungen im Wehrdienst begonnen: "Dazu müssen Sie wissen, dass ich als gebürtiger Amerikaner in Deutschland nie wehrpflichtig war. Dennoch habe ich vor elf Jahren an einer Wehrübung für zivile Führungskräfte teilgenommen. Seit dieser Zeit versuche ich, mich regelmäßig zu engagieren und eng mit der Reserve zusammenzuarbeiten. Reservisten sind Mittler zwischen Bürgern und Bundeswehr. In der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit sind meine ersten Ansprechpartner der Bundeswehr Reservisten. In einem Katastrophenfall arbeite ich mit diesen eng zusammen – zuletzt vor drei Jahren während eines Hochwassers."

Reservisten kennen beide Seiten
Und seine persönlichen Erfahrungen mit den Reservisten der ZMZ sind positiv. De La Lanne: "Da Reservisten sowohl die militärische als auch die zivile Seite kennen, ist die Zusammenarbeit sehr fruchtbar." Auch für seine eigene Arbeit als oberster Katastrophenschützer seiner Stadt sind die Erfahrungen bei der Bundeswehr von hohem Nutzen. "Ich habe in meiner Ausbildung zum Reserveoffizier sehr viel über militärische Stabsarbeit gelernt. Dies nützt mir heute bei der Leitung meines zivilen Katastrophenstabes, denn die Struktur eines zivilen Stabes ist analog zu der eines militärischen Stabes."

Die Verbandszeitschrift Loyal wird in ihrer März-Ausgabe ausführlich über das Thema ZMZ und Katastrophenschutz berichten.


(eja/dest)

Bild oben: Oberbürgermeister Patrick de La Lanne
(rechts) bei einer Taktikbesprechung und in
seinem Arbeitszimmer (Fotos: privat)

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