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Ortskräfte: Gesellschaft in der Verantwortung




Seit Januar wirbt der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, für das Patenschaftsprogramm der Bundeswehr für ehemalige afghanische Ortskräfte. Einer der Paten ist der 37 Jahre alte Berufssoldat Marcus Grotian. Nach vier Monaten weiß er, welche Hürden die Afghanen in Deutschland überwinden müssen.

"Wenn Sie versuchen, bei Jobcenter, Wohnungsfürsorge und Wohnungsamt herauszufinden, wer für was verantwortlich ist und was bezahlt, da wären Sie schon als Deutscher nach sechs Wochen kurz davor, aufzugeben", wird Grotian in einem Bericht der Mittelbayerischen Zeitung zitiert. Er weiß aber auch, dass viele von ihnen nicht freiwillig nach Deutschland gekommen sind. "Sie haben Schulter an Schulter mit uns gekämpft, sie waren in der gleichen Gefahr wie wir. Und als wir gegangen sind, mussten sie auch gehen."

Grotian sieht die deutsche Gesellschaft in der Verantwortung, sich zu kümmern, und hat Anfang Mai den Verein "Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte" gegründet, über den sich Afghanen und Paten bundesweit vernetzen und über Probleme austauschen können. So ist zum Beispiel unklar, an welcher Uni die Afghanen auf Englisch weiter studieren können. Bis jetzt gibt es nur die Möglichkeit, so lange Deutsch zu lernen, bis das entsprechende Niveau erreicht ist.

Wollen auch Sie ehemalige afghanische Ortskräfte in Deutschland unterstützen? Auf den Seiten der Bundeswehr finden Sie alle weiteren Informationen zum Programm.

(red)

Bild oben:
Szene aus Afghanistan. Mit der Übernahme einer freiwilligen
Patenschaft können Angehörige der Bundeswehr die Afghanen
bei der Eingewöhnung in Deutschland unterstützen.
(Foto: Bundeswehr / Wilke)

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