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Mit dem Marder macht die Ausbildung Spaß

Die Soldaten des Charlie-Zugs liegen in der Stellung. Sie haben den Feind entdeckt. Nun muss ein Kamerad die Nachricht dem Kompaniegefechtsstand übermitteln. Auf dem Weg dahin muss der Melder einige Hindernisse überwinden. Mit dieser und weiteren Aufgaben bereiten sich die Reservisten des Panzergrenadierbataillons 908 auf die große Herbstübung Heideschwert vor.

Ein Panzer vom Typ Marder bei der Übung der Reservisten des Panzergrenadierbataillons 908

(Foto: Kai Lemler)

"Train as you fight": Mit der richtigen Ausrüstung motiviert die Übung

(Archivfoto: Ronny Sattler)

Die Reservisten beobachten, wie sich feindliche Kräfte auf dem Standortübungsplatz Stallberg von Osten nach Westen bewegen. Die eigene Stellung befindet sich im Raum Stallberg Nord. Nun heißt es, schnell im Gefechtsstand die Vorkommnisse zu melden. Dazu muss ein Melder die rund 500 Meter lange Melderbahn bewältigen. Je nach gewählter Route muss der eingeteilte Melder dabei bis zu sechs Aufgaben meistern.

Melden will gelernt sein

Der Melder rennt los. Plötzlich kracht es. Artilleriefeuer, der Soldat geht in Deckung. Das Geräusch von Einschlägen ist verhallt. Die im Unterholz verborgenen Lautsprecher verstummen. Der Melder rafft sich auf und läuft weiter. Plötzlich taucht ein feindlicher Schütze aus einer Erdmulde auf. Ein kurzes Feuergefecht und der Melder setzt seinen Weg fort. Als er sich einer Kreuzung nähert, klärt er einen weiteren Schützen auf. Er schlägt einen weiten Bogen und meidet die Gefahr. Der Soldat nähert sich einer Straße. Bevor er diese überqueren will, bemerkt er eine mit Drähten verbundene Sprengfalle. Er gleitet daran vorbei. Das bedeutet, er macht sich so klein wie möglich und robbt.

Als er schließlich den Kompaniegefechtsstand erreicht, nimmt ihn der Alarmposten auf und weist ihm den Weg zum Kompaniechef. Der Melder überbringt die befohlene Meldung und teilt die unterwegs wahrgenommenen Beobachtungen mit. Damit hat er die die Melderbahn erfolgreich bewältigt. Sie ist ein Schwerpunkt während der Allgemeinen Streitkräftegemeinsamen Soldatischen Ausbildung (ASSA).

Zum Status „Wach- und Sicherungssoldat“

Das Panzergrenadierbataillon 908 hat bereits im vergangenen Jahr Rekruten während einer ASSA ausgebildet. Nun ermöglicht der Ergänzungstruppenteil den zuvor ungedienten Kameraden durch mehrere Reservistendienstleistungen am Wochenende und einer zehntägigen Truppenübung, den Status Wach- und Sicherungssoldat zu erlangen.

Couleurverbände unterstützen

Während der Charlie-Zug sich um die Allgemeine Streitkräftegemeinsame Ausbildung kümmert, bereitet sich der Alpha-Zug des Panzergrenadierbataillons 908 auf die Übung Heideschwert vor. Dazu treffen sich die Soldaten des Bataillons im Oktober auf dem Truppenübungsplatz bei Munster. Ziel wird es sein, das Zusammenwirken von Ergänzungstruppenteilen aus den Truppengattungen Panzer, Panzergrenadiere und der Heeresaufklärungstruppe zu üben. Um dafür gut gewappnet zu sein, nutzen die Reservisten die vom Panzergrenadierbataillon 411 zur Verfügung gestellten Schützenpanzer Marder. „Durch die hervorragende Unterstützung der Couleurverbände, das Panzergrenadierbataillon 212, das Panzergrenadierbataillon 401 und das Panzergrenadierbataillon 411, konnten wir an jeder der Wochenendübungen 2019 mit Schützenpanzern üben“, freut sich Oberstleutnant der Reserve Torsten Held, Stellvertreter des Kommandeurs des Panzergrenadierbataillons 908.

Das Ausbildungskonzept macht attraktiv

In Stallberg übernimmt außerdem der Bravo-Zug die Ausbildung jener Reservisten, die an einer Beorderung im Bataillon interessiert sind und dazu die Ausbildung für Panzergrenadiere absolvieren müssen. Seit 2014 bietet das Bataillon diese Ausbildung in modularisierten Lehrgängen an. An diesem Wochenende ist sie rein infanteristisch geprägt, das hießt geleiteter Feuerkampf und die Spähtruppenausbildung.

„Erneut hat das Panzergrenadierbataillon 908 an diesem Wochenende erfolgreich unter Beweis gestellt, dass es nicht nur gleichzeitig mehrere Ausbildungsziele erreichen kann, sondern auch dazu in der Lage ist, Reservisten mit unterschiedlichen Vorkenntnissen auf einen Ausbildungsstand zu bringen und in das Verbandsgefüge einzubinden. Bemerkbar macht sich dies vor allem in einem kontinuierlichen Anwachsen des Bataillons“, sagt Oberstleutnant der Reserve Torsten Held. Erstmals hat das Bataillon kürzlich aus dem aktiven Dienst geschiedene Soldaten verschiedener Dienstgradgruppen und Truppengattungen herangezogen. Entsprechend ihrer Vorausbildung und Erfahrung werden sie auf die jeweiligen Züge verteilt. Der Zulauf zum Panzergrenadierbataillon 908 hält an. Mit steigendem Personal werden auch die Ausbildungsvorhaben und Übungen des Bataillons zahlreicher und komplexer.

Wir berichteten auch über die Teilnahme des Panzergrenadierbataillons 908 an der Übung Haffschild im Jahr 2017.

An einer Beorderung interessierte Reservisten melden sich bei:

PzGrenBtl 908
Kaderpersonal
Pasewalker Chaussee
17309 Viereck

Tel.: 039748 5519 2081

E-Mail:
pzgrenbtl908zentralerposteingang@bundeswehr.org
pzgrenbtl908@gmail.com

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