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Parlamentarier fordern mehr Anerkennung für Soldaten




Die Mitglieder der Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) Bundestag diskutieren über den Veteranenbegriff und fordern ein höheres Ansehen für die Streitkräfte in der Gesellschaft.

"Es ist kaum ein größerer Kontrast vorstellbar als der zwischen mancher Einsatzrealität unserer Soldaten und unserem zivilen, weitestgehend gewaltfreien Leben in Deutschland. Zu dieser Einsatzrealität gehört auch, dass es in Deutschland seit einigen Jahren wieder Veteranen gibt." Mit diesen Worten vor dem Bundestag eröffnete Verteidigungsminister Thomas de Maizière im September letzten Jahres die Debatte um Veteranen der Bundeswehr. Auch der Vorsitzende der RAG Bundestag, Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB, erkannte die Notwendigkeit, dieses Thema zu erörtern, und lud die Mitglieder seiner RAG zu einer Diskussionsrunde ein.

Schnell zeichnete sich ab, dass die Definition des Veteranenbegriffs die Gefahr birgt, die Gemeinschaft der Soldaten zu spalten und diejenigen herabzuwürdigen, die in ihrer militärischen Laufbahn nicht an einem Auslandseinsatz der Bundeswehr teilgenommen haben. Statt Ansprüche ausschließlich aus dem Veteranenstatus abzuleiten, sollten die politischen Bemühungen alle Soldaten und Reservisten einschließen und sich in erster Linie darauf konzentrieren, die gesellschaftliche Anerkennung für den Dienst in der Bundeswehr zu erhöhen. "Wir müssen den Menschen Wertschätzung entgegenbringen, die sich für unser Land einsetzen und diesen Einsatz im schlimmsten Fall mit ihrem Leben bezahlen", sagte einer der Veranstaltungsteilnehmer. Der Präsident des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter MdB, schlug in diesem Zusammenhang einen "Tag der Anerkennung" vor. An diesem Tag sollen jene Menschen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, die sich ehrenamtlich für ihr Land engagieren.

Neben dem Wunsch nach einer höheren Wertschätzung für die Streitkräfte formulierten die Mitglieder der RAG Bundestag auch die Aufforderung an die Gesellschaft, sich intensiv den Soldaten zuzuwenden, die während ihrer Dienstzeit an Körper oder Seele erkranken. Diese Soldaten und ihre Familien müssten – so der Vorschlag der Parlamentarier – in einem Netzwerk der Fürsorge unbürokratische, schnelle und kameradschaftliche Hilfe erfahren. Dazu sei es notwendig, alle Soldaten und Reservisten in einer Datenbank zu erfassen, ihren Lebensweg kontinuierlich zu begleiten, sie zu fördern und zu unterstützen. Nur dann könne ihnen bei Bedarf unmittelbar professionelle Hilfe zu teil werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung verständigten sich die Teilnehmer darauf, die Forderung nach mehr Anerkennung für Soldaten auch in ihre Parteien zu tragen und fraktionsübergreifend zu diskutieren.


Christina Betting

Bild oben (v.l.n.r.):
Roderich Kiesewetter MdB,
Präsident des Reservistenverbandes,
Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB,
Vorsitzender der RAG Bundestag,
Generalmajor a.D. Rainer Fiegle,
Vorsitzender des Beirates Reservistenarbeit und
Daniel M. Rother, Leiter Büro Berlin der Bundes-
geschäftsstelle und Referent des Präsidenten.
(Foto: cb)

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