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Partner der Reserve bei Jahrestagung ausgezeichnet

In Berlin hat heute Nachmittag (Freitag) die Jahrestagung der Reserve begonnen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellte dabei offiziell die neue „Strategie der Reserve“ vor – wir berichteten vorab. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Reservistenverbandes, Oberst d.R. Oswin Veith MdB, verlieh die Ministerin den Preis „Partner der Reserve“ an fünf Unternehmen, die sich aktiv für den Reservistendienst in der Bundeswehr einsetzen und dafür zum Beispiel ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freistellen - ein besonderer Auftakt zur diesjährigen Jahrestagung der Reserve der Bundeswehr.

Fünf Preisträger wurden bei der diesjährigen Verleihung des "Partner der Reserve" ausgezeichnet.

Unsere Reservistinnen und Reservisten sind für eine einsatzfähige Bundeswehr unverzichtbar! Daher verdienen sie eine verlässliche Antwort auf die Fragen: Wohin geht es mit der Reserve? Wie? und Womit? Die Strategie der Reserve ist hier der Wegweiser für die ‚Vision Reserve 2032+‘. Ohne eine funktionierende Reserve ist die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes nicht zu gewährleisten“, sagte Kramp-Karrenbauer.

Die Verteidigungsministerin zeichnet Preisträger aus, die sich um die Reserve der Bundeswehr verdient gemacht haben.

„Die neue Strategie der Reserve zeigt deutlich, welche bedeutsame Rolle der Reserve in der Bündnis- und Landesverteidigung der Bundesrepublik Deutschland zukommt. Die Reservistinnen und Reservisten sind ein unverzichtbarer Teil der deutschen Sicherheitsvorsorge und stehen zu jeder Zeit bereit, um unsere Truppe wirksam zu unterstützen und zu ergänzen. Ich freue mich besonders, dass der Reservistenverband eng an der Entstehung der Strategie der Reserve beteiligt war und „innerhalb des Arbeitsprozesses an einigen Stellen ergänzen und verbessern konnte“, sagte Verbandspräsident Oswin Veith.

Gemeinsam mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer verlieh Präsident Veith den Preis Partner der Reserve 2019.

>> Beitrag zur Strategie der Reserve auf der Seite der Bundeswehr

>> direkt zur neuen Strategie der Reserve

Preisverleihung: Partner der Reserve

Besonderheit der diesjährigen Tagung war die Preisverleihung „Partner der Reserve“. Ausgezeichnet werden dabei Arbeitgeber, die sich aktiv für den Reservistendienst in der Bundeswehr einsetzen und dafür zum Beispiel ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freistellen. Sie übernehmen damit ganz konkret Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag für die Sicherheitsvorsorge in Deutschland. In diesem Jahr wird der Preis bereits zum vierten Mal in den Kategorien „Öffentlicher Dienst“, „Mittelstand und Handwerk“, „Großunternehmen“ und in der „Sonderkategorie“ (Verbände, Organisationen) gemeinschaftlich von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem Verbandspräsidenten Oberst d.R. Oswin Veith verliehen.

Die Preisträger im Überblick

Fa. WISAG Sicherheit & Service Bayern GmbH & Co. KG
Die WISAG Sicherheit & Service Bayern GmbH & Co. KG unterstützt ihre Mitarbeiter durch Freistellungen, auch bei Reservistendienstleistungen von längerer Dauer. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Rüdiger Schulz, ist zudem beorderter Reservist als stellvertretender Leiter eines Kreisverbindungskommandos (KVK) und nimmt selbst regelmäßig als Reservist an Wehrübungen teil. Darüber hinaus wird die Wiedereingliederung von ausscheidenden Soldaten über den Berufsförderungsdienst gezielt durch die Zusammenarbeit mit der Fa. WISAG unterstützt. Die WISAG-Gruppe unterstützt Reservistendienstleistungen ihrer interessierten Mitarbeiter/-innen bei der Bundeswehr unter Berücksichtigung der betrieblichen Abläufe.

GEOKART Ingenieurvermessungsgesellschaft mbH
Das Unternehmen GEOKART ermöglicht seinen Reservisten, sich aktiv in die Reserve einzubringen. Von insgesamt 25 Mitarbeitern sind sieben Reservisten der Bundeswehr. Neben langfristig geplanten Maßnahmen wurden und werden auch kurzfristig terminierte Aktivitäten der Bundeswehr und des Reservistenverbandes durch Freistellungen unbürokratisch unterstützt. „Vom Arbeitgeber werden die sanitätsdienstlichen Ausbildungen, aber auch die in Ausbildungen und durch Reservedienstleistungen bei der Bundeswehr erworbenen Fertigkeiten und Fähigkeiten sehr geschätzt und gewinnbringend für das Unternehmen genutzt“, sagte Veith.

Movie Park Germany
Movie Park Germany ist ein mittelständisches Unternehmen, welches den Soldaten und Reservisten der Bundeswehr sowie ihren Familienangehörigen regelmäßig öffentlichkeitswirksam „Danke“ sagt. Von 2012 bis 2018 wurde alljährlich ein Soldatentag, mit stark ermäßigten Preisen am ersten Tag (50% Rabatt) und kostenfreien Eintritt am zweiten Tag, durchgeführt. Die Veranstaltungen werden bundesweit bekannt gemacht und über Plakataktionen, aber auch durch Werbung in den Familienbetreuungszentren und Freizeitbüros beworben. Movie Park Germany versteht sich als Mittler und Multiplikator zwischen der Bundeswehr und der Gesellschaft.

Landesregierung Saarland
Im öffentlichen Dienst des Saarlandes, vor allem in den Landesministerien und den ihnen nachgeordneten Behörden, engagieren sich viele Beschäftigte gerade auch in Führungspositionen als Reservedienstleistende in der Bundeswehr. Durch diese Vernetzung von originärer Tätigkeit in Landesregierung und -verwaltung und dem Dienst als beorderter Reservist wird der besondere Stellenwert der Bundeswehr in der Bevölkerung und im öffentlichen Leben des Saarlandes nicht nur dokumentiert, sondern auch gelebt. „Als wichtiges Bindeglied zwischen Bundeswehr und Gesellschaft können gerade die Reservisten in Führungspositionen des Landesdienstes stets unbürokratisch als Vortragende zu Themen aus ihrem originären Verantwortungsbereich bei Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen der Bundeswehr gewonnen werden. Mit einer Übernahmequote von 20% in den öffentlichen Dienst ist das Saarland einer der größten Arbeitgeber für ausscheidende Soldatinnen und Soldaten auf Zeit. Die Karriere als Reservist wird sehr wohlwollend begleitet. Reservisten werden regelmäßig auch bei kurzfristigem Bedarf der Truppe für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben freigestellt“, sagte die Saarländerin Kramp-Karrenbauer.

Malteser Hilfsdienst (Rettungswache Ludwigshafen)
Sowohl die Leitung der Rettungswache in Ludwigshafen als auch der Leiter Notfallversorgung stehen der Arbeit der Reservisten sehr positiv gegenüber. Freistellungen zu Reservedienstleistungen werden, trotz knapper Personallage, mitgetragen und ermöglicht, frei nach dem Motto: „Es ist wieder mal soweit, die „Wehrübung“ steht an und ich bin dann mal weg.“ Kramp-Karrenbauer: „Während manche Arbeitgeber über die verlorene Zeit und Arbeitskraft klagen, ist bei den Maltesern in Ludwigshafen davon nicht die Rede. Zivil-militärische Zusammenarbeit wird wertgeschätzt und man schaut wie man den Dienstplan entsprechend gestalten kann, damit sowohl der Rettungsdienst sichergestellt werden kann, aber eben auch Reservistendienst möglich ist.“

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