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Reaktionsschneller Einsatz, neues Aufgabenspektrum




Nichtaktive Truppenteile der Luftwaffe im Objektschutzregiment der Luftwaffe "FRIESLAND"
Die Neuausrichtung der Streitkräfte für Einsätze zur Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie zur Unterstützung der Bündnispartner erfordert ein Streitkräfteprofil, das auf diese Aufgaben hin optimiert ist. Für den bedarfsgerechten und reaktionsschnellen Einsatz im neuen Aufgabenspektrum benötigt die Bundeswehr eine hohe Verfügbarkeit von einsatz- und durchhaltefähigen Kräften. Mit der Aufstellung ihres Objektschutzregimentes "Friesland" (ObjSRgtLw "F") im Juli 2006 hat die Luftwaffe diese Erkenntnis konzeptionell umgesetzt.
In vier nichtaktiven Staffeln sowie in nichtaktiven Zügen innerhalb aktiver Staffeln des Verbandes zeigen Reservistinnen und Reservisten, dass sie einen wesentlichen Beitrag zur Einsatz- und Durchhaltefähigkeit leisten. Sie ergänzen die aktiven Objektschutzkräfte für regionale, zeitlich befristete Schwerpunktbildungen durch qualifizierten Ausgleich der durch Einsätze entstehenden Vakanzen. Darüber hinaus unterstützen sie grundsätzlich bei länger andauernden Einsätzen im Rahmen der Hilfeleistungen im Inneren, bei Naturkatastrophen oder besonders schweren Unglücksfällen im Inland. Reservistinnen und Reservisten genießen daher innerhalb dieser aktiven Strukturen eine hohe Bedeutung.
Aus Sicht der Luftwaffe ist neben dem zentralen Prinzip der Freiwilligkeit vor allem das Qualifikationsprofil der Aufgaben ein entscheidendes Kriterium für die Besetzung von Dienstposten. Reservisten sollen nach Möglichkeit dort beordert werden, wo ihre Qualifikation den größten Nutzen für die Streitkräfte gewährleistet. Unter Berücksichtigung dieser wesentlichen Forderung an die nicht aktiven Strukturen der Luftwaffe wurden im ObjSRgtLw "F" ein nichtaktives Bataillon mit vier infanteristischen Staffeln, ein nichtaktiver ABC/Se-Zug sowie zwei nichtaktive Luftwaffenpionierzüge und ein nichtaktiver Zug von Feldnachrichtenkräften ausgeplant. Diese Truppenteile schaffen vor allem Beorderungsmöglichkeiten für Unteroffiziere und Mannschaften.
Dabei ist sicherzustellen, dass die Dienstposten langfristig durch ausscheidendes Personal mit Einsatzerfahrung besetzt und die Dienstposteninhaber einheitlich aus- und weitergebildet werden können. Somit wird den beorderungswilligen Reservistinnen und Reservisten der Objektschutztruppe zugleich eine feste militärische Heimat geboten.
Von ca. 1.300 Dienstposten in den nichtaktiven Strukturen des ObjSRgtLw sind derzeit ein Drittel dienstpostengerecht besetzt. Etwa zwei Jahre nach Indienststellung des Verbandes ist dieser Sachstand insbesondere vor dem Hintergrund der einschränkenden Faktoren "Freiwilligkeit" und "bedarfsgerechte Beorderung" durchaus zufriedenstellend. Dennoch gilt es den Grad der Bedarfsdeckung weiter zu verbessern. Dazu werden u.a. auch sogenannte "Schnupperwehrübungen" angeboten. Sie dienen beiden Seiten, dem Verband wie dem beorderungswilligen Reservisten, zur Feststellung der "gegenseitigen Eignung" und der notwendigen "Potenzialabschätzung". Folgewehrübungen für die individuelle Aus- und Weiterbildung und für das Zusammenwirken im Team können sich anschließen.
Einsatzbezogenes Ziel ist es, Ende 2009 einen Zug von nichtaktiven infanteristischen Kräften in einem Übungs-Szenario im Rahmen einer "Operational Evaluation" nach NATO-Kriterien für die Einsatzfähigkeit von Verbänden vollverantwortlich und gut vorbereitet an den "Start" zu bringen: Die praktische Erprobung der konzeptionellen Vorgaben – Wir sind auf dem richtigen, fähigkeits- und zukunftsorientierten Weg!

Text: Generalleutnant H. Marzi

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