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Gut trainiert und mit einer feinen Nase sind die Spezialhunde der Bundeswehr nicht nur die besten Freunde des Menschen, sondern auch ein wichtiger Teil der Bundeswehr und treue Partner der Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz.
Bei Veranstaltungen wie dem Tag der Reservisten, stellen Diensthundeführer und Diensthund ihr Können unter Beweis.
Das intensive Training erfahren die Hunde bereits als Welpen an der einzigen militärischen Diensthundeschule Deutschlands in Ulmen. Diese einzigartige Einrichtung der Streitkräfte feiert am 8. Juli 2008 ihr 50-jähriges Bestehen und erhält zudem einen offiziellen Namen. Der Festtag, dem in Vertretung des Amtschefs Streitkräfteamt Brigadegeneral Heinrich Geppert beiwohnt, beginnt um 10 Uhr mit einem militärischen Appell. Die Namensgebung der Bundeswehrliegenschaft, in der die Diensthundeschule untergebracht ist, schließt sich an. Sie wird an diesem Tag in "Gräfin-von-Maltzan-Kaserne" benannt.
Kein Tag wie jeder andere für die Diensthundeführer, Ausbilder und – natürlich – die Hunde der Diensthundeschule: schließlich stehen die vergangenen 50 Jahre für die Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier. Der Bedarf an speziell ausgebildeten Hunden wuchs analog der Vielzahl an neuen Aufgaben der Bundeswehr, insbesondere durch die steigende Zahl der Auslandseinsätze. Auch Reservisten leisten bei Bedarf als zivile Diensthundeführer ihren Dienst im Ausland. Diese Einsätze können oftmals drei bis vier Monate dauern und sind für Hund und Mensch eine enorme Belastung. Doch das Bewusstsein, zur Sicherheit der Kameraden beizutragen, ist für Reservisten und Soldaten die beste Motivation. Der Erfolg des Einsatzes von Diensthunden schlägt sich in Zahlen deutlich nieder: auf mehr als 1.000 erfolgreiche Einsätze der Teams kann die Bundeswehr bisher zurückblicken.
Dabei stehen die Hunde ihren Herrchen in nichts nach! Ob zum Erschnüffeln von Sprengstoff, Rauschgift und anderen Kampfmitteln, der Bewachung und dem Schutz von Personen, der Rettung von Verwundeten oder als Minenspürhunde – die Helfer auf vier Beinen sind aus der Bundeswehr nicht mehr wegzudenken und füllen mit ihren empfindlichen Sinnen wichtige Lücken. Sie nehmen im Einsatz Aufgaben wahr, bei denen der Mensch an seine Grenzen stößt und ergänzen die Truppe – gerade so wie Reservisten der Bundeswehr – mit ihren speziellen Fähigkeiten.
Dem praktischen Einsatz geht eine intensive und anspruchsvolle Ausbildung von Soldat und Hund voraus – dafür ist längst nicht jeder Hund geeignet. Eine eingehende Prüfung des Charakters und der Gesundheit des Diensthundes stellt die Tauglichkeit und Leistungsfähigkeit des Hundes fest. Laut Prüfungsordnung (DPOBw) wird die Leistung der Tiere und der Ausbilder fortan jedes Jahr erneut geprüft.
In den ersten Lebensmonaten werden Welpen ihrem Diensthundeführer zugeteilt und für die Aufgabe geprägt. Dabei werden spezifische Eigenarten der Rassen berücksichtigt, so werden Labradore beispielsweise bevorzugt beim Aufspüren von Minen eingesetzt, da sie über ein sehr ausgeglichendes Naturell verfügen. Schäferhunde hingegen sind vielseitiger einsetzbar und echte Allrounder. Geschickt wird in der Erziehung der natürliche Spiel- und Beutetrieb genutzt, um das erforderliche Verhaltensmuster einzustudieren. Das geht nicht von jetzt auf gleich: die Grundausbildung dauert 14 Wochen und die darauffolgende Modulausbildung zur Spezialisierung beläuft sich auf weitere 21 Wochen.
Mensch und Hund – ein unzertrennliches Team
Da die Teampartner eine enge Bindung eingehen müssen, trainieren und spielen sie nicht nur gemeinsam, sondern verbringen außerdem den Feierabend in trauter Zweisamkeit. In der Regel bleiben die Hunde auch im "Rentenalter" bei ihren zweibeinigen Freunden – eine Trennung nach Jahren der vertrauensvollen Zusammenarbeit wäre undenkbar. Für diese Teams, die Ausbilder und alle geladenen Gäste, darunter auch hochgestellte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wird der Empfang an der Diensthundeschule angesichts der bedeutungsvollen Leistung ein besonderes Ereignis werden.
Am Nachmittag erwartet die Angehörigen, die ehemaligen Mitarbeiter/-innen der Schule und deren Familien eine Feier. Dabei können sich die Gäste Vorführungen mit Spezialhunden und eine Ausstellung "50 Jahre Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr" ansehen sowie an Rundfahrten durch die Liegenschaft teilnehmen.

Text: Anna Beutel / Streitkräftebasis

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