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Reservisten aus Püttlingen vom Saarland gefördert




Weil die ehemaligen Soldaten der Reservistenkameradschaft Püttlingen die Kriegsgräber in ihrem Heimatort völlig neu gestalten wollen, erhalten sie von der saarländischen Staatskanzlei 1.200 Euro Fördergeld. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zeichnete das Projekt am Donnerstagabend mit einer Plakette und dem Zuwendungsbescheid aus.

Die Förderung geht auf die Initiative "Saarland zum Selbermachen" zurück. "Ohne ehrenamtliches Engagement wäre nicht nur unsere Gesellschaft kälter und ärmer, sondern vieles zur Förderung des Gemeinwohls wäre nicht leistbar. Deshalb ist das Ehrenamt ein unverzichtbarer Pfeiler unseres Gemeinwesens und von großer Bedeutung für die Zukunft unseres Landes", sagt Kramp-Karrenbauer.

Volksbund ist in Deutschland nicht zuständig
"Wir freuen uns über die Förderung", sagt Vorsitzender Bernd Längler. Seit vielen Jahren kümmert sich seine Reservistenkameradschaft um Kriegsgräber. Wegen der Nähe zu Frankreich haben die Saarländer eine besondere Beziehung zu den Toten der beiden Weltkriege. "Wir wollen uns gegen das Vergessen und für den Ausbau der deutsch-französischen Freundschaft einsetzen", sagt der Hauptfeldwebel der Reserve. In diesem Jahr sollen 60 Gräber auf Vordermann gebracht werden. "Dafür sind insgesamt rund 8.500 Euro nötig. 6.000 Euro haben wir gesammelt. Da sind uns die 1.200 Euro vom Land eine willkommene Unterstützung", so Längler. Von Seiten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Volksbund) haben die Püttlinger keine finanzielle Unterstützung zu erwarten. "Der Volksbund ist nur für Kriegsgräber im Ausland zuständig. Im Inland ist das Sache der Kommunen und der Bundesländer."

Den Toten den Namen zurückgeben
In der Begründung für die Förderung des Projekts heißt es: "Ehrenamtlich und mit hohem Arbeitseinsatz bemüht sich die Reservistenkameradschaft Püttlingen um die bauliche Instandsetzung der Kriegsgräber auf dem Püttlinger Friedhof. Hier sind in der Regel Bombenopfer bestattet. Dabei werden unter anderem nun auch die vollständigen Vornamen der Toten statt bisher lediglich deren Anfangsbuchstaben in die Grabsteine eingraviert, um nun endlich dem Umstand gerecht zu werden, dass dort auch Frauen bestattet wurden."

Elf Anträge bewilligt
Insgesamt will das Saarland ehrenamtliche Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 50.000 Euro unterstützen. Die Mittel stammen aus Einnahmen aus der staatlichen Toto-Lotterie. Seit Beginn der Initiative "Saarland zum Selbermachen" haben zunächst 29 Gruppen und ehrenamtliche Einrichtungen Anträge gestellt, von denen seitens einer unabhängigen Jury jetzt elf Anträge bewilligt worden sind. Zurzeit liegen bereits zehn neue Anträge vor, die noch einmal gemeinsam mit den bisher noch nicht bewilligten beraten werden.


Detlef Struckhof

Bild oben: Nach der Auszeichnung in der saarländischen
Staatskanzlei. Von links: Hauptmann a.D. Joachim Büttner,
Gefreiter d.R. Matthias Fösges, Hauptfeldwebel d.R. Bernd Längler,
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer,
Hauptgefreiter d.R. Stefan Brust (Fotoquelle: RK Püttlingen, privat).

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