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Reservisten helfen bei Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest




Hier packt der Kommandeur mit an: Bau eines Zauns zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest in Mecklenburg-Vorpommern.

Foto: privat

afrikanische schweinepestamtshilfe

Die Afrikanische Schweinepest ist länger auf dem Vormarsch als Corona. Seit 2018 grassiert sie in mehreren europäischen Nachbarländern, im September 2020 wurde sie in Brandenburg und Sachsen nachgewiesen. Am 24. November 2021 wurde der erste Fall in Mecklenburg-Vorpommern bekannt, genauer gesagt im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Weitere Fälle folgten nach einer Treibjagd.

Das Landwirtschaftsministerium hat daraufhin entschieden, dass die dort eingerichtete und mit einem elektrifizierten Zaun gesicherte Schutzzone wegen der neuen Fälle um 30 Kilometer erweitert wird. Am Zaunbau waren neben Fachleuten der Landesforstanstalt auch Feuerwehren, Beschäftigte der Kreis- und der Landesstraßenmeisterei, das Technische Hilfswerk sowie 14 Reservistinnen und Reservisten aus Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Statt mit ihren Familien den zweiten Advent zu feiern, stellten sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung.

Vor Ort überzeugten sich Landwirtschaftsminister Till Backhaus, der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim Stefan Sternberg sowie der Kommandeur des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern Markus Kurczyk nicht nur vom Engagement der Helfer, sondern packten auch selbst tatkräftig an. Beindruckt zeigte sich Backhaus nicht nur von den verschiedenen Dienstgraden der Reservisten vom Jäger bis zum Oberstleutnant, sondern auch von der Vielzahl der Berufe, die die Helfer in Uniform im zivilen Leben ausüben. So reichte die Palette vom Lehrer, über den Techniker im Maschinenbau, einem staatlich geprüften Schädlingsbekämpfer bis hin zur Verwaltungsfachangestellten.

Aus erster Hand informierte Jäger d.R. Mathias Herbst den Landwirtschaftsminister über die Ausbildung von Ungedienten in Mecklenburg-Vorpommern. Herbst nimmt selbst an dieser Ausbildung teil. Für Brigadegeneral Kurczyk war dieser Einsatz ein Beweis, dass das von ihm ins Leben gerufene Konzept „Die beste Reserve für Mecklenburg-Vorpommern“ aufgeht. Darin sollen Reservisten für den Heimatschutz auch künftig ihren Beitrag leisten.

Neben dem Zaunbau wurde rund um den letzten Fundort mit Suchhunden und einer Drohne nach infizierten Tieren gesucht. Auch hier hilft die Bundeswehr mit. Nach Angaben des Landeskommandos unterstützten zehn Soldatinnen und Soldaten der Heimatschutzkompanie Mecklenburg-Vorpommern den Landkreis Ludwigslust-Parchim bei der Falltiersuche, um die Afrikanische Schweinepest einzudämmen.

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