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Reservisten helfen, Hotel in Krankenhaus zu verwandeln

Aus einem Hotel wird ein Krankenhaus. Um zusätzliche Kapazitäten für Covid-19-Patienten mit leichten bis mittleren Krankheitsverläufen zu schaffen, wurde das Hotel Global Inn in Wolfsburg umgebaut. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Stadt Wolfsburg benötigten dafür helfende Hände. Zwölf Reservisten der örtlichen RK packten mit an.

Materialbereitstellung im Foyer des Hotels.

Foto: RK Wolfsburg

Einweisung vor dem Gebäude.

Foto: RK Wolfsburg

coronaviruscovid-19

Ab dieser Woche sollen 210 zusätzliche Betten für Corona-Patienten im Wolfsburger Hotel Global Inn bereitstehen. Bevor sich jedoch im Ergänzungskrankenhaus um Patienten gekümmert werden kann, mussten zahlreiche Vorbereitungen getroffen werden. Die Wolfsburger Reservisten hatten sich bereit erklärt, als freiwillige Helfer den Aufbau nach Anfrage aus dem Krisenstab der Stadt Wolfsburg und des DRK zu unterstützen. Zusammen mit Beschäftigten der Stadtbibliothek und der Wolfsburger Beschäftigungs GmbH wurden im Erdgeschoss und im ersten Stock des Hotels zukünftige Patientenzimmer bezugsfertig hergerichtet.

Doch bevor die zwölf Reservisten und acht Beschäftigen der Stadtbibliothek mit der Verteilung von Material und der Vorbereitung der Betten beginnen konnten, gab es eine umfangreiche Einweisung durch den DRK-Kreisbereitschaftsleiter Tobias Frankiewicz. Alle Helfer wurden in die Handhabung des bereitgestellten Mundschutzes eingewiesen und in Hinblick auf die Einhaltung von Abständen bei der bevorstehenden gemeinsamen Arbeit sensibilisiert. Material wie etwa desinfizierbare Stühle, spezifische Krankenhausbettwäsche und Handtücher wurden auf die Zimmer verteilt und die Betten bezogen. Die zukünftige Pflegedienstleitung hatte die Helfer in die korrekte Herrichtung der Betten mit desinfizierbaren Spannbetttüchern und Kopfkissenbezügen eingewiesen und die Anzahl an Handtüchern und weiteren Materialen je Patientenzimmer vorgegeben.

„Hoffen, dass unsere Hilfe umsonst war“

Die Helfer waren sich allesamt einig, dass hier ein wichtiger Baustein für die Vorsorge der Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger geleistet wurde. „Wir sind als Reservisten und Bürger dieser Stadt dankbar, dass wir heute unterstützen konnten. Wir hoffen jedoch alle, dass unsere Hilfe überflüssig war und das Ergänzungskrankenhaus in Wolfsburg nicht in Betrieb genommen werden muss“, sagte der Vorsitzende der Wolfsburger Reservistenkameradschaft, Hauptfeldwebel d.R. Sven Krzoska. Der erste stellvertretende Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Frank Haufe ordnete die Anzahl der freiwilligen Helfer aus den Reihen der Reservisten wie folgt ein: „Die Bereitschaft zu helfen ist in den Reihen der Reservisten sehr groß gewesen. Mit Blick auf berufsbedingte Verpflichtungen, durch das Engagement in anderen Hilfsorganisationen der Stadt Wolfsburg oder der Zugehörigkeit zu Risikogruppen ist die Anzahl an freiwilligen Helfern aus Reihen der Reservisten als positiv zu bewerten! Auch die Unterstützung durch Familienangehörige war sehr vorbildlich!“

Beim Abschlussgespräch ergänzte der weitere stellvertretende Vorsitzende Tim-Oliver Engelmann: „Besonders gut hat mir das Engagement aller Helfer gefallen. Als Wolfsburger finde ich es vorbildlich, dass Volkswagen Immobilien als Eigentümerin das Hotel als Ergänzungskrankenhaus bereitgestellt hat.“

Ziviles Personal gesucht

Für das Ergänzungskrankenhaus wird derzeit noch dringend freiwilliges Personal mit medizinischen beziehungsweise pflegerischen Vorkenntnissen gesucht. Freiwillige sind aufgerufen, sich telefonisch im Klinikum Wolfsburg, 05361/803006, montags bis freitags von 8.30 bis 15 Uhr zu melden.

Hintergrund

 Bei dem Einsatz am 3. April 2020 im Rahmen des Aufbaus des Ergänzungskrankenhauses handelte es sich nicht um eine Veranstaltung des Reservistenverbandes oder der Bundeswehr. Die Mitglieder der RK Wolfsburg haben sich als freiwillige Helfer dem DRK-Kreisverband Wolfsburg als Unterstützungskräfte zur Verfügung gestellt.

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