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Reservisten können und wollen gut ausbilden




Der Reservistenverband hat auf seiner Präsidiumssitzung Anfang Februar ein Konzeptpapier beschlossen. "Darin beschreiben wir, welche Konsequenzen wir als Verband aus der bevorstehenden Bundeswehrreform ziehen. Damit wollen wir in einen Dialog über die Neuausrichtung eintreten", sagt Gerd Höfer, Präsident des Reservistenverbandes.

Eine wichtige Zielgruppe sind die ehemaligen Zeitsoldaten und Berufssoldaten der Bundeswehr. Auf sie will sich der Verband bei der Nachwuchsgewinnung konzentrieren. "Dazu bedarf es einer signifikanten Erhöhung und Veränderung der Kommunikation in die aktive Truppe hinein, um den Verband aus der Schmuddelecke der sogenannten drei S – also Schießen, Saufen, Schlauchboot fahren – zu holen", schreiben Gerd Höfer und sein Stellvertreter Roderich Kiesewetter in dem fünfseitigen Papier. Denn leider bestünden bei vielen aktiven Soldaten solche Vorurteile obwohl Reservisten während ihren Wehrübungen in der Truppe immer wieder beweisen, dass sie aktiven Soldaten ebenbürtig sind. Deshalb will der Verband dieser Klientel neue Anreize für eine Mitarbeit anbieten.

Beispiel an Freiwilligen Feuerwehren nehmen
"Wir wollen uns verstärkt in die Ausbildung von Reserveoffizieren und -unteroffizieren einbringen. So kann der Verband qualifizieren – die Bundeswehr zertifiziert anschließend. Das entlastet die aktive Truppe und spart der Bundeswehr Geld. Die Reservisten können die Ausbildung an Wochenenden und im Urlaub absolvieren und für qualifizierte Reservisten gibt es eine neue interessante Aufgabe: sie können als Ausbilder tätig werden", so Höfer. Dabei verweist der Major der Reserve auf die Praxis bei den Freiwilligen Feuerwehren: "Dort wird schon immer so verfahren. Die Freiwillige Feuerwehr bildet ihr ehrenamtliches Personal in den Grundlehrgängen selbst aus. Warum sollte das nicht auch in unserem Verband in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr möglich sein?"

Mitglied sein, um Reservist zu werden
Damit einhergehend schlagen Höfer und Kiesewetter einen neuen Weg vor, um Reservisten für die Bundeswehr zu gewinnen. "Wir können uns vorstellen, ungediente Bürgerinnen und Bürger für ein Engagement als Reservist zu begeistern und sie dazu auszubilden. Mit diesem Schritt kann auch das weitgehend ungenutzte Potential der weiblichen Bevölkerung ausgeschöpft werden", sagt Höfer. Und wer während dieser Ausbildung und seiner Mitgliedschaft im Verband Gefallen an der Soldatentätigkeit findet, meldet sich dann eventuell auch für einen Freiwilligen Wehrdienst oder verpflichtet sich bei der Bundeswehr.

Brief an Minister zu Guttenberg
In dem Konzeptpapier, das persönlich an Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, an den Generalinspekteur Volker Wieker und seinen Stellvertreter Günter Weiler ging, stellt der Reservistenverband auch seine Ideen zur Veteranenbetreuung, zur Hilfe für posttraumatisch belastete Soldaten (PTBS), zu Unterstützungsleistungen für die Bundeswehr bei der Auswahl geeigneter Reservisten für Einsätze und Wehrübungen sowie für eine engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft vor.

Download Konzeptpapier


Detlef Struckhof

Bild oben: Symbolfoto Zukunft der Reserve
(Montage: Wilhelm Schreieck,
Bilderarchiv VdRBw, flickr.com)

Bild Mitte: Gerd Höfer ist Präsident des
Reservistenverbandes
(Foto: Bernd Schoelzchen, loyal)

Bild unten: Roderich Kiesewetter ist
Stellvertreter Höfers (Foto: dest)

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