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Reservisten retteten Kanufahrer vorm Ertrinken




Um 9.10 Uhr fiel der Startschuss zur 30-Kilometer-Etappe des zehnten Möhnesee-Marsches, an dem Stabsunteroffizier d.R. Detlev Krüger für die Reservistenkameradschaft (RK) Emden teilnahm. Krüger setze sich gleich zu Beginn an die Spitze, um sich vor den Verfolgern einen ausreichenden Vorsprung zu verschaffen. Nach einer langgezogenen Kurve im Ort gelangte er an den ersten Uferabschnitt des Möhnesees. Dort angekommen, bemerkte er Hilferufe. Er entdeckte ein gekentertes Kanu, das circa 70 Meter vom Ufer entfernt trieb. An das Kanu klammerten sich zwei Personen. Der Stabsunteroffizier reagierte sofort und setzte per Mobiltelefon einen Notruf an die Rettungsleitstelle ab.

Mit den nachfolgenden Kameraden fanden sich gleich weitere Helfer ein. Ein Kamerad der RK Paderborn, Stabsfeldwebel d.R. Thomas Weiffen, entkleidete sich sofort und begab sich in das nur zwölf Grad kalte Wasser. Nachdem Stabsunteroffizier d.R. Krüger alle Fragen der Rettungsleitstelle beantwortet hatte, sprang auch er in den Möhnesee und schwamm den zu ertrinken drohenden Personen und seinem Kameraden zur Hilfe. Gemeinsam gelang es ihnen, die beiden Personen zu sichern. Eine der beiden Personen hatte einen Krampf und drohte abzusacken. Es gelang, die beide Personen mit dem Kanu ans Ufer zu retten und sie dort in Sicherheit zu bringen.

Dank war groß
Die alarmierten Rettungskräfte trafen zeitgleich am Unfallort ein und übernahmen die Versorgung der Personen. Ohne das tatkräftige Eingreifen hätten die beiden Unfallopfer es wahrscheinlich nicht mehr geschafft, an Land zu kommen. Die Freude der Unfallopfer war deshalb sehr groß und sie bedankten sich mehrfach für die geleistete Hilfe. Einer der beiden sagte im Anschluss, es sei nicht selbstverständlich, dass Menschen sofort ins Wasser springen und helfen. Viele holen heutzutage eher das Handy raus und filmen. Die beiden Retter wurden im Anschluss vom DLRG-Team ins Camp der Veranstaltung gebracht. Dort gab es erstmal eine heiße Dusche und Kaffee.

Retter marschieren trotzdem
Nachdem sich beide Kameraden von der Aktion erholt hatten, wurde ihnen von der veranstaltenden RK Möhnesee das Angebot gemacht, einen nachträglichen Sonderstart zu nutzen. Beide willigten ein und starteten zum 30-Kilometer-Marsch. Nach dem Motto, was man gemeinsam begonnen hat, bringt man gemeinsam zu Ende, trafen beide zeitgleich im Ziel ein. Beiden Reservisten ging es an dem Tag nicht mehr ums Gewinnen. Sie hatten schon am frühen Morgen mit ihrer Rettungsaktion die Herzen der Unfallopfer gewonnen.

Ausgezeichnet
Stabsunteroffizier d.R. Detlef Krüger und Stabsfeldwebel d.R. Thomas Weiffen erhielten für ihre Rettungstat auf dem Parlamentarischen Abend des Reservistenverbandes eine Auszeichnung vom Verbandspräsidenten Oswin Veith.

 

Sven Hagen / red

Bild: Stabsfeldwebel d.R. Thomas Weiffen (z.v.l.)
und Stabsunteroffizier d.R. Krüger (z.v.r.)
wurden auf dem Parlamentarischen Abend des Reservistenverbandes
von Verbandspräsident Oberst d.R. Oswin Veith MdB (l.)
ausgezeichnet und von Verteidigungsministerin
Ursula von der Leyen für ihren Einsatz gelobt.
(Foto: Hans-Christian Plambeck)

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