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Reservisten zur Weiterbildung bei „Rock am Ring“




Willkommene Abwechslung für 30 Reserveoffiziere: Beim wohl populärsten Rock-Festival Deutschlands durften sie dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) über die Schulter gucken.

Grund für den Besuch am Nürburgring: Alle sind Leiter von rheinland-pfälzischen Kreisverbindungskommandos (KVK) und im Fall der Fälle dafür zuständig, die Zusammenarbeit zwischen zivilen Stellen (DRK, THW, Feuerwehr etc.) und dem Militär zu koordinieren. Das Spektrum reicht dabei von technischer Unterstützung bis hin zu Rettungshubschrauber-Einsätzen. Auch vor dem Hintergrund der Loveparade-Katastrophe von Duisburg wollten sich die "KVK-Chefs" darüber informieren, wie bei "Rock am Ring" die Sicherheit der Besucher gewährleistet wird.

"Wir haben bei einer Informationsfahrt über das Veranstaltungsgelände sowie über die Park- und Zeltflächen sehr interessante Einblicke gewonnen", schildert Harald Trinkaus. Der Oberstleutnant d. R. leitet das KVK Ahrweiler und hatte die Weiterbildung für seine Kameraden organisiert. Dabei wurde er von seinem Team, insbesondere von Heinz Schulze, Stabsfeldwebel d.R. und Mitarbeiter der Nürburgring Automotive GmbH, unterstützt.

Alle zwei bis drei Minuten ein Einsatz
Statt Offspring, Deichkind oder Metallica lauschten die Soldaten den Einsatzleitungen von Polizei, Feuerwehr und DRK. Alle zwei bis drei Minuten haben die Helfer einen Einsatz zu absolvieren, sei es der verstauchte Knöchel vom Hüpfen in der Menge oder der Kreislaufkollaps. Rund um die Uhr gibt es etwas zu tun. Die meisten der Helfer sind ehrenamtlich im Einsatz, ohne ihr Engagement wären Großveranstaltungen wie "Rock am Ring" nicht möglich (86.500 Besucher – ausverkauft). "Leider sind diese ehrenamtlichen Rettungs- und Hilfskräfte in unzureichenden Arbeits- und Unterkunftsräumen untergebracht", sagt Trinkaus. "Für Großveranstaltungen mit immer größeren Besucherrekorden wäre ein modernes Sicherheitszentrum wünschenswert", meint ein Soldat aus der Vulkaneifel.

"Hätten Wehrdienstberatung aufmachen können"
Überraschend war für die 30 Offiziere die Resonanz auf die uniformierten Soldaten auf dem Festivalgelände. "Wir sind in der Tat oft angesprochen und gefragt worden, wieso wir überhaupt da sind", berichtet Schulungsteilnehmer Murat Aydin. Und Trinkaus fügt hinzu: "Das Interesse an uns war riesig, wir hätten direkt vor Ort einen Infostand zur Wehrdienstberatung aufbauen können."

(spe)

Bild oben:
Blick in die Menge: Alle 86.500 Tickets
waren schon im Januar ausverkauft.
(Foto: PR/Rock am Ring)

Bild unten:
Die Leiter der rheinland-pfälzischen KVKs
schauten den zivilen Helfern über die Schulter.
(Foto: privat)

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