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Reservistenverband: Bürger sollen Gelöbnis besuchen




Politische Gruppen aus dem linken Spektrum rufen derzeit dazu auf, das öffentliche feierliche Gelöbnis der Bundeswehr in Stuttgart zu stören. Für den 30. Juli ist zwischen 15 und 16.30 Uhr im Innenhof des Neuen Schlosses das Gelöbnis vorgesehen. Der Reservistenverband ruft alle Bürger dazu auf, sich an der Veranstaltung zu beteiligen und sich mit den Grundwehrdienstleistenden solidarisch zu erklären.

"Ich werde hingehen", sagt Ralf Bodamer, Landesvorsitzender Baden-Württemberg des Reservistenverbandes. Er hält es für richtig und wichtig, dass die Bundeswehr Gelöbnisse öffentlich feiert: "Der Wehrdienst spiegelt das Wertesystem unserer demokratischen Gesellschaft wider." Und da hinter jedem Grundwehrdienstleistenden auch eine Familie stehe, müsse die Gesellschaft den Soldaten Respekt für ihren Dienst für die Gesellschaft zollen.

Das Landeskommando der Bundeswehr Baden-Württemberg bereitet sich indes routiniert auf das Ereignis vor. Für Sicherheit sei gesorgt, heißt es aus der Bundeswehrdienststelle. Feldjäger – die Militärpolizei der Bundeswehr – werden in ausreichender Stärke anwesend sein. Die Landespolizei wird Störer fernhalten.

Der Kommandeur des Landeskommandos, Oberst Franz Roland Arnold, wünscht sich eine große Beteiligung der Bürger an der Veranstaltung. "Die Menschen können mit ihrer friedlichen Teilnahme zeigen, dass sie zur Bundeswehr stehen, denn sie ist eine Parlamentsarmee." Die Grundwehrdienstleistenden trügen mit ihrem Solidardienst zum Funktionieren des deutschen Staates bei.

Während der Zeremonie werden die Rekruten das sogenannte feierliche Gelöbnis ablegen. Dabei geloben sie, "der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Die Soldaten bekunden damit feierlich, dass sie sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekennen.


(dest)

Bild: Das Neue Schloss in Stuttgart
(Foto: Paola Farrera, flickr.com)

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