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Reservistenverband trauert um gefallene Kameraden




Der Reservistenverband trauert um die beiden am Samstag bei einem Taliban-Angriff gefallenen Kameraden und ist in Gedanken bei ihren Familien. Den fünf Verwundeten wünschen die Reservisten eine rasche Genesung.

Bei einer Trauerfeier in Masar-i-Scharif nehmen die dort stationierten Bundeswehr-Soldaten am heutigen Montag Abschied von ihren gefallenen Kameraden. Anschließend werden die Leichen der Soldaten nach Deutschland überführt. Wenn die Särge vom Krankenhaus in Masar-i-Scharif zum Flughafen gefahren werden, bilden tausende Soldaten aus den 16 stationierten Nationen ein Ehrenspalier.

Bei den gefallenen Deutschen handelt es sich um einen 43 Jahre alten Major des Führungsunterstützungsbataillons 282 in Kastellaun und um einen 31 Jahre alten Hauptfeldwebel des Feldjägerbataillons 152 aus Hannover. Beide gehören zum engsten Mitarbeiterkreis von Isaf-Regionalkommandeur Generalmajor Markus Kneip, der bei dem Anschlag durch ein Schrapnell an den Armen und im Gesicht verletzt wurde.

Zustand von Generalmajor Kneip stabil
Kneip ist der erste Bundeswehr-General, der bei einem Auslandseinsatz verwundet wurde. Der Zustand des Generalmajors ist nach Bundeswehr-Angaben stabil. An seinem Kommando hält er fest: "Ich bin Kommandeur hier im Norden Afghanistans und werde gemeinsam mit meinen Soldaten diesen Auftrag weiter ausführen", zitiert die "Welt" den Kommandeur. "Wir haben den klaren Auftrag, gemeinsam mit den afghanischen Partnern Frieden und Sicherheit in dieses Land zu bringen. Das erwarten die Menschen hier von uns, nach 30 Jahren Krieg. Diese Erwartung werden wir erfüllen, dafür stehe ich persönlich ein." Noch immer in Lebensgefahr schwebt eine 56 Jahre alte Kameradin Kneips.

Generalmajor Markus Kneip vollendet am heutigen Montag, 30. Mai 2011, sein 55. Lebensjahr. Der Reservistenverband gratuliert und wünscht ihm sowie allen Verletzten eine schnelle Genesung.

Diskussion um "Partnering" neu entfacht
Der Anschlag und das insgesamt 51. deutsche Todesopfer seit Beginn des Isaf-Einsatzes haben die Diskussion um die Sicherheit bei Auslandseinsätzen neu befeuert. Auch am "Partnering", der Zusammenarbeit mit afghanischen Sicherheitskräften, wurde Kritik laut. Bei dem Anschlag auf das Sicherheitstreffen im Gouverneurspalast der Provinz Tachar hatte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, der sich mit einer afghanischen Polizeiuniform bekleidet Zutritt zu dem Treffen verschafft haben soll. Andere Quellen, dass der Sprengsatz im Eingangsbereich des Gebäudes deponiert und ferngezündet worden sei. Die Bundesregierung hält jedenfalls am Prinzip der Zusammenarbeit fest. "Wenn wir die Sicherheit allmählich in afghanische Hände übergeben wollen, dann geht es nur so, dass wir es mit den Afghanen zusammen tun", sagte dazu Verteidigungsminister Thomas de Maizière.

Dem plichtet Gerd Höfer, Präsident des Reservistenverbandes, bei: "Wir verfolgen mit unseren Bündnispartnern das Ziel, wieder Sicherheit in Afghanistan herzustellen. Das ist nur möglich, wenn wir am Prinzip der Zusammenarbeit festhalten und den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen."

Einen besseren Schutz der Bundeswehr-Soldaten fordert der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus. Man müsse besser kontrollieren, ob in jeder afghanischen Uniform ein vertrauenswürdiger Partner steckt, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Aus den Bundestagsfraktionen von Union und FDP wurden Rufe nach einem Gegenschlag gegen die Taliban laut. Ein solches Attentat könne nicht ohne Folgen bleiben.

Sören Peters

Bild oben:
Die Angehörigen der internationalen Schutztruppe
bilden ein zwei Kilometer langes Ehrenspalier
für die gefallenen Kameraden
(Foto: Bundeswehr/Schmidt via flickr.com)

Bild unten:
Generalmajor Markus Kneip,
Isaf-Regionalkommandeur für den
Norden Afghanistans
(Foto: Isaf-Media via flickr.com)

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