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Remote-Marsch bringt internationale Teilnehmer zusammen




Gemeinsam einsam. Beim Remote-Marsch gehen die Teilnehmer entweder alleine...

(Foto: privat)

...oder in einer kleinen Gruppe auf die Strecke.

(Foto: privat)

finnlandmarschremote marsch

Der Vier-Tage-Marsch in Nijmegen fällt in diesem Jahr zwar der Pandemie zum Opfer, doch ausgebremst wird die internationale Marsch-Community dadurch jedoch nicht. Wenn schon nicht physisch vereint, dann eben jeder für sich oder in der kleinen Gruppe. Das dachten sich wohl die Mitglieder des finnischen Reservesportverbands und organisierten kurzerhand den RESUL Four Day Remote March 2020. Mehr als 30 deutsche Reservisten machten mit und wurden so zur größten internationalen Teilnehmergruppe. Insgesamt nahmen knapp 750 militärische und zivile Marschierer teil.

Warum ein Remote-Marsch? Ganz klar: Den finnischen Organisatoren war es wichtig, auch in Corona-Zeiten Fitness und militärische Marschfähigkeit zu fördern. Zudem sollte die Zivilbevölkerung zu mehr Bewegung motiviert werden. Das RESUL-Team setze dabei auf GPS-Tracking-Apps und Social Media, nicht nur um Strecken und Ergebnisse aufzuzeichnen, sondern um Militärsport und Märsche national und international zugänglich zu machen.

Der Erfolg gibt ihnen Recht, denn die Social-Media-Werbung und die einfache Online-Anmeldung für den Marsch brachte Kameradinnen und Kameraden aus zehn Nationen zusammen. Das zeigt, wie gut diese Community weltweit vernetzt ist. Unter dem Hashtag #resulfourdaymarch konnte man dann auf Facebook und Instagram verfolgen, wie die Teilnehmer auf mehreren Kontinenten fast 55 Millionen Schritte zurücklegten.

 

Die Finnen sehen Remote-Märsche nicht nur als Ersatz für reguläre Veranstaltungen, sondern als attraktive Zusatz-Events, die eine flexiblere IGF/KLF-Ausbildung ermöglichen. Marschierer konnten von einem bis zu vier Marschtagen frei kombinierbare Strecken von 10, 25 und 40 km pro Tag absolvieren, mit oder ohne 10 kg Marschgepäck. Der Marsch ließ sich gut ins tägliche Leben integrieren, so dass zum Teil ganze Familien teilnahmen.

Hälfte der Teilnehmer Zivilisten

Die Hälfte der Teilnehmer waren Zivilisten, die andere Hälfte bestand aus 37 Prozent finnischen und 13 Prozent internationalen Militärangehörigen. Je nach zurückgelegter Gesamtdistanz gab es dafür als Erinnerung ein Kurz-, Mittel-, Langstrecken- oder gar ein 160km-Master-Patch. Zusätzlich wurden auch noch Sachpreise ausgelost. Was aber noch wichtiger ist, ist die gegenseitige Motivation und das durch den Marsch angestoßene internationale Team Building zwischen Kameradinnen und Kameraden befreundeter Streitkräfte – wodurch Finnen z.B. auch erfolgreich am Bremer Remote Marsch teilnahmen.

Nächste Ausgabe ist bereits in Planung

Der RESUL Four Day Remote March hat schon viel positives Feedback erhalten: Von Helsinki bis Utah in den USA wurden Altgediente motiviert, die Stiefel zu entstauben und Jugendliche vom Sofa geholt. Die nächste Ausgabe ist bereits in Planung. Auch dann hoffen die Veranstalter wieder auf rege deutsche Beteiligung, denn sie führt eine alte finnisch-deutsche Traditionsline fort. Der Grundstein der modernen finnischen Streitkräfte wurde schließlich im königlich-preußischen Jägerbataillon 27 gelegt, in dem finnische Freiwillige im schleswig-holsteinischen Lager Hohenlockstedt für den Kampf für ein unabhängiges Finnland ausgebildet wurden. Die in Lüneburg beheimatete RAG Deutsch-Finnische Reservistenkameradschaft pflegt diese Tradition durch den Austausch zwischen deutschen und finnischen Reservisten weiter.

Also: Kiitos Suomi! Danke Finnland für den gelungenen Marsch und bis zum nächsten Mal!

Bericht zum Finnentag 2020

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