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RMZ-Tagung: Nachwuchsgewinnung und Integration von Ungedienten




Zum Jahrestreffen der Reservistenmusikzüge (RMZ) kamen über 40 Teilnehmer aus zehn Bundesländern in der Bundesfinanzakademie in Brühl zusammen. Sie tauschten ihre Erfahrungen aus und sprachen mit hochrangigen Vertretern der aktiven Truppe und der Verbandsführung über Reservistenmusik und deren Optimierung.

Im Wesentlichen ging es bei der Tagung um die intensivere Zusammenarbeit zwischen aktiver Truppe und ehrenamtlichen Vertretern. Dabei standen Themen wie Nachwuchsgewinnung oder die Integration von Ungedienten ganz oben auf der Agenda. So soll für die sogenannten Ungedienten die Möglichkeit geschaffen werden, durch eine Informationswehrübung den Reservistenstatus zu erlangen. Danach wäre es ihnen möglich, eine Uniform zu tragen und so in einem einheitlichen Erscheinungsbild die Bundeswehr zu repräsentieren.

Neues Konzept voraussichtlich ab 2014
Erste Antworten gab der Leiter des Zentrums für Militärmusik der Bundeswehr, Oberst Dr. Michael Schramm, der Teile seines Fachkonzeptes präsentierte, das voraussichtlich 2014 in Kraft treten wird: Als Kernbotschaften hieraus kristallisieren sich Verbesserungen in den Bereichen musikfachliche Weiterbildung, Attraktivität und Kommunikation heraus. Vermehrte zentrale wie dezentrale Weiterbildungen, Einrichtung fester Ansprechpartner und Schnittstellen, eine regelmäßigere, intensivere Kommunikation sowie gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität sind die wichtigsten Bausteine des neuen Konzepts.

Eindrucksvoll informierte Oberst Dr. Schramm über die vielfältigen Aufgaben der Militärmusik: "Wir machen Musik auch dort, wo geschossen wird", erklärte der Leiter des Zentrums für Militärmusik und berichtete über die emotionsgeladenen Auftritte in den Einsatzgebieten. Doch für all diese Auftritte werden Musiker gebraucht, die immer weniger werden. Dieses Thema plagt die aktive Truppe und den ehrenamtlichen Strang des Reservistenverbandes gleichermaßen: Die Nachwuchsgewinnung gestaltet sich immer schwieriger und es wird höchste Zeit, konkrete Maßnahmen einzuleiten. Möglich wäre die Schaltung von Anzeigen in Fachmagazinen.

Mit großer Spannung erwarteten die Teilnehmer den Vortrag von Hauptmann Günther Bast, Vertreter des Kompetenzzentrums für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr, der eine mögliche Lösung für die Integration von Ungedienten mitbrachte. Nachdem er anschaulich die Aufgaben der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) verdeutlichte, sprach er die Personengruppe in Musikzügen an, die in der Vergangenheit keine Berührungspunkte mit der Bundeswehr hatten. Eine fachspezifische Informationsveranstaltung soll hier Abhilfe schaffen.

Veränderungen zum Greifen nah
Der Beauftragte für RMZ des Reservistenverbandes, Oberstleutnant Bernd Zivny und der Vizepräsident für Presse und Information, Kapitänleutnant Sascha Rahn, brachten es auf den Punkt: "Wir wollen eine Veränderung und diese ist zum Greifen nah." Der Leiter des RMZ Hamburg, Stabsfeldwebel d.R. Nikolaus Schuda, versicherte gegenüber den Vertretern der Bundeswehr: "Wir bürgen dafür, dass die Musiker, die in einem RMZ spielen, auch hinter der Bundeswehr stehen." Am Ende der Tagung war eine Aufbruchsstimmung spürbar und die Hoffnung, dass die Lösungsvorschläge zeitnah in die Tat umgesetzt werden.

Tanja Saeedi

Symbolbild oben:
Das Marineorchester Hamburg spielt beim
Parlamentarischen Abend des Verbandes in Berlin.
(Foto: H.C. Plambeck/loyal)

Bild Mitte:
Oberst Dr. Michael Schramm,
Leiter des Zentrums für Militärmusik der Bundeswehr.
(Foto: Michaela Ohlendorf)

Bild unten:
Die Teilnehmer der RMZ-Tagung mit Sascha Rahn (l.),
Vizepräsident für Presse und Information.
(Foto: Michaela Ohlendorf)

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