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RSU in NRW bildet sich zum ersten Mal selbst aus




Zum ersten Mal haben in NRW die Kompaniechefs der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSUKp) Rheinland und Westfalen selbstständig ausgebildet. Die Einheit aus dem Ruhrgebiet folgt diese Woche. Dabei weist das Land einige Besonderheiten auf.

Auf dem Truppenübungsplatz Senne bei Augustdorf absolvierten 138 Reservisten ihre Wach- und Schießausbildung. Grundlage der Ausbildung ist das Ausbildungskonzept, das Oberstleutnant Jürgen Mitscher, verantwortlicher Stabsoffizier für RSU-Kräfte beim Landeskommando NRW, erstellt hatte. Damit hatte NRW als erstes Land überhaupt einen solchen Plan.

Zwar war mit Mitscher noch ein aktiver Soldat als "Bataillonskommandeur", wie er selbst es ausdrückte, anwesend. Doch soll in Zukunft dem Grundsatz "Reservisten bilden Reservisten aus" voll Rechnung getragen werden. Heißt: Die grundsätzliche Ausbildung wird ohne Aktive auskommen. Dazu sagt Mitscher: "Ich bin nicht der Aufpasser der Kompaniechefs. Das ist nur der erste Testlauf. Wir vertrauen den Reservisten voll und ganz. Und wie wir hier sehen, ist das Führungspersonal in der Lage, gemeinsam mit ihrem eigenen Funktionspersonal die Ausbildung durchzuführen."

NRW besitzt Spezialzug
Nach dem Ausbildungskonzept des Landeskommandos NRW wurde zunächst im September den Kompaniechefs dargelegt, wie man sich in Düsseldorf eine idealtypische Ausbildung vorstelle. Dies wurde nun in Form der Wach- und Schießausbildung erfolgreich umgesetzt. Geschossen wurden mit dem Gewehr G36 und der Pistole P1. Das Maschinengewehr (MG3) kommt später. 2014 folgt die Sicherungsausbildung. Dann die Ausbildung der Spezialzüge – auch hier stellt das Land NRW eine Besonderheit dar. Mitscher: "Chemische Industrie und viele Flüsse legten die Bildung eines Spezialzuges nahe." Der Zug besteht aus einer Sanitäts-, ABC-Abwehr- und einer Pioniergruppe.

In NRW sind 327 Dienstposten vorhanden. Darüber hinaus Spiegelposten. Außerdem wird vom Landeskommando die Bildung eines weiteren Sicherungszuges erwogen. "Keiner bei den RSU-Kräften wird zurück geschickt. Jeder bekommt bei uns seine militärische Heimat. Es gibt keinen Annahmestopp", sagt Jürgen Mitscher.
 

Dennis Hallac

Bild oben:
Ein Reservist auf der Schießbahn. Das Schießen
mit dem Gewehr G36 gehört zur Basisausbildung.
(Foto: Dennis Hallac)

Bild unten:
Reservisten bilden Reservisten aus: Vor dem Schießen
werden die Reservisten vom Ausbilder eingewiesen.
Der Ausbilder selbst ist auch Reservist. (Foto: Dennis Hallac)

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