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RSU-Kompanie noch nicht vollzählig




Ein Wachsoldat muss schnell entscheiden können: Wie verhalte ich mich, wenn ein Fahrzeug versucht, in den militärischen Sicherheitsbereich einzudringen? Wann gebe ich einen Warnschuss ab? Wachaufgaben gehören zum Kern der 30 bundesweit verteilten Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSUKp). 76 Reservisten der RSUKp Rheinland-Pfalz haben eine entsprechende Ausbildung an der Artillerieschule Idar-Oberstein absolviert – damit jeder Handgriff sitzt, wenn es drauf ankommt.

Die Stationen der Wochenendausbildung: Personenüberprüfung, Kraftfahrzeugkontrolle und Schusswaffengebrauch. Ziel der Übung ist die Zertifizierung im Wachdienst. "Durch die Wiederholung der Übungen vermitteln wir den Männern die nötige Handlungssicherheit in den jeweiligen Situationen", sagt Unteroffizier der Reserve Thomas Doniat, Ausbilder an einer der Stationen. Übungsziel an seiner Station: das Festhalten und Abführen von verdächtigen Personen. Doniat ist seit 2003 Reservist und hat mit Aufstellung der RSU-Kompanie 2013 eine neue militärische Heimat gefunden: "Hier wird Professionalität geschätzt, man hinterfragt das notwendige Vorgehen und jeder möchte seinen Job richtig gut machen."

Vier Blockausbildungen im Jahr
Am 15. März 2013 wurde die rheinland-pfälzische RSU-Kompanie – wie berichtet – in Dienst gestellt. Der Kompaniechef der RSUKp, Major der Reserve Heisam El-Araj, ist mit dem derzeitigen Ausbildungsstand seiner Soldaten und deren Motivation zufrieden: "Die Männer sind aus eigenem Antrieb zu uns gekommen, sie sind sehr engagiert und bereit, Einschränkungen in ihrer Freizeit in Kauf zu nehmen." Vier Blockausbildungen sind im Jahr zu bewältigen, plus einer Woche Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz. Dazu kommen mögliche Einsätze. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, seine Männer hätten bereits erste Sicherungsaufträge wahrgenommen.

Kalaschnikow gegen G36 getauscht
Bereits vor der offiziellen Indienststellung der Kompanie lief die Ausbildung an. Seit November 2012 fanden sechs der Blockausbildungen statt. Zwar verfügen alle Reservisten über militärische Grundfertigkeiten, aber abhängig davon, wie lange die aktive Zeit zurückliegt und wo die Männer früher gedient haben, zeigen sich Unterschiede beim Ausbildungsstand. Genau diese gilt es anzugleichen. Gefreiter der Reserve Klaus Brese leistete Anfang der 1980er Jahre seinen Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee (NVA), mit einer Kalaschnikow kennt er sich aus, die Handhabung des Gewehrs G36 muss er neu lernen. Er ist von Anfang an bei der RSU-Kompanie und schätzt vor allem die Kameradschaft: "Einer ist für den anderen da und wir haben alle ein gemeinsames Ziel."

Zunehmend professionell
Beobachter der Ausbildung war der Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz. Oberst Erwin Mattes war in jungen Jahren selbst Zugführer eines Sicherungszuges in der Raketenartillerie. Deshalb sieht er auf den ersten Blick: Die neue Kompanie ist gut aufgestellt. "Die Soldaten sind hoch motiviert und haben in den bisherigen unterschiedlichen Ausbildungen beeindruckende Leistungen gezeigt."

Verstärkung gesucht
Die RSU-Kompanie Rheinland-Pfalz sucht aber noch Verstärkung. Von 133 Dienstposten sind bislang rund 90 besetzt. Die Kompanie bietet engagierten Reservisten die Chance, in einer attraktiven Einheit eine neue Verwendung und militärische Heimat zu finden. Ansprechpartner im Landeskommando ist Oberstleutnant Andreas Meunier, Telefon: 06131 – 56 – 2535.
 


Irene Rech-Thimm / (red)

Bild oben: Ein Soldat der
RSU-Kompanie Rheinland-Pfalz
(Foto: Pascal Rojahn/LKdo RP).

Bild unten: Personenkontrolle gehört zur
Wachausbildung einer RSU-Kompanie
(Foto: Pascal Rojahn/LKdo RP).

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