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Rund um die Uhr im Einsatz für die Gesellschaft




Verteidigungsministerin Christine Lambrecht besucht das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr. Hier werden die Amtshilfe-Einsätze koordiniert.

Foto: Bundeswehr/Kraatz

Reger Betrieb an der Teststation der RK Nordhalben.

Foto: Horst Schnura

amtshilfecorona

Vor zwei Jahren wurde in Deutschland der erste Corona-Fall nachgewiesen, den Nachweis erbrachte damals das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr. Seit 22 Monaten leistet die Truppe unentwegt Amtshilfe – beim Impfen, Testen, in der Kontaktverfolgung. Mittendrin: Das Kommando Territoriale Aufgaben (KdoTA) der Bundeswehr. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat am Freitag die Operationszentrale des Kommandos besucht.

Bei den Soldatinnen und Soldaten verschaffte sich die Ministerin einen Überblick über die Situation in den Bundesländern. Der Kommandeur des KdoTA, Brigadegeneral Andreas Henne, unterrichtete die Ministerin über die laufenden und abgeschlossenen Amtshilfe-Einsätze. „Hier in der Julius-Leber-Kaserne wird genau das gelebt, wofür auch der Namensgeber stand: Sich einzusetzen für die Gesellschaft. Das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern wird rund um die Uhr mit Taten erfüllt“, sagte Lambrecht. An 365 Tagen im Jahr sind die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, um Amtshilfeanträge zu prüfen, zu bewilligen und die Umsetzung zu gewährleisten. Die Bundeswehr erfahre zurecht Anerkennung, sagte die Ministerin.

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Das ist der große Rahmen. Im Kampf gegen Corona können sich die Bürgerinnen und Bürger auf den freiwilligen und selbstlosen Einsatz vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer in Rettungsorganisationen, Vereinen und Verbänden verlassen – und eben auch auf Mitglieder des Reservistenverbandes. Denn was dieses gesellschaftliche Engagement im Kleinen bedeutet, hat zuletzt die Reservistenkameradschaft Nordhalben (Bayern) gezeigt. Die Reservisten organisierten und betrieben für ihre Mitbürgerinnen und Bürger im oberen Rodachtal ein Testzentrum – ob „3G“ am Arbeitsplatz oder „2Gplus“ im Restaurant, oder eben als zusätzliche Sicherheit für das Familienfest – einen aktuellen Testnachweis braucht man immer mal wieder. Da es vor Ort keine Schnelltest-Station gab, zögerte der zweite Vorsitzende der RK Nordhalben, Horst Schnura, zögerte nicht lange und erklärte, dass seine RK diese Aufgabe übernehmen wird. Sofort fanden sich weitere Kameraden bereit, an einer Ausbildung und Einweisung des Bayerischen Roten Kreuzes teilzunehmen. Denn die Reservisten mussten direkt an den Testpersonen nach medizinischen Vorgaben unter Vollschutz arbeiten.

Unterstützung kam von der Feuerwehr Nordhalben, die den Durchlauf in einer Teststraße organisierte. Nachdem die Teststation auch an Wochentagen geöffnet sein sollte, wurden diese Termine durch lebensältere Reservisten durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass gerade diese Kameraden einsatzfähig und -einsatzwillig sind. Voll in den Dienst der Sache stelle sich Obergefreiter d.R. Detlef Heublein, der zusätzlich auch noch in seinem Heimatort im Corona-Testzentrum mitarbeitete.

Professionelle und einfühlsame Durchführung

Von den getesteten Bürgern hörten die Reservisten anerkennende Worte. Viele Bürgerinnen und Bürger zollten Respekt, dass sie diese Aufgabe übernommen haben und somit Corona-Tests vor Ort überhaupt erst möglich werden konnten. Es gab auch viel Lob über die professionelle und einfühlsame Durchführung. Natürlich ist die Probeentnahme für Testperson und Tester keine reine Freude. Der Schutz für beide muss jeweils durch mehrfache Handschuhlagen, Schutzkittel, Schutzbrille, Maske und laufende Desinfektion gewährleistet sein.

Über Wochen stellten die Reservisten mit genauer Dokumentation Testzertifikate aus. Zum Glück lautete das Ergebnis niemals „positiv“. Sollte sich die Situation wieder verschlechtern, würden die Kameraden der RK Nordhalben im Kampf gegen die Pandemie sofort wieder „Gewehr bei Fuß“ stehen.

ImpfAIRbus am Flughafen Kassel

Eine weitere Aktion gab es am vergangenen Samstag am Flughafen Kassel-Calden. Dort konnten sich Interessierte in einem Airbus A400M der Luftwaffe gegen Covid-19 impfen lassen. Die Aktion, die in Zusammenarbeit zwischen dem Kassel Airport, dem Johanniter Regionalverband Kurhessen, dem Lufttransportgeschwader 62 aus Wunstorf, Angehörigen der regionalen Verbindungskommandos der Bundeswehr, Sanitätsstabsoffizieren der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit, der Post-Apotheke aus Kassel und den Städtischen Werken durchgeführt wurde, lief von 10 bis 18 Uhr.

Aus der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit waren 15 Angehörige der Kreisverbindungskommandos Stadt Kassel, Landkreis Kassel und des Bezirksverbindungskommandos Kassel – vom Hauptfeldwebel bis zum Oberst – sowie vier Sanitätsstabsoffiziere aus Nord- und Südhessen an der Impfaktion beteiligt. In einer erfolgreich praktizierten Arbeitsteilung zwischen den Kameraden der Luftwaffe, der Johanniter Unfall Hilfe, dem impfenden Sanitätspersonal, den Angehörigen KVK/BVK und der weiteren beteiligten konnten insgesamt 840 Impfungen vorgenommen werden.

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