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Schuften statt Schlendrian: Ausbildung auf Borkum




"Mediis tranquillus in undis" – ruhig inmitten der Wogen. So lautet die Inschrift im Borkumer Wappen. Keine Ruhe hatten jedoch knapp 100 Reservisten und aktive Soldaten vor einer Woche. An ihrem Ausbildungswochenende auf der Ostfriesischen Insel standen Küstenschutz, Sanitätsausbildung und ein Leistungsmarsch auf dem straffen Dienstplan.

Bereits nach der Ankunft am Freitagabend bildeten Soldatinnen des Sanitätszentrums Wittmund die Kameraden knapp drei Stunden lang aus. Nach einer kurzen Nacht – Wecken war um 6.30 Uhr – ging es weiter mit der Sanitätsausbildung. Danach folgten Küstenschutz, Deichsicherung und das Abdichten von Spundwänden. Eine Brandschutzübung sowie das Betreiben eines Checkpoints rundeten das Programm ab.

Ein rund sechs Kilometer langer Leistungsparcours verlangte den Reservisten am Nachmittag dann auch körperlich alles ab. Versorgung und Transport von Verletzten, Erkennen von Sprengfallen sowie Transport von Material waren da noch die leichtesten Übungen. Eine kraftraubende Station war im Hafen vorbereitet, wo die Teams das Hafenbecken mit dem Schlauchboot zu durchqueren hatten.

Geplant hatte die Ausbildung das Landeskommando Niedersachsen mit Unterstützung der Kreisgruppe Ostfriesland unter der Leitung von Oberstabsfeldwebel der Reserve Hermann Minjets. Einen unverzichtbaren Beitrag leistete auch die Reservistenkameradschaft Borkum um den 1. Vorsitzenden Lutz Dopheide.

Reservisten immer wichtiger
Den Stellenwert des bereits sechsten Ausbildungswochenendes zeigte die Anwesenheit hochrangiger Offiziere. Unter anderem war Oberst Michael Rondé, Stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes des Landeskommando Niedersachsen, anwesend. Er betonte bei einer kurzen Ansprache die wachsende Bedeutung der Reservistenarbeit: "Vor dem Hintergrund der Standortreduzierungen kommt vor allen den Reservisten die Mittlerfunktion zwischen Bundeswehr, anderen Institutionen und der Bevölkerung zu." In diesem Zusammenhang sprach er die Absicht des Verteidigungsministeriums an, deutschlandweit "Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte" (RSUKr) zu bilden. Die erste Einheit wird in Bremen am 15. juni in Dienst gestellt.

Ehrung und Beförderung
Oberst Gerhard Roubal, Kommodore des Jagdgeschwader 71 "Richtofen", zeichnete Oberstabsfeldwebel Minjets mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold aus. Michael Aggen, Mitglied der Reservistenkameradschaft Borkum, wurde von Rondé zum Stabsgefreiten befördert.

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Stephan Meier

Bild oben:
Verletztentransport beim Leistungsmarsch.

Bild Mitte:
Bei der Sanitätsausbildung demonstrierten
Soldatinnen aus Wittmund das Anlegen
von Verbänden.

Bild unten:
Mit dem Tochterboot "Glückauf" des
Seenotrettungskreuzers "Alfred Krupp"
Sicherten die Seenotretter der DGzRS die
Ausbildung im Borkumer Hafen.
(Fotos: stm)

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