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Die Reserve

Schwarzenborner Jäger am MG5 ausgebildet




Erfahrene Aufsichten werten das Trefferbild aus und geben wertvolle Hinweise.

Foto: Sebastian Kellner

Sicherheitsüberprüfung bei der Stationsausbildung.

Foto: Sebastian Kellner

Vorfeldbeobachtung durch die Optik der Feldlafette.

Foto: Sebastian Kellner

Ein Soldat der 2./921 sichert beim Überqueren eines Waldweges.

Foto: Sebastian Kellner

jägerjgbtl 921

Kameraden der fünften Kompanie des Jägerbataillons 921 (5./JgBtl 921 na) haben das Modul „Schießausbildung Maschinengewehr“ und die Ausbildung mit der Feldlafette zur Erlangung ihrer Jäger-ATN erfolgreich hinter sich gebracht. An der Ausbildung in Schwarzenborn nahmen 26 Kameraden teil. 2.280 Schuss Munition (7,62×51) wurden dabei verschossen. Vorausgegangen war eine monatelange Vorbereitung durch den Kompaniechef und sein Ausbilderteam.

Damit geht ein erfolgreiches Ausbildungsjahr für den Ergänzungstruppenteil, das im Mai 2021 mit der Waldkampfausbildung unter der Regie der 3./JgBtl 921 (na) in Rotenburg/Wümme begonnen hatte, weiter. Im September war das Bataillon für zwei Wochen auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf, um mit seiner 1. und 2. Kompanie eine Schießwoche und eine 48-Stunden-Gefechtsübung durchzuführen – wir berichteten mehrfach, etwa hier.

Dabei wurde vor allem Wert auf eine fundierte Grundlagenausbildung gelegt. Dazu zählt die in Modulen ausgebrachte Ausbildung zum Erwerb der ATN Jäger, die das Bataillon durchführt, um auch Angehörigen mit bisher nicht-infanteristischem Hintergrund das Handwerkszeug der Jäger beizubringen. Ebenso ist es aber auch für altgediente Jäger unerlässlich, die eigenen Fertigkeiten im Bereich der Tätigkeiten Einzelschütze, wie auch auf Gruppen- oder Zugführer-Ebene immer wieder zu trainieren, zu vertiefen und dem aktuellen Stand anzupassen.

Ausbildung am MG5

Beim aktuellen Vorhaben stand nun das MG5 im Mittelpunkt. Da viele Reservisten noch am MG3 ausgebildet worden waren, stellte es für die meisten die erste Berührung mit dem neuen Maschinengewehr der Truppe dar. Nach dem theoretischen Unterricht zu technischen Spezifikationen und Umgang mit dem MG5 und der Feldlafette, folgte die praktische Erstausbildung. Dabei wurden nicht nur die Baugruppen und das Zerlegen und Zusammensetzen angesprochen, sondern vor allem auch alle sicherheitsrelevanten Tätigkeiten geübt, um Handlungssicherheit für die Ausbildungen der folgenden Tage zu gewährleisten.

Auf dieser Grundlage konnte am nächsten Tag aufgesetzt werden. Die Teilnehmer durchliefen in kleinen Gruppen die drei parallelen Ausbildungsstationen, in denen intensiv die Einzelschützentätigkeiten am MG5 und die Handhabung der Feldlafette ausgebildet wurden. Begleitend wurden im AGSHP die Grundlagenübungen am MG5 geschossen, um auf den scharfen Schuss am Folgetag vorzubereiten. Bis zum Abend konnten die Ausbilder zufrieden feststellen: Der Stoff sitzt. Dabei profitierten alle Teilnehmer von der klaren Gestaltung des Dienstplanes. Statt durch Nebenaufträge oder organisatorische Maßnahmen wertvolle Ausbildungszeit zu verlieren, war der Schwerpunkt des Vorhabens auch im Stundenansatz der Ausbildung klar abgebildet, sodass ausreichend Zeit zur Verfügung stand, um wichtige Inhalte ohne Ablenkung oder Zeitdruck zu vermitteln.

Scharfer Schuss und Umgang mit Feldlafette

Der Schießtag führte die Teilnehmer beim ersten Büchsenlicht auf die angrenzende Standortschießanlage und versprach ungewohnt sonnig und freundlich zu werden. Während eine Halbgruppe das erste Rennen bildete und sich mit der Unterstützung der erfahrenen Aufsichten auf das Erfüllen der Übungen MG5-GL-1 A+B und MG5-GL-2 konzentrierte, übte die andere Halbgruppe in einer Parallelausbildung den taktischen Umgang mit der Feldlafette. Nach dem Mittag folgte der Wechsel. Die umfangreiche Ausbildung der Vortage zeigte Erfolg. Mit Ende der Schießzeit hatten alle Teilnehmer die Anforderungen der Übungen erfüllt und konnten die Nachbereitung des Schießtages angehen.

Beim letzten Antreten vor Ende der Übung bekamen die Angehörigen des Bataillons einen vielversprechenden Ausblick auf das kommende Jahr. Die geplanten Vorhaben beinhalten nicht nur weitere Ausbildung im Wald-, sowie Orts- und Häuserkampf und eine gemeinsame Schießwoche mit den aktiven Kameraden des JgBtl 1. Auch die Ausbildung am GTK Boxer und in der Objektsicherung, dem Panzervernichtungstrupp, sowie das Zusammenwirken mit eigenen Kräften im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung versprechen ein forderndes und interessantes Jahr 2022.

Mitmachen

Das JgBtl 921 steht Reservisten aller Laufbahnen offen und sucht derzeit verstärkt Unteroffiziere mit Portepee mit verwertbaren ATN in den FGG S4 und S6. Als Ansprechpartner steht das Kaderpersonal S1 JgBtl 1/921 unter Rufnummer +4956869994140 sowie per E-Mail unter JgBtl921@bundeswehr.org für Informationen zur Verfügung.

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