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Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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Seminar in Berlin: Eine Welt ohne Grenzen?




Am Wochenende wird es spannend beim Herbert-Döllner-Seminar in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin. Zum 16. Mal hat der Reservistenverband hochkarätige Gäste geladen, die sich von Donnerstag bis Sonntag aktuellen und brisanten sicherheitspolitischen Fragen widmen. Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto: Globale Migration und Streitkräfte.

Die Welt sieht sich gegenwärtig mit Terroranschlägen islamistischer Gruppierungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund löst die illegale Einreise von Zuwanderern, die sogenannte irreguläre Migration in europäischen Ländern vielerlei Ängste aus. Der Direktor der Bundespolizei, Jörg Baumbach, erläutert in seinem Vortrag, wie man irreguläre Migration eindämmen kann.

Professor Dr. Joachim Kersten, Fachgebietsleiter für allgemeine Polizeiwissenschaft an der Hochschule der Polizei in Münster, und Oberstleutnant Dr. Uwe Ulrich vom Zentrum Innere Führung in Koblenz sprechen über die Förderung der interkulturellen Kompetenz in der Bundeswehr und bei der Polizei in Deutschland. Dr. Aschot Manutscharjan, Experte für internationale Ostpolitik, richtet den Blick auf andere Staaten und deren sicherheitspolitischen Umgang mit Demographie und Migration.

Das Aufeinander-Zugehen und die Förderung von wechselseitigem Verständnis stehen im Mittelpunkt des Seminars. So haben die Teilnehmer die Gelegenheit, eine Moschee und einen historischen islamischen Friedhof zu besuchen und bei einem Spaziergang durch das angrenzende Stadtviertel einen persönlichen Eindruck vom Leben der Migranten in Berlin zu gewinnen.

Ein weiterer aktueller Anlass wird die Teilnehmer und Referenten beschäftigen: Ab Freitag, wird die Einberufung zum Grundwehrdienst ausgesetzt. Die Bundeswehr wird zur Freiwilligenarmee und der Zivildienst vom neuen Bundesfreiwilligendienst ersetzt. Zukünftig können sich junge Männer und Frauen zum Freiwilligen Wehrdienst melden und bis zu 23 Monate Dienst leisten. Daher ist es wichtig, den Dienst in der Bundeswehr für Bewerber auf dem freien Markt attraktiv zu machen. Über die Zukunft der Bundeswehr, über die Herausforderungen für Planung und Umsetzung der neuen Strukturen spricht General a.D. Harald Kujat. Oberst i.G. Hans-Hermann Paape, Referatsleiter im Verteidigungsministerium, erklärt, inwieweit Demographie und Migration zum Problem für die Freiwilligenarmee werden können und wie dieses bewältigt werden kann.

Die anregenden Diskussionsrunden von Referenten und Teilnehmern werden auch in diesem Jahr Impulse für die Arbeit des Verbandes geben. Aus den Ergebnissen der Tagung erarbeitet der Verband seine sicherheitspolitischen Positionen.

Barbara Damm

Archivbild: Im Jahr 2010 ging es beim
Herbert-Döllner-Seminar um Afghanistan
(Foto: dest)

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