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Sicherheitspolitische Arbeit

„Dein Jahr für Deutschland“ statt „Work and Travel“?

Im Frühjahr startet der neue Freiwilligendienst der Bundeswehr „Dein Jahr für Deutschland“. Der Reservistenverband hat dies zum Anlass genommen, sich am 8. Dezember beim Sicherheitspolitischen Forum Berlin 2020 mit der Frage zu beschäftigen, inwiefern diese Maßnahme zur Unterstützung der Zielaufgaben der Bundeswehr reicht, oder ob es sich um den ersten Schritt zur Wiedereinführung der Wehrpflicht handeln könnte. Podiumsgäste der digitalen Veranstaltung waren namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Politik.

Zu sehen: Die Diskutanten des digitalen Sicherheitspolitischen Forums Berlin 2020

(Screenshot: Julian Hückelheim)

Nach Ende des Kalten Krieges war die Bundeswehr zunächst hauptsächlich in Auslandseinsätzen gefragt, um für Frieden und Stabilität zu sorgen. Vor dem Hintergrund der sich verändernden sicherheitspolitischen Weltlage ist die Landes- und Bündnisverteidigung wieder stärker in ihren Fokus gerückt. Die Bundeswehr begleitet diesen Paradigmenwechsel mit der Einführung eines neuen Freiwilligendienstes, ergänzend zum bestehenden Freiwilligen Wehrdienst. „Dein Jahr für Deutschland – Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz“ heißt der neue Dienst, den Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im Juli vorstellte. Ab April 2021 werden die Freiwilligen zunächst heimatnah ausgebildet und später in der Reserve eingesetzt.

Durch die Online-Veranstaltung führte der Journalist und Betreiber des Blogs „Augen Geradeaus!“ Thomas Wiegold. Als Diskussionsteilnehmer zugeschaltet waren Eberhard Brecht, Mitglied der Arbeitsgruppe Sicherheits- und Verteidigungspolitik der SPD-Bundestagsfraktion, Lukas Huckfeldt, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH), Major i.G. Dominic Vogel, Gastwissenschaftler in der Forschungsgruppe „Sicherheitspolitik“ der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Oberst Markus Widmer, Verteidigungsattaché der schweizerischen Botschaft in Deutschland und der Präsident des Reservistenverbandes, Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB. Knapp 200 Teilnehmer folgten live der Übertragung.

Einführung ins Thema

Oberst a.D. Joachim Sanden, Vizepräsident für Sicherheitspolitische Bildung des Reservistenverbandes, ordnete in seinem Grußwort zum Auftakt den neuen Freiwilligendienst zahlenmäßig ein. Derzeit gebe es 4000 Interessenten, von denen 50 Prozent bereits in Bewerbungsgespräche eingetreten seien. 75 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber fielen in das Altersband 18 bis 26 Jahre und damit in die Zielgruppe der Bundeswehr. Die jungen Menschen würden nach der veränderten Sicherheitslage im Heimatschutz eingesetzt. Ihr Tätigkeitsprofil setze sich dabei aus Bewachen und Sichern, dem Host Nation Support und der subsidiären Katastrophenhilfe zusammen. Die Bedeutung der Reserve wachse, gleiches gelte für ihre Aufgaben. „Ziel ist es, bis 2030 100.000 Reservistinnen und Reservisten auf Dienstposten zu bringen. Das entspricht 50 Prozent der gegenwärtigen Personalstärke der Bundeswehr“, stellte Sanden fest. Für das Thema des Abends sei jedoch relevant, dass auch die Blaulichtorganisationen und caritativen Einrichtungen dringend weiteres Personal benötigten. Dies bringe die Corona-Pandemie in besonderer Weise zum Ausdruck. Damit verbunden richtete er folgende Fragen an die Panelteilnehmer: „Braucht unsere Gesellschaft jetzt und in Zukunft über ‚Dein Jahr für Deutschland‘ hinaus die Möglichkeit, eine strategische Reserve aufzubauen? Können zusätzliche junge Frauen und Männer ausschließlich auf freiwilliger Basis gewonnen werden oder bedarf es eines Pflichtdienstes?“

Livemitschnitt

Grundsätzlich waren sich alle Teilnehmer über die Sinnhaftigkeit eines Dienstes für die Gesellschaft einig. Bruchlinien entwickelten sich entlang der Freiwilligkeit auf der einen und Notwendigkeit für die Bundeswehr auf der anderen Seite:

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