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Expedition in die Sicherheitspolitik unter unternehmerischen Aspekten
"Berufstätige diskutieren in Alltagsgesprächen über Globalisierung, Arbeitsplatzsicherheit und eigene Karriereplanung. Sicherheitspolitische Einflüsse sind hautnah, aber in Ihrer Wirkung auf das Wirtschaftsleben und den Arbeitsalltag nicht immer unmittelbar und offensichtlich. Berufstätige Reservisten sind für uns als Mittler und Multiplikatoren eine wesentliche Zielgruppe in der Informationsarbeit von morgen. Wenn wir alltagslebensnah Wissensbedarf decken, erreichen wir auch Betroffenheit für Sicherheitspolitik und Streitkräfte", umschreibt der bayerische Beauftragte Sicherheitspolitik Kai Petersen die Zielvorgabe der Veranstaltung.
Vier Tage diskutierten 25 Mandatsträger des Reservistenverbandes aus ganz Deutschland beim elften Herbert-Döllner-Gedächtnis-Seminar in Weimar unter der Leitung von Kai Petersen, im Zivilberuf Geschäftsführer einer Personalberatung, Lösungswege für die sicherheitspolitische Arbeit vor Ort und informierten sich dazu bei Experten aus Wirtschaft, BMVg und Verbänden.
Wenn Streitkräfte unternehmerisch denken
Dr. Jürgen Kieschoweit, ausgebildeter Generalstabsoffizier und Sprecher der Geschäftsführung der BwFuhrparkService GmbH erläuterte das Mobilitätskonzept im Spannungsfeld zwischen sicherheitspolitischen Vorgaben und betriebswirtschaftlichem Erfolgsdruck. Im Mittelpunkt steht der Ausgleich von Kundenerwartungen und Bestands- und Fahrleistungsoptimierung von zivilen und Einsatzfahrzeugen für die Bundeswehr im Inland und Auslandseinsatz. Anhand von Managemententscheidungen erklärte er den Weg zum erfolgreichen Full-Service-Dienstleister.
"Ob eine Straße in Usbekistan oder Unterkunftsgebäude in Afghanistan, die deutsche Bauindustrie bemüht sich um Auftragserfüllung unter schwierigen Rahmenbedingungen. Ohne deutsche Streitkräfte vor Ort wäre das unternehmerische Risiko für zivile Mitarbeiter dabei unkalkulierbar. Die zivil-militärische Zusammenarbeit ist dabei ein Schlüssel um diesen Regionen eine Zukunft aufzubauen", bilanziert Ministerialrat und gelernter Architekt Klaus-Günter Lange seine persönlichen Erfahrungen Referatsleiter im Verteidigungsministerium.
Wenn Unternehmen sicherheitspolitisch denken
"Ob Naher Osten oder Asien, erfolgreiche Mittelstandsunternehmen sind international disloziert. Da müssen die Geschäftsleitung und in Auslandsniederlassungen entsendete Führungskräfte und Spezialisten  informiert sein über regionale Bedrohungsszenarien. Sicherheitspolitische Kenntnisse sind im Wortsinne überlebensnotwendig", begründet Oberstleutnant der Reserve Thomas Roth, Bereichsleiter der Fissler GmbH in Idar-Oberstein, das erstmals geplante unternehmensinterne Führungskräftetraining in Kooperation mit der Bundeswehr.
Rechtsanwalt Dr. Berthold Stoppelkamp, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V. in Berlin erklärt seine Verbands-Mission: "Ob zerfallende Staaten oder Cyberterrorismus. Sicherheitspolitische Analyse und Krisenmanagement ist eine Führungsaufgabe. Das Feature "Sicherheit" bei Produkten und Dienstleistungen entwickelt sich in vielen Branchen zum Alleinstellungsmerkmal, das sichert Umsatz und erhält Arbeitsplätze. Durch Kooperationen und Information schaffen wir für Mitgliedsunternehmen damit Wettbewerbsvorteile."                                                                                                    
Vier Trainer, im Hauptberuf als Manager in zivilen Unternehmen tätig, moderierten in Intensiv-Workshops konkrete Veranstaltungsmodelle, um Mandatsträger für die künftige Ansprache von Berufstätigen zu qualifizieren. Vom Carepaket lokaler Unternehmen für Soldaten im Einsatz, eine Kompetenz-Karte Sicherheitspolitik für Führungskräfte, einsatzbewährte Medienkompetenz für Kleinunternehmer bis zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz auf Basis von Methoden für Soldaten: Berufs- und Arbeitswelt bezogene Hilfestellungen und sicherheitspolitische Information lassen sich kombinieren. Die thematischen und organisatorischen Checklisten sollen Reservisten helfen, Initiativen und Kampagnen vor Ort zu starten und durchzuführen. Ein elektronisches Praxis-Handbuch Sicherheitspolitik für Mandatsträger wird dazu in Kürze veröffentlicht und über die Geschäftsstellen verfügbar sein.

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