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Spinnen-Gen verbessert Silikon-Implantate




Philip Zeplin ist plastischer Chirurg und Reservist. Beim Reservistenverband engagiert er sich im Arbeitskreis Sanitätsdienst (AK San). Als Wissenschaftler im Universitätsklinikum Leipzig hat er nun den Von-Langenbeck-Preis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie erhalten. Zeplin wurde für seine Arbeiten zum Einsatz von Spinnenseide in der Chirurgie ausgezeichnet.

Die Idee des Chirurgen: Zeplin nutzt ein Gen der Gartenkreuzspinne zur Herstellung von Seidenproteinen, mit denen er Silikon-Implantate beschichtet. "Silikon-Implantate werden häufig in der Chirurgie verwendet, und leider auch oft vom Körper abgestoßen. Mit Spinnenseide beschichtet sind sie aber verträglicher", sagt Zeplin.

Engagement als Reservist
Mit seinen 38 Jahren blickt er auf eine rege militär-medizinische Tätigkeit zurück. Bei der Bundeswehr absolvierte er eine zweijährige Reserveoffiziersausbildung. Heute ist Zeplin bei der Luftlandebrigade 26 in Saarlouis beordert. "Die Tätigkeit im Stabsdienst ist eine angenehme Abwechslung", sagt er. Der gebürtige Aachener war außerdem acht Jahre Kreisvorsitzender im Reservistenverband in Würzburg, bevor er in den Erweiterten Vorstand der AK San ging.

Spontane Hilfe beim Hochwasser
Wenn es drauf ankommt, steht Zeplin auch als Truppenarzt zur Verfügung: Als vergangenes Jahr das Hochwasser die Chemiestadt Bitterfeld bedrohte, ließ er sich von seinem Arbeitgeber freistellen, um als Arzt zu helfen. Was nützt ihm umgekehrt der militärische Hintergrund im zivilen Beruf als Chirurg? "Vor allem im Bereich Menschenführung und Organisation hat mir die Bundeswehr viel mitgegeben. Das ist für mich sehr nützlich", so Zeplin.

Militär-medizinisch vorbelastet
Die Laufbahn des heute in Leipzig arbeitenden Chirurgen war aus seiner Sicht nicht unerwartet. Zeplin: "Ich bin da quasi vorbelastet. Mein Vater ist Chirurg und Oberfeldarzt der Reserve. Die anderen Vorfahren gar hauptsächlich Berufssoldaten."


(dh)

Bild oben:
Oberfeldarzt der Reserve Philip Zeplin.
(Foto: Privat)

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