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Tag der Bundeswehr: Mehr als ein Kind und eine Waffe




Zahlreiche Medien haben in den zurückliegenden Tagen über den Tag der Bundeswehr berichtet – leider nur reduziert auf Bilder mit Kindern, die mit Handwaffen hantieren. Roderich Kiesewetter, Präsident des Reservistenverbandes, wirbt in einem Statement dafür, dass die Bundeswehr zu unserer Sicherheitsstruktur dazu gehört – und somit auch deren Waffen.

Kinder sind von Waffen fernzuhalten. Diese einfache Regel gilt es zu beachten, wenn man Kindern und jungen Erwachsenen die Arbeit von Militär und Sicherheitskräften näher bringen will. Warum dieser Grundsatz, der übrigens auch Vorschrift in der Bundeswehr ist, in diesem Fall offenbar missachtet wurde, können wir nicht nachvollziehen. Auch wir kennen nur diesen Bildausschnitt eines großen Tags der offenen Tür, bei dem die Bundeswehr der deutschen Bevölkerung an 16 Standorten ihre Arbeit erklärt hat. Dazu gehören eben auch Waffen, das sollte man grundsätzlich nicht verschweigen.

Dass die Berichterstattung den Tag der Bundeswehr nun auf diese Bilder reduziert, ist bitter und wird diesem Tag nicht gerecht. Im Alltag ist die Bundeswehr in Deutschland kaum mehr sichtbar, Uniformen gehören längst nicht mehr zum Bild unserer Städte, Einsätze finden in der Regel außerhalb unserer Lebensrealität statt. Deshalb braucht es Tage wie diesen, um die Aufgaben unserer Streitkräfte zu erklären, dazu sollte auch künftig die Vorstellung von Handwaffen und anderer Waffen gehören, um unsere Bevölkerung umfassend zu informieren. Denn schließlich stimmen letzten Endes auch ihre Besucher, Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, über die Einsätze der Parlamentsarmee ab. Und dass im Rahmen der Berichterstattung um diese Aufnahmen vom Tag Bundeswehr teils auch die Jugendoffiziere in die Kritik einbezogen werden, merken wir ebenfalls kritisch an. Jugendoffiziere gehen in Schulen, um jungen Erwachsenen sicherheitspolitische Zusammenhänge zu erklären, nicht um zu rekrutieren.

Welcher Lehrer kann die Komplexität des Einsatzes in Afghanistan erklären oder genau beschreiben, wie der sogenannte Islamische Staat (IS) im Nahen Osten soviel Macht erhalten konnte oder warum in Syrien eben nicht alles gut ist, wenn dieser IS verschwinden wird? Und was das alles eigentlich mit uns zu tun hat? Sicher nur Wenige. Deshalb brauchen wir Jugendoffiziere in Schulen, Tage der offenen Tür, aber eben auch enge Vorschriften, die die Arbeit in diesem sensiblen Umgang mit Kindern  reglementieren.

Roderich Kiesewetter / (red)

Bild oben: Der Tag der Bundeswehr am 11. Juni dieses Jahres
in Bonn zeigte: Die Bundeswehr ist mehr als nur
Waffenschau für Kinder (Foto: Sören Peters).

Archivbild unten: Roderich Kiesewetter ist Bundestagsabgeordneter
und Präsident des Reservistenverbandes (Foto: Nadja Klöpping).

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