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Taktikseminar vermittelt Wissen zu defensiven Operationen




Die Teilnehmer erlebten beim Taktikseminar ein spannendes Wochenende.

Foto: privat

taktik

Defensive Operationen standen im Mittelpunkt beim Taktik-Aufbauseminar Süd an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München. Rund 30 Reservisten aus dem gesamten Bundesgebiet waren dazu angereist. Geleitet wurde das Seminar von den Oberstleutnanten a.D. Manfred Bettendorf und Jürgen Baumer.

Nach einer kurzen Wiederholung der Inhalte aus dem Grundlagenseminar konnten die Seminarteilnehmer in Gruppenarbeiten den Führungsprozess mit Schwerpunkt Entscheidungsfindung am Beispiel einer Verteidigungslage anwenden. Als konkretes Beispiel wurde die Lage „Altraverdo“ zugrunde gelegt. Die Teilnehmer werteten den Auftrag aus, erkannten die Absicht der übergeordneten Führung und begründeten anschließend die von ihnen getroffene Entscheidung.

Mit der Beurteilung der Einflussfaktoren und Abwägen der Handlungsmöglichkeiten bis hin zum Entschluss des Kommandeurs beschäftigten sich die Reservistinnen und Reservisten im Laufe des zweiten Seminartages. Dabei standen die Aktivitäten der Kursteilnehmer im Vordergrund. In kleinen Vorträgen stellten sie ihre Ideen dem Plenum zur Diskussion. Durch das folgende Feedback konnten alle Teilnehmer sehr viel lernen.

Am letzten Tag standen die Erarbeitung und Formulierung des Bataillonsbefehls im Fokus. Dieser Befehl und der Operationsplan wurden im dialogischen Prinzip mit den Taktiklehrern erarbeitet und besprochen. Neben der Theorie und der praktischen Arbeit an der Karte wurde zur Veranschaulichung ein Videofilm von einer Lehrübung mit dem Aspekt „Zusammenwirken von verschiedenen Truppengattungen, Gefecht der verbundenen Waffen“ gezeigt. Letztere vermittelte den Teilnehmern einen Eindruck über die Wirkung der im Lehrgang theoretisch verplanten Waffensysteme in der Realität.

Die Ausbildung des „Arbeitskreises Taktik“ kann als Hochwertausbildung angesehen werden. Die Dozierenden, die von Ines Aschbauer, Organisationsleiterin aus Murnau, unterstützt wurden, halfen tatkräftig, die drei Tage wirklich gelingen zu lassen. Dabei unterstützten Oberstleutnant Bettendorf und Baumer die Gruppenarbeiten mit ihrem Fachwissen und wiesen auf taktische Unklarheiten hin. Sie halfen sehr, den Lernprozess der Teilnehmer zu unterstützen und kritisch zu hinterfragen.

Neben dem Lernen und der Wissensvermittlung fanden auch informelle Gespräche statt. Besonders der Kameradschaftsabend half den Teilnehmern, neue Kontakte zu knüpfen. Soziale Aktivitäten sind immer Bestandteil der Schulungen. Somit steigt auch die Vorfreude auf das nächste Zusammentreffen. Beim folgenden Aufbauseminar im September geht es dann um offensive taktische Aktivitäten. Das Seminar wurde von einem Vertreter des Kompetenzzentrums evaluiert, der das Seminar das gesamte Wochenende begleitete.

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