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Reservisten absolvieren Vielseitigkeitsprüfung




Ein Teil der deutschen Teilnehmer beim zweitägigen Wettkampf in den Niederlanden.

Foto: privat

wettkampf

Beim Twee-daagse Militaire Prestatie Tocht (TMPT) in den Niederlanden geht es nur um eins: In der vorgegebenen Zeit ins Ziel kommen. 24 deutsche Teilnehmer haben sich der Herausforderung gestellt und nach der 71. Auflage des Wettkampfes waren alle Teilnehmer froh: Es war nicht so heiß wie 2018.

Die deutschen Teilnehmer, aktive Soldaten und Reservisten, mussten sich zwei Tage einer herausfordernden Vielseitigkeitsprüfung der niederländischen Reserveoffiziervereinigung KVNRO stellen. Hervorragend organisiert versteht sich die Veranstaltung ausdrücklich nicht als Wettkampf im klassischen Sinn: Es gibt keine Platzierungen, allein das Durchkommen ist entscheidend. Man kämpft nicht gegeneinander, sondern unterstützt sich auch während der Veranstaltung.

24 Deutsche stellten sich den Aufgaben. Es gab aber auch, wie jedes Jahr, international gemischte Teams, so zum Beispiel ein deutscher Offizier gemeinsam mit einer dänischen Kameradin oder ein Stabsoffizier des 1. Deutsch-Niederländischen Korps mit einem französischen Kameraden. Am Start waren Soldaten aus der Türkei, Dänemark, Spanien, Frankreich, Belgien, Norwegen, Schweden, Estland und sogar Singapur. Auffallend war die hohe Anzahl niederländischer Soldatinnen, was der Veranstalter zum Abschluss hervorhob.

Die Disziplinen im Überblick

Die Leistungsanforderungen sind minimal unterschiedlich, da zwischen Senioren und Veteranen (mehr als 45 Jahre alt) unterschieden wird. Bis zu 130 Kilometer Fahrradmarsch innerhalb der zwei Tage mit Orientierungsübungen, 20 oder 25 Kilometer Leistungsmarsch, 15 Kilometer Orientierungslauf, zwei Mal 3.000-Meter Eilmarsch und diverse Leistungsprüfungen wie die  Hindernisbahn (mit 16-Kilo-Kiste) und die Seilhindernisbahn sowie Schießen (200 Meter Langwaffe oder 25 Meter Pistole), Handgranatenzielwurf, Kanu-Fahren mit Orientieren und Entfernungsschätzen runden das Gesamtpaket ab. Alle Leistungen müssen zu zweit im Team erbracht werden und beinhalten auch unterschiedliche Bestrafungen bei nicht Erreichen der Punkte oder Zeiten. Von der Zeitstrafe von 15 Minuten bis zu 45 Minuten und dem Bonuslauf, von dem man nicht mehr als zwei haben darf. Innerhalb von zehn Stunden, inkl. der Zeitstrafen, muss man jeweils im Ziel sein.

Aber auch in diesem Jahr war die Quote der Teams, die nicht bestanden haben, relativ hoch, jedoch im normalen Bereich. Von 313 gestarteten Teams haben es 194 geschafft. 62 Prozent der Teilnehmer dürfen ab sofort den Orden tragen oder auch die Wiederholungszahl auf dem Orden verändern (für diesen Orden erhält man vom BMVg eine Trageerlaubnis). Die Quote aller Teilnehmer spiegelt sich auch bei den deutschen Teilnehmern wieder.

Mehrfache Auszeichnungen

Besonders hervorzuheben sind die deutschen Teilnehmer mit hohen mehrfachen Auszeichnungen/Teilnahmen, wie Oberleutnant z.S. Ralf Glenewinkel mit 29 Teilnahmen (Rekordhalter), Oberst d.R. Martin Hammer (18) und Oberstleutnant d.R. F. Kelka (16).

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