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„Tod und Verwundung sind Begleiter unserer Einsätze“




Bewegende Worte des Bundesverteidigungsministers in Ingolstadt während der Trauerfeier für die in Afghanistan gefallenen Soldaten. Wieder einmal, nach nur wenigen Tagen, verneigten sich Kanzlerin Angela Merkel und Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg vor den Särgen von diesmal vier Soldaten.

Am Samstag auch dabei: Vizekanzler und Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Zu Guttenberg sagte: "Es ist deutlich geworden, was wir vielleicht zu lange nicht wahr haben wollten. Tod und Verwundung sind Begleiter unserer Einsätze geworden." Unmissverständlich klar fügte er hinzu: "Und sie werden es auch in den nächsten Jahren sein, wohl nicht nur in Afghanistan."

Die Gefallenen
Zu Guttenberg würdigte die vier gefallenen Soldaten in Gegenwart von über 1.000 Trauergästen. Es sind: Oberstabsarzt Dr. Thomas Clement Broer (33) aus dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Major Jörn Radloff (38) von der Unteroffizierschule des Heeres in Weiden, Hauptfeldwebel Marius Josef Dubnicki (32) vom Gebirgspionierbataillon 8 aus Ingolstadt und Stabsunteroffizier Josef Otto Kronawitter (24) ebenfalls vom Gebirgspionierbataillon 8 aus Ingolstadt.

"In Afghanistan wird für unser Land gekämpft und gestorben"
Der Minister ging auch auf die Sinnfrage des Einsatzes und des Dienstes in der Bundeswehr ein. Er sagte: "Die Frage nach dem Sinn bleibt zurück. Die Antwort hat auch mit uns selbst zu tun – einer Gesellschaft, in der auch bequemes Beiseitestehen verbreitet ist." Viele hielten inzwischen Worte wie Dienen, Dienst oder Tapferkeit für überkommene und altmodische Begriffe. Auch wenn es viele nicht hören wollten, sagte er: "In Afghanistan wird für unser Land, für dessen Menschen, also für jeden von uns, gekämpft und gestorben."

Tote in Heimatorte gebracht
Nach der Trauerfeier wurden die Särge der Toten in ihre Heimatorte übergeführt. Soldaten des Wachbataillons trugen die Särge aus dem Ingolstädter Münster an trauernden Kameraden und der Bevölkerung vorbei. Unter den Gefallenen ist kein Reservist. Am 15. April waren bei dem Gefecht im Raum Baghlan – neben den vier Getöteten – auch fünf weitere Soldaten verletzt worden. Sie werden derzeit im Koblenzer Bundeswehrzentralkrankenhaus behandelt.


 

Detlef Struckhof

Bild oben/unten: Die Särge werden aus dem
Ingolstädter Münster getragen (Foto: Dana Kazda, Bundeswehr)

Bild Mitte: Vor einem Sarg verneigen sich Verteidigungsminister
zu Guttenberg (links), Außenminister Westerwelle (Mitte) und
Kanzlerin Merkel (rechts) (Foto: Dana Kazda, Bundeswehr)

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