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Die SAR-Besatzung des "Sea King" 89+51 des Marinefliegergeschwaders 5 zeigt in einer Übung das Zusammenwirken mit dem Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" bei der Rettung von Schiffbrüchigen und verletzten Personen. Im Hintergrund: das Museumsfeuerschiff "Borkumriff IV".

Foto: Alfred Claußen

In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Borkum müssen an der Ausbildungsstation „Retten und Bergen“ Verletzte aus einem Gebäude gerettet und erstversorgt werden.

Foto: Alfred Claußen

Unter fachkundiger Anleitung seilen sich Reservisten von einem Gebäude ab.

Foto: Alfred Claußen

Auf der LETRA-Bahn: Hier soll ohne direkte Bodenberührung, mit Hilfe von Kisten, ein bestimmter Geländeabschnitt schnell überwunden werden.

Foto: Alfred Claußen

Ihre Kenntnisse in der Wach- und Sanitätsausbildung haben Reservisten auf der Nordseeinsel Borkum aufgefrischt. Daneben standen zahlreiche weitere Übungen wie etwa das Abseilen von Gebäuden oder der Deich- und Küstenschutz auf dem Programm. Veranstalter war das Landeskommando Niedersachsen (LKdo NI). Organisiert wurde diese „Leuchtturmveranstaltung“ von Oberstabsfeldwebel d.R. Hermann Minjets, Organisationsleiter des Reservisten, und seinem Team aus der Kreisgruppe Ostfriesland. Neben den zahlreichen Teilnehmern aus Niedersachsen waren sogar einige Kameraden aus Nordrhein-Westfalen und Bayern auf die westlichste deutsche Nordseeinsel angereist.

Nach Ankunft und Bezug der Stuben in der Jugendherberge „Am Wattenmeer“ ging es gleich los mit einem militärischen Leistungsmarsch mit 15 Kilogramm Gepäck im Rucksack sowie mit einer Sanitätsausbildung. Am Samstag folgte die Stationsausbildung. An der Station „Deich- und Küstenschutz“ waren kleinere Pionierarbeiten am „Ausbildungsdeich“ durchzuführen. Einige Überraschungen gab es bei der Wachausbildung für die Teilnehmer, als vorbereitete Rollenspieler während der Personen- und Fahrzeugkontrolle an dem nachgebildeten Kasernentor für Zwischenfälle sorgten.

Stationsausbildung fordert die Reservisten

In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Borkum mussten an der Station „Retten und Bergen“ Verletzte aus einem Gebäude gerettet und erstversorgt werden. In dem fiktiven Übungsszenario mussten die Helfer im dunklen Kellerbereich schweres Atemschutzgerät (Feuerwehr) bzw. die ABC-Schutzmaske (Reservisten) tragen. Die beiden eingesetzten Rettungssanitäter der DRK-Bereitschaft Sande zeigten sich durchweg sehr zufrieden, als sie die vorgenommenen Erste-Hilfe-Maßnahmen der Übungsteilnehmer bewerteten. An der Station „Abseilen von einem Gebäude“ mussten sich die Reservisten unter fachkundiger Leitung von der Infrastruktur der ehemaligen Schießanlage abseilen. Im Hafenbecken war mit einem Pionier-Schlauchboot eine definierte Strecke schnellstmöglich zurückzulegen. Angehörige der Kreisgruppe Wilhelmshaven des Reservistenverbandes hatten gleich nebenan eine LETRA-Bahn aufgebaut. Die LETRA (Lehr- und Trainingsanlage) ist eine Form der Hindernisbahn, die nur im Gruppenrahmen, unter bestimmten Vorgaben, mit klar definiertem Hilfsmittel zu überwinden ist. Hier galt es, sich ohne direkte Bodenberührung, mit Hilfe von Kisten einen bestimmten Geländeabschnitt schnell zu überwinden.

Beim Besuch des Museumsfeuerschiffes „Borkumriff IV“ erfuhren die Teilnehmer einige wichtige Fakten über das Schiff und dem Nationalpark Wattenmeer. Das Feuerschiff zeigte mit ihrem Leuchtfeuer von 1956 bis 1988 etwa 30 Kilometer nordwestlich von Borkum den Schiffen den sicheren Schifffahrtsweg an. Die heute im Borkumer Schutzhafen liegende fahrtüchtige „Borkumriff IV“ wurde als letztes bemanntes deutsches Feuerschiff im Jahr 1988 außer Dienst gestellt. Heute dient es als technisches Kulturdenkmal und als Informationsstätte für den Nationalpark Wattenmeer.

Vorführung in der Seenotrettung

Ein besonderes Highlight des Tages war eine Seenotrettungsvorführung mit dem Seenotrettungskreuzer „Alfried Krupp“ und einem SAR-Hubschrauber „Sea King“. Die 1988 in Bremen-Vegesack gebaute „Alfried Krupp“ ist ein Seenotkreuzer der 27,5-Meter-Klasse der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und ist mit ihrem Tochterboot auf Borkum stationiert. Das Marinefliegergeschwader 5 in Nordholz hat derzeit einen Helikopter Westland Mk.41 „SeaKing“ im Rahmen ihres SAR-Dienstes (Such- und Rettungsdienst) auf dem Außenlandeplatz Borkum stationiert. Gezeigt wurde von der Hubschrauberbesatzung das Bergen von einigen Schiffbrüchigen aus dem Wasser mittels Winsch (Seilwinde), sowie das Bergen von verletzten Personen von dem Schiffsdeck des Seenotrettungskreuzers.

Als am Sonntag die Ausbildungsteilnehmer wieder das Fährschiff zur Rückreise auf das Festland betraten, waren sich sicher alle einig, dass – trotz der aufwendigen Anreise – sich die Teilnahme gelohnt hat und das vorhandene Grundwissen nachhaltig gefestigt sowie die Kameradschaft vertieft wurde.

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