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Über Reichsbürger, Rassismus und Neue Rechte




Stephan J. Kramer (links) und Helmut Buttlar, Vorsitzender der Kreisgruppe

Stephan J. Kramer bei seinem Vortrag in Söhrewald- Wattenbach

Einer guten Tradition folgend veranstaltete die Kreisgruppe Kurhessen auch 2018 wieder einen sicherheitspolitischen Jahresabschluss, zu dem namhafte Referenten um einen Vortrag gebeten werden. Bereits zum 2. Mal ist bei einer Veranstaltung der Kreisgruppe Kurhessen Stephan J. Kramer aufgetreten. Der Präsident des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz und Fregattenkapitän d.R. referierte im nordhessischen Söhrewald-Wattenbach über Reichsbürger und Rassismus. Auf ca. 10.000 Personen wird die Reichsbürgerbewegung in Deutschland geschätzt – Tendenz steigend. Diese Personen stellen die Bundesrepublik Deutschland, ihre Gesetze und Institutionen in Frage, verweigern sich somit z.B. der Zahlung von Steuern und Gebühren und geraten schon hierbei mit dem Gesetzt in Konflikt – vom illegalen Waffenbesitz ganz zu schweigen. Die Bedrohungslage sei mittlerweile eine andere, nachdem es im Oktober 206 bei einer Razzia zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen ist, bei der ein Polizist von einem selbst ernannten Reichsbürger erschossen worden ist. Diese Personen agieren mit selbst entworfenen Fantasie-Ausweisen und –Pässen und geben ihrem Wohnsitz und dem von ihnen vermeintlich selbst geschaffenen Gemeinwesen klangvolle Namen. Sie wollen zudem mit ihrem Verhalten und ihrer Zuschaustellung alles ablehnen, was die Bundesrepublik Deutschland seit sieben Jahrzehnten ausmacht. Denn für sie existiert das Deutsche Reich in seinen Grenzen von 1937 fort.

Über seinen Vortrag entspann sich unter den rund 30 Teilnehmern eine lebhafte Diskussion um die Themen Rassismus, Populismus, Antisemitismus, Neue Rechte sowie Bürgerproteste in der bundesrepublikanischen Gesellschaft.

Am Nachmittag referierte dann Andreas Petry, Oberstleutnant d.R. und einer der Stellvertreter des Kreisvorsitzenden Helmut Buttlar (Kreisgruppe Kurhessen) über den Bombenkrieg in Deutschland am Beispiel der Bombardierungen Kassels in den Jahren 1940 bis 1945. Dabei fokussierte er sich auf den 3. Oktober 1943, bei dem bei einem Angriff durch alliierte Bomber zahlreiche Jugendliche (Flakhelfer und ihre Vorgesetzten) in Sandershausen (östlich von Kassel) ums Leben gekommen sind. Der Vortrag stand im Gedenken an die schweren Angriffe im Kriegsjahr 1943, bei der am 22./23. Oktober der größte Teil der historischen Altstadt Kassels in Flammen aufging und geschätzte 10.000 Opfer zu beklagen waren. Er war gleichzeitig auch ein Plädoyer dafür, alles zu unternehmen, dass sich derartige Ereignisse nicht wiederholen.

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