DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu

Unbürokratische Hilfe für traumatisierte Soldaten




Das Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetz steht für den kommenden Freitag auf der Tagesordnung des Bundestages. Eine Mehrheit gilt als sicher. Rainer Erdel, Vizepräsident des Reservistenverbandes für Betreuung und zuständig für PTBS, setzt sich für eine unbürokratische Umsetzung ein.

"Die Anhörung zum Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetz hat sowohl strukturelle Defizite bei der Bearbeitung als auch der Betreuung von seelisch und körperlich verwundeten Soldatinnen und Soldaten aufgezeigt", sagt der Bundestagsabgeordnete Erdel. Lange Bearbeitungszeiten, undurchsichtige Arbeitsabläufe zwischen zivilen Versorgungsämtern und militärischen Betreuungseinrichtungen sowie ein intransparenter, häufig nicht nachvollziehbarer Prozess bei der Feststellung der Wehrdienstbeschädigung zermürbten die betroffenen Soldaten und Reservisten.

Zentrale Dienststelle für alle Betroffenen
Der Oberst der Reserve fordert Verteidigungsminister Thomas de Maizière in einem persönlichen Brief auf, im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr eine zentrale Dienststelle zu schaffen, die sich mit der Bearbeitung solcher Fälle beschäftigt. Sein Vorschlag: "Als zentrale Anlaufstelle könnte die Dienststelle um den bereits bestehenden Arbeitsstab von Brigadegeneral Christof Munzlinger herum geschaffen werden. Sie sollte sich um Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit, freiwillig Wehrdienstleistende sowie Reservisten gleichermaßen kümmern." Munzlinger ist PTBS-Beauftragter im Bundesministerium für Verteidigung.

Wichtig ist Erdel, dass die Wege für die Antragssteller verkürzt, die Sachkompetenz innerhalb der Verwaltung gebündelt und die Anträge der im Einsatz verwundeten Soldatinnen und Soldaten, unabhängig von Rang und Status, zukünftig in einer Dienststelle bearbeitet werden.

Einem Bericht von Welt online zufolge, haben sich in diesem Jahr bis Ende September 715 Männer und Frauen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen in den Einrichtungen der Bundeswehr behandeln lassen, hinzu kommt eine Dunkelziffer von schätzungsweise 50 Prozent. Im vergangenen Jahr wurde – wie berichtet – im Bundeswehrkrankenhaus Berlin eigens das Psychotraumazentrum eingerichtet. Auch Erdel selbst engagiert sich mit Prof. Horst Schuh in der Arbeitsgruppe PTBS des Reservistenverbandes.

Sören Peters

Bild oben:
Rainer Erdel MdB ist Vizepräsident
für Betreuung und PTBS.
(Foto: Sauer)

Bild Mitte:
Generalmajor Christof Munzlinger,
PTBS-Beauftragter im Ministerium.
(Foto: Peters)

Verwandte Artikel
Gesellschaft

Welche Arbeitgeber werden Partner der Reserve 2023?

Seit 2016 vergeben das Verteidigungsministerium der Verteidigung und der Reservistenverband jährlich gemeinsam öffentlichkeitswirksam die Auszeichnung „Partner der Reserve“. Der Preis...

02.12.2022 Von Redaktion
Allgemein

Bundeswehr und Reserve - Newsblog KW 48

Was berichten die Medien in dieser Woche über die Bundeswehr und ihre Reserve? Welche Themen stehen auf der sicherheitspolitischen Agenda?...

02.12.2022 Von Sören Peters
Gesellschaft

Kreativer Adventskalender: Jeden Tag ein Gruß an unsere Soldaten

Gemeinsam durch den Advent grüßen – unter diesem Motto steht der Online-Adventskalender der Initiative „Solidarität mit unseren Soldaten und ihren...

01.12.2022 Von Sören Peters