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Unbürokratische Hilfe für traumatisierte Soldaten




Das Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetz steht für den kommenden Freitag auf der Tagesordnung des Bundestages. Eine Mehrheit gilt als sicher. Rainer Erdel, Vizepräsident des Reservistenverbandes für Betreuung und zuständig für PTBS, setzt sich für eine unbürokratische Umsetzung ein.

"Die Anhörung zum Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetz hat sowohl strukturelle Defizite bei der Bearbeitung als auch der Betreuung von seelisch und körperlich verwundeten Soldatinnen und Soldaten aufgezeigt", sagt der Bundestagsabgeordnete Erdel. Lange Bearbeitungszeiten, undurchsichtige Arbeitsabläufe zwischen zivilen Versorgungsämtern und militärischen Betreuungseinrichtungen sowie ein intransparenter, häufig nicht nachvollziehbarer Prozess bei der Feststellung der Wehrdienstbeschädigung zermürbten die betroffenen Soldaten und Reservisten.

Zentrale Dienststelle für alle Betroffenen
Der Oberst der Reserve fordert Verteidigungsminister Thomas de Maizière in einem persönlichen Brief auf, im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr eine zentrale Dienststelle zu schaffen, die sich mit der Bearbeitung solcher Fälle beschäftigt. Sein Vorschlag: "Als zentrale Anlaufstelle könnte die Dienststelle um den bereits bestehenden Arbeitsstab von Brigadegeneral Christof Munzlinger herum geschaffen werden. Sie sollte sich um Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit, freiwillig Wehrdienstleistende sowie Reservisten gleichermaßen kümmern." Munzlinger ist PTBS-Beauftragter im Bundesministerium für Verteidigung.

Wichtig ist Erdel, dass die Wege für die Antragssteller verkürzt, die Sachkompetenz innerhalb der Verwaltung gebündelt und die Anträge der im Einsatz verwundeten Soldatinnen und Soldaten, unabhängig von Rang und Status, zukünftig in einer Dienststelle bearbeitet werden.

Einem Bericht von Welt online zufolge, haben sich in diesem Jahr bis Ende September 715 Männer und Frauen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen in den Einrichtungen der Bundeswehr behandeln lassen, hinzu kommt eine Dunkelziffer von schätzungsweise 50 Prozent. Im vergangenen Jahr wurde – wie berichtet – im Bundeswehrkrankenhaus Berlin eigens das Psychotraumazentrum eingerichtet. Auch Erdel selbst engagiert sich mit Prof. Horst Schuh in der Arbeitsgruppe PTBS des Reservistenverbandes.

Sören Peters

Bild oben:
Rainer Erdel MdB ist Vizepräsident
für Betreuung und PTBS.
(Foto: Sauer)

Bild Mitte:
Generalmajor Christof Munzlinger,
PTBS-Beauftragter im Ministerium.
(Foto: Peters)

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