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Unterstützung für aktive Truppe: Reservisten prüfen MG-Munition




"Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen": Für die Überprüfung von MG-Munition sucht das Landeskommando Baden-Württemberg motivierte Reservisten. In Form einer Wehrübung sollen sie die aktive Truppe entlasten und einsatzfähige von korrodierter Munition trennen. "Eine ‚Aschenputtel-Aufgabe‘ ist das aber nicht“, betont der Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten (StOffzResAngel).

"Es gibt immer wieder Reservisten, die üben wollen. Doch das lässt sich nicht immer realisieren", sagt Oberstleutnant Ludwig Simmel. Er vertritt urlaubsbedingt den etatmäßigen StOffzResAngel im Landeskommando Baden-Württemberg. "Für das Sortieren der Munition werden sonst Soldaten aus den aktiven Truppenteilen abgestellt", erklärt Simmel.  "Durch ihre Leistung würden die Reservisten diese Einheiten entlasten."

Konkret überprüfen die Freiwilligen in einer Wehrübung Munitionsbestände des Typs 7,62 x 51 Millimeter. Mindestdauer des Einsatzes sind zehn Arbeitstage. "Das ist auch notwendig. Die Einweisung nimmt schon einen Tag in Anspruch, da wäre eine Kurzwehrübung von drei oder vier Tagen wenig praktikabel", sagt Simmel. Einsatzorte sind die Munitionsdepots Altheim (Standort Walldürn), Wermutshausen (Standort Niederstetten), Heuberg (Standort Stetten) und Lagerlechfeld. Der Landesvorstand Baden-Württemberg unterstützt und fördert die Suche nach wehrübungsfreudigen Reservisten.

Meldung ab sofort an die zuständige Geschäftsstelle
Interessierte können sich ab sofort mit dem Formblatt BesAnResArb Anl A5/1 (Nr. 315) über ihre zuständige Geschäftsstelle anmelden. Bewerber sollten die Voraussetzungen für die Ableistung einer Wehrübung erfüllen (wehrdienstverwendungsfähig, Mannschaften nicht älter als 32 Jahre, Unteroffiziere/Offiziere nicht älter als 60 Jahre). Eine Durchführung in DVag oder auf Einladung ist nicht möglich. Für die Tätigkeiten erfolgen eine eingehende Einweisung und aktenkundige Belehrung durch hauptamtliches Fachpersonal.

Spezielle Qualifikationen in der Munitionskunde (Sachkunde Mun, Fachkunde Mun) wären von Vorteil, sind aber keine Voraussetzung. Hinsichtlich der Truppengattung, des Organisationsbereichs, Dienstgrad oder Kreisgruppenzugehörigkeit gibt es keine Beschränkung. Der mögliche Wehrübungszeitraum richtet sich nach der Verfügbarkeit des Reservisten und dem Bedarf der Truppe. Interessierte werden daher gebeten, bei einer Bewerbung den möglichen Zeitraum anzugeben, in dem sie verfügbar wären. Die weitere Abstimmung erfolgt durch die zuständige Geschäftsstelle.

Zwölf interessierte Reservisten haben sich bereits gemeldet. Derweil klärt das Landeskommando Baden-Württemberg die Formalitäten. "Mitte September sollte es dann losgehen", schätzt Simmel und stellt klar: "Zwar hört sich das Sortieren von Munition nach stupider Arbeit an, aber es geht nicht darum, motivierte Reservisten für niedere Aufträge zu missbrauchen, sondern um eine sinnvolle Unterstützung für die aktive Truppe und vor allem für die Kameraden im Einsatz."

Link zur Landesgruppe Baden-Württemberg

Sören Peters

Bild oben:
Ein Soldat im Einsatz mit MG3.
(Foto: Bundeswehr/Thelen via flickr.com)

Bild unten:
Munition des Typs 7,62 x 51 Millimeter,
wie sie für das MG3 benötigt wird.
(Foto: The Epopt via wikimedia commons, gemeinfrei)

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