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Verband und Bundeswehr begehen Neuland




Die Plattform Cyber Community der Bundeswehr nimmt Form an. Tobias Zech, Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes, und Generalmajor Jürgen Setzer unterschrieben im Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) eine gemeinsame Geschäftsordnung. Diese beschreibt die Regeln und Verantwortlichkeiten, auf deren Grundlage die Mitglieder der Cyber Community der Bundeswehr zusammenarbeiten. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kommando CIR ist einmalig in der Geschichte des Reservistenverbandes und der Bundeswehr.

"Es ist ein Novum, dass eine Geschäftsordnung eines militärischen Organisationsbereiches sowohl für militärische als auch zivile Teilnehmer gilt", sagt Tobias Zech, Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes und fügt hinzu: "Wir haben hier eine große Chance, etwas zu bewegen und nehmen die Verantwortung gern an."

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. und das KdoCIR gehen mit der Plattform Cyber Community der Bundeswehr (PCCBw) gemeinsam einen neuen Weg, um das Potential der Cyber-Community noch besser nutzen zu können. Diese Plattform ist eine von mehreren Aktivitäten zur Umsetzung des Konzeptes für die personelle Unterstützung der Cyber-Community der Bundeswehr.

Mit der Auswahl der Plattform des CIHBw nutzt die Cyber Community der Bundeswehr ein bereits in die Nutzung überführtes IT-System innerhalb der Bundeswehr. Dies ermöglichte erst eine schnelle Etablierung in einem gesonderten Bereich auf dieser Plattform, genannt PCCBw (Plattform Cyber Community Bundeswehr). Dieser gesonderte Bereich umfasst derzeit sechs geschlossene Arbeitskreise, welche jeweils paritätisch durch Angehörige der Bundeswehr und des Reservistenverbandes besetzt sind und deren Arbeiten in Form eines Steckbriefes definiert wurden.

„Einmal auf der Plattform des CIHBw angemeldet, kann dann jeder Interessierte (Ungedienter wie auch Reservist oder Aktiver der Bw) sich über die Arbeitskreise informieren und diesen beitreten. In Eigeninitiative dann kann man sich dort sowohl informieren, als auch aktiv im Rahmen der Steckbriefe mitarbeiten. Mittels der Plattform ist dies jederzeit und von allen Orten möglich, was einer modernen und freiwilligen Reservistenarbeit entspricht und somit Modellcharakter besitzt. Ferner ist die Einführung einer App geplant, um noch einfacher und gewohnter die Informationen hierüber auszutauschen", sagt Mario Hempel, Beauftragter Cyber des Reservistenverbandes.

Ziel ist eine hoch qualifizierte und schlagkräftige Cyber-Reserve
Absicht ist es, gezielt eine hoch qualifizierte und schlagkräftige Cyber-Reserve zur bedarfsorientierten Unterstützung des aktiven Cyber-Personals der Bundeswehr sukzessive aufzubauen und für das Aufgabenfeld Cyber- und Informationsraum geeignete und interessierte Reservistinnen und Reservisten zu gewinnen. Nur so kann benötigte Fachexpertise in einem hoch innovativen und sich ständig weiterentwickelnden Bereich aktuell gehalten werden und die Effektivität der Bundeswehr im Cyber- und Informationsraum verbessert werden. Zudem soll die Cyber-Reserve gemeinsame Übungen von Cyber-Spezialisten aus Behörden, Gesellschaft und Wirtschaft zur Cyber-Verteidigung ermöglichen und einen Wissenstransfer fördern.

"Wir sind einen entscheidenden Schritt vorangekommen, um auf der Plattform aktiv arbeiten zu können", sagt Generalmajor Jürgen Setzer. Der stellvertretende Inspekteur des Kdo CIR ist dankbar für die Expertise und das Know-How, das die Reservisten nun in sechs Arbeitskreisen auf der Plattform Cyber Community der Bundeswehr einbringen können. "Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber auch liefern", meint General Setzer. Dem stimmt Tobias Zech zu. Aus seiner Sicht kann die enge Zusammenarbeit zwischen Reservistenverband und Bundeswehr Schule machen.


Dies sind die sechs Arbeitskreise
AK Admin: Prägt die PCCBw auf Anforderung der Arbeitskreise so aus, dass diese ihre Arbeit bestmöglich erfüllen können. Verwaltet Nutzerrechte und strukturiert die Plattform durch ein Rollen- und Berechtigungskonzept, einen PCCBwspezifischer Verhaltenskodex, ein Nutzungskonzept, sowie ein Manual zur Nutzung der PCCBw.

AK CIR-Recht: Diskutiert und bearbeitet rechtliche Fragestellungen im Handlungsfeld Cyber- und Informationsraum, die im täglichen Arbeitsalltag des Kdo CIR aufkommen.

AK Marketing: Macht die CCBw und die PCCBw geeigneten Zielgruppen und der breiten Öffentlichkeit bekannt. Unterstützt die Gewinnung von Interessenten. Fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Arbeitskreisen.

AK Planübung: Vermittelt die Fähigkeiten des Kdo CIR zur Operationsführung und -unterstützung in der Domäne CIR durch Erarbeiten und Bereitstellen von Planübungen für (angehende Offiziere und Stabsoffiziere aktiv der Reserve aller Bereiche). Unter anderem ist die Erarbeitung eines Moduls an der Führungsakademie der Bundeswehr zum Thema Planübung in Arbeit.

AK Personal und Ausbildung: Identifiziert und qualifiziert Kräfte Res für den Organisationsbereich CIR. Unterstützt gleichzeitig die Cyber-Reservisten im Organisationsbereich CIR. Schwerpunkte dabei sind die Ermittlung des Bedarfs, das Erstellen von Fähigkeits- und Ausbildungsprofilen sowie die Erweiterung der Community anhand der ermittelten Bedarfe.

AK Informationssicherheit: Nimmt sich allen Fragen der Bundeswehr zu den Themen Datenschutz und IT-Sicherheit an, um für hierunter fallende Anforderungen und Probleme zu erarbeiten.

Kontakt zum Verband: cyber@reservistenverband.de


Benjamin Vorhölter

Bild oben (v.l.n.r.):
Mario Hempel, Beauftragter Cyber des Reservistenverbandes,
Generalmajor Jürgen Setzer, Stellvertreter des Inspektekteurs KdoCIR,
Tobias Zech, Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes
und Oberst Bernd Schneider. (Foto: Benjamin Vorhölter)

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