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Volkstrauertag: Prinz Charles spricht bei zentraler Gedenkstunde




Ein letzter Gruß auf dem Soldatenfriedhof in Eger (Tschechien). Vielen Verbandsgliederungen unterstützen den Volksbund bei der Erinnerungsarbeit.

Foto: Volksbund/Uwe Zucchi

volksbundVolkstrauertag

Seine Königliche Hoheit, der Prinz von Wales, hält am Volkstrauertag die Gedenkrede im Deutschen Bundestag. Er wird am kommenden Sonntag, 15. November, gemeinsam mit der Herzogin von Cornwall nach Berlin reisen. Die Veranstaltung wird vom Volksbund in den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages organisiert. Von 13.30 Uhr an übertragen das ZDF und Phoenix die Veranstaltung live aus dem Plenarsaal.

Jedes Jahr legt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den inhaltlichen Fokus in der Planung der Gedenkstunde im Plenarsaal auf bestimmte historische Gedenktage und Themen. 2020, 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, sind es die deutsch-britischen Beziehungen, die sich von der Feindschaft in beiden Weltkriegen zu Freundschaft und Zusammenarbeit entwickelt haben. Es ist das erste Mal, dass ein Mitglied der Königlichen Familie an der zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in der Bundesrepublik teilnimmt.

Gemeinsame Verpflichtung zur Versöhnung

Robbie Bulloch, Geschäftsträger der Britischen Botschaft in Berlin, sagte dazu: „Vor 75 Jahren begannen Deutschland und das Vereinigte Königreich nach dem Trauma des Zweiten Weltkrieges mit dem Wiederaufbau unserer bilateralen Beziehungen. Unsere heutige Freundschaft beruht auf einer viel weiter zurückreichenden gemeinsamen Geschichte, auf einer gemeinsamen Haltung zu aktuellen Herausforderungen sowie unserer gemeinsamen Verpflichtung zur Versöhnung.

Die Generalsekretärin des Volksbundes, Daniela Schily, erklärte: „Dieses Jahr ist für uns alle herausfordernd. Dass Prinz Charles sich dennoch bereitgefunden hat, in diesem Jahr zum Volkstrauertag zu sprechen, ist ein besonderes Zeichen der auf die Zukunft gerichteten Versöhnung zwischen unseren Völkern. Die Briten sind 1945 als Sieger gekommen, aber als Freunde geblieben.“

Tatsächlich hat der Prinz von Wales enge persönliche Beziehungen zu Deutschland, auch durch sein Elternhaus. Mehr als 30 Mal besuchte er schon Deutschland und er spricht gut Deutsch. Seine Bereitschaft, nach Berlin zu reisen und die Gedenkrede zu halten, zeigt, dass ihm das gemeinsame Gedenken sehr wichtig ist.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte den Prinzen von Wales auf Anregung des Volksbundes eingeladen. In der Gedenkstunde soll das alliierte Engagement gewürdigt werden: bei der Befreiung Europas von der NS-Besatzung sowie beim Wiederaufbau, der Re-Demokratisierung und späteren Wiedervereinigung Deutschlands.

Bundespräsident Steinmeier spricht Totengedenken

In der Kriegsgräberfürsorge wie auch in vielen Begegnungs- und Bildungsprojekten mit historisch-politischen Inhalten arbeiten die deutsche und die britische Seite eng zusammen –auf Länderebene und weltweit.

Wolfgang Schneiderhan, Präsident des Volksbundes, wird die Veranstaltung mit der Begrüßungsansprache eröffnen, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der auch Schirmherr des Volksbundes ist, spricht das Totengedenken. Zum Programm gehören neben der Gedenkrede inhaltliche Impulse junger Menschen aus Großbritannien, Israel, Moldawien und Deutschland. Das Musikkorps der Bundeswehr begleitet die Veranstaltung musikalisch.

Digitale Spendendose

Traditionell unterstützen zahlreiche Gliederungen unseres Verbandes den Volksbund bei seiner Arbeit, etwa bei der Haus- und Straßernsammlung oder bei der Pflege von Kriegsgräbern. Da in diesem Jahr alles anders läuft als gewohnt, hat der Volksbund eine digitale Spendendose eingerichtet – wir berichteten. Auch im Plenarsaal werden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie weitaus weniger Gäste dabei sein können. Der Volksbund berücksichtigt die aktuellen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen.

 

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