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Wehrbeauftragter wünscht sich Fürsorge statt Ehre




Die Tageszeitung Welt berichtet aktuell über die Meinung der Bundesbürger zur Bundeswehr. Dabei kommt die Diskussion um eine neue Veteranenpolitik praktisch nicht vor. 71 Prozent der Befragten lässt dieses Thema völlig kalt.

Deshalb sagt Wehrbeauftragter Hellmut Königshaus der Zeitung: "Sowohl das Interesse an der Bundeswehr als auch an deren Veteranen ist in unserer Gesellschaft leider noch unterentwickelt. Nicht Ehre und Anerkennung, sondern Fürsorge sollte im Zentrum der Diskussion stehen."

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hatte im Herbst 2011 die Öffentlichkeit aufgerufen, sich des Themas Veteranen anzunehmen. Er kündigte ein Veteranenkonzept an. Nach seinen bisherigen Äußerungen sind Veteranen Soldaten mit Einsatzerfahrung.

Der Reservistenverband hat sich zu dem Thema nicht abschließend positioniert. Im April vergangenen Jahres äußerte sich Präsident Roderich Kiesewetter so: "Jeder, der sich als Veteran fühlt, soll sich Veteran nennen dürfen. Wir können nur empfehlen, auf eine ministerielle Definition des Begriffs Veteranen der Bundeswehr zu verzichten. Eine Definition ist immer eine Abgrenzung und damit gleichzeitig auch eine Ausgrenzung." Deshalb sieht sich der Reservistenverband als Heimat für alle. Nicht alle Reservisten sind Veteranen, aber alle Veteranen werden irgendwann Reservisten.

Indes hält der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion "das Thema für mausetot". Der Zeitung Welt sagte Rainer Arnold: "Die Vorstellung, dass es zu einer breiten Diskussion kommt, ist eine völlige Fehleinschätzung."

Am Mittwoch wird Bundesverteidigungsminister de Maizière in Bad Reichenhall das neue Afghanistan-Kontingent verabschieden. Es wird damit gerechnet, dass er dort zum Thema Veteranen neue Aussagen treffen wird. Der Reservistenverband wird mit Rainer Erdel, einem der beiden Stellvertreter des Präsidenten, vertreten sein. Eine Abordnung von Reservisten mit Einsatzerfahrung, also "Veteranen", wird dort Flagge zeigen – auch als Ausdruck der Verbundenheit mit den Soldaten im Einsatz.

(dest)

Archivbild oben: Verteidigungsminister
Dr. Thomas de Maizière zeichnet Soldaten der
10. Panzerdivision am 12. April 2011 mit dem
Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit aus.
Die Soldaten der Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall
sind auch in diesem Jahr Teil des Leitverbandes in Afghanistan
(Foto: Bundeswehr, Kazda, flickr.de)

Archivbild Mitte: Hellmut Königshaus ist Wehrbeauftragter
des Deutschen Bundestages
(Foto: FDP-Bundestagsfraktion, Frank Ossenbrink).

Archivbild unten: Roderich Kiesewetter MdB ist Präsident
des Reservistenverbandes
(Foto: Hans-Christian Plambeck, loyal).

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