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5. Treffen der Teilnehmer des Reserveoffizieraustausches Deutschland/USA in Ramstein
Der Einsatz als Reserveoffizier in einer fremden Armee prägt nachhaltig. Dies stellten auch die Teilnehmer des Reserveoffizieraustausches Deutschland/USA aus den Jahren 2004 bis 2008 (20. bis 24. Austausch) fest. Fast 30 Reserveoffiziere und Gäste trafen sich zur Vertiefung der Kenntnisse über die internationalen Einsätze und die Entwicklung in den USA auf der Air Force Base in Ramstein.
"USA-Feeling"
Schon alleine das Innenleben in der Air Force Base Ramstein versetzte die Teilnehmer in ein "USA-Feeling" und erinnerte an Erlebnisse des eigenen Austausches. Dank der Einladung des Base Commanders (dt. Kommandant des Stützpunktes) war die Re-Union 2008 möglich und auch die weitere Unterstützung der Amerikaner und der Stabsgruppe des deutschen Anteils beim Allied Air Component Command Headquarter Ramstein ließ das Wochenende zu einem gelungenen Erlebnis werden. Mit einem gemeinsamen Barbecue, das wegen des Dauerregens in eine Dining Hall verlegt werden musste, wurde am Samstag Abend der Weg für intensive Diskussionen bereitet. Da einige der Referenten ebenfalls teilnahmen, konnte so manches Thema bereits vertieft werden.
USA 2008 – Erfahrungen des laufenden Austausches
Wie hat sich die Situation bei der Reserve in den Streitkräften der USA gewandelt? Welche Erfahrungen konnten die Teilnehmer des Reserveoffizieraustausches 2008 sammeln? Oberstleutnant d.R. Alexander Krutzek, der Sprecher des Austausches 2008, und Hauptmann d.R. Harald Franke berichteten von ihren Erfahrungen bei den "Marines". Einsatznahe Schießausbildung, Schießausbildung aus der Bewegung, Schießen mit Handfeuerwaffen auch auf kurze Distanzen – all dies stand im Mittelpunkt des Annual Trainings der Marines. Aus der vorletzten Crew berichtete Oberstleutnant d.R. Alexander Manthey von seinem Austausch bei einer Marine Reconnaissance Unit (dt. Aufklärungsabteilung der Spezialeinheit), die als weitgehend autarke Einheit über eine unglaubliche materielle Ausstattung verfügt.
Sicherheit und Migration
Die verstärkte Einreisekontrolle in die USA veranlasste das Netzwerk "Re-Union DEU-USA-ResOffzAustausch", das Thema "Migration und Sicherheitsaspekte" auf die Tagesordnung zu setzen. Major d.R. Hans-Jörg Kawandt-Bender, ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge aus Nürnberg, erläuterte die Sicherheitsstruktur und das Wesen des gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums (GTAZ). Im GTAZ arbeiten das BKA, der Verfassungsschutz, der BND, der Zoll, das Auswärtige Amt und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und führen ihre Erkenntnisse zusammen.
Internationale Einsätze – von KFOR bis ISAF
Mit den Vorträgen "Einsatzland Kosovo – Sachstandsbericht 2008" von Oberstleutnant d.R. Lothar Piepenbreier und "Als Chef MedEvacKp (Medizinische Evakuierungskompanie) im 15. EinsKgt ISAF" von Oberfeldarzt d.R. Dr. Frank Hörmann wurden aktuelle Einsätze der Bundeswehr beleuchtet. Beide Reservisten haben Einsatzerfahrung, was den Teilnehmern der Re-Union einen Blick hinter die Kulissen ermöglichte, und beurteilten in ihren Ausführungen die Entwicklung sowohl im Kosovo als auch bei ISAF.
Außen- und Sicherheitspolitik der USA
Einen weiteren Höhepunkt stellte die von der Deutschen Atlantischen Gesellschaft gesponsorte und von Wolfgang Stützer, Analyst and Consultant, vorgetragene Analyse der Außen- und Sicherheitspolitik der USA dar. Was kann, was wird sich ab 2009 durch die Präsidentenwahl ändern? Die Programme der beiden Präsidentschaftskandidaten wurden detailliert beleuchtet. Beiden – Demokraten und Republikanern – sei die amerikanische Philosophie gemeinsam, dass Allianzen nur solange gelten, wie sie von Nutzen und sinnvoll sind. Beide würden bei ihren Allianzen nach dem Nutzen suchen. Die Teilnehmer können mit ihrem neuen Hintergrundwissen gespannt auf die Ergebnisse der Wahl in den USA blicken.
Für alle Teilnehmer war am Ende der drei Tage klar: Ein hervorragendes Programm, das inhaltlich in der Sicherheitspolitik auf den neuesten Stand brachte und den Netzwerkgedanken des austauschübergreifenden Gedankenaustausches förderte. Aus den Erfahrungen der diesjährigen Teilnehmer konnten darüber hinaus nützliche Hinweise für die Nachfolger gewonnen werden, die demnächst dem Streitkräfteamt als durchführende Organisation des Austausches zur Verfügung gestellt werden. Eines ist sicher: Die Teilnehmer von Reserveoffizieraustauschen kommen im nächsten Jahr wieder zusammen.
Resonanz der Teilnehmer
M. Schröder, Maj d.R.:

Fazit: wirklich sinnvolle Vorträge, sehr gute Gespräche mit allen Teilnehmern und super Aufnahme vor Ort.
H. Franke. Hptm d.R.:
Diese Wochenendtagung in Ramstein war eine sehr sinnvolle Abrundung meiner Teilnahme am 24. Deutsch-Amerikanischen ResOffz Austausch 2008. Die inhaltlich anspruchsvolle Veranstaltung wurde exzellent von den Reserveoffizieren Oberstleutnant Tilmann Keller und Oberstleutnant Christoph Schewe organisiert. Die Mischung aus Erfahrungsberichten, Gelegenheit zum persönlichen Gespräch, militärischen und politikwissenschaftlichen Vorträgen war ausgewogen und hochinteressant. Bei der Re-Union im nächsten Jahr bin ich sicher wieder mit dabei.

Text: Friedwart Lender

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