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Reservisten laufen für die, die nicht laufen können




Ausschnitt aus einer Collage: Teilnehmer des "Wings for Life World Run".

Quelle: KG Holstein-Süd

benefizSpendenlaufWings for life

Wer dachte, dass derzeit alle Sportveranstaltungen abgesagt sind, der hat noch nichts vom „Wings for Life World Run“ gehört. Seit 2014 gehen Läufer weltweit auf die Straße und sammeln Spenden für die Rückenmarkforschung. Anders als bei anderen Volksläufen muss hierbei jedoch keine vorgegebene Strecke zurückgelegt werden.

Eine willkommene Abwechslung für alle Laufbegeisterten. Doch nicht nur für die. „Laufen zählt nicht zu meiner Lieblingssportart, doch als ich von dieser Aktion hörte, musste ich einfach dabei sein“, erzählt Elisabeth Schmid. „Erfahren habe ich von der Aktion von Oli. Er veröffentlichte den Aufruf in unserer Facebook-Gruppe ‚Bundeswehr und Reservisten‘. Ich sagte direkt zu.“

Mit „Oli“ ist Oberstleutnant Oliver Muhs gemeint, Vorsitzender der Kreisgruppe Holstein-Süd und derzeit beordert an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Als er von der Aktion hörte, war er sofort begeistert und aktivierte sofort seine Kontakte: Zum einen, weil man so in Zeiten von Corona etwas gemeinschaftlich tun konnte. Zum anderen, weil er dem guten Zweck diente. Insgesamt legten die Reservisten und aktiven Kameraden eine Strecke von 509,29 Kilometern zurück, das entspricht etwa der Fahrstrecke von Dortmund nach Berlin – und einer Platzierung unter den Top 100 von mehr als 4.500 Teams weltweit. 1.634 Euro haben die Kameradinnen und Kameraden um Oliver Muhs am Ende erlaufen. Der Betrag geht nun eins zu eins an die Wings-for-Life-Stiftung.

„Besser kann man den Sonntag kaum verbringen“

Dieses Konzept überzeugte auch den Parlamentarischen Staatssekretär Peter Tauber: „Gemeinsam mit Kameraden etwas für die gute Sache machen. Besser kann man den Sonntag ja kaum verbringen. Alle, die in der Bundeswehr dienen, wissen, dass die körperliche und seelische Unversehrtheit ein hohes Gut ist. Spenden zu sammeln für diejenigen, die nicht oder nicht mehr laufen können, passt daher gut zu uns. Mein Dank geht an die Kameraden der Reserve, denen ich mich gerne angeschlossen habe.“

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Außerdem bedankte sich Pascal Kober, Mitglied des Deutschen Bundestages und Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes: „Eine großartige Initiative von Oberstleutnant Oliver Muhs, über die sozialen Netzwerke Reservistinnen und Reservisten sowie aktive Soldatinnen und Soldaten deutschlandweit zusammenzutrommeln, um am Wings for Life World Run teilzunehmen. Es hat mich sehr gefreut, Teil des Teams sein zu können, um die Rückenmarksforschung zu unterstützen und somit einen Beitrag zur Heilung von Querschnittslähmung zu leisten. Es ist ein tolles Zeichen der Solidarität von Soldatinnen und Soldaten mit anderen und Ausdruck der Werte, für die unsere Bundeswehr steht.“

Wie funktioniert das nun genau?

Alle Läufer starten weltweit zur gleichen Zeit. Während in Deutschland um 13 Uhr (12 Uhr GMT) die Sonne schien, war es auf der anderen seite der Erde stockduster. Weder der Start- noch der Zielpunkt sind festgelegt. Nachdem sich die Läufer in einer App angemeldet haben, fiel für alle zur gleichen Zeit der digitale Startschuss. Jeder läuft dann so weit und lange, bis ihn das digitale „Catcher Car“ eingeholt hat. Es gewinnt, wer zuletzt vom virtuellen Fahrzeug eingeholt wurde. Das Auto gibt es übrigens wirklich: Bei bereits zahlreichen zurückliegenden Laufveranstaltungen von Wings for Life ist es der ständig gefürchtete Gegner.

Im nächsten Jahr selbst mitmachen

Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für den nächsten Lauf am 9. Mai 2021. Dann möchte das Team um Oberstleutnant Muhs mit mindestens 250 Sportlerinnen und Sportlern an den Start gehen. Jeder, der Interesse hat, kann unter wflwr2021@bundeswehrundreservisten.de weitere Informationen anfordern oder direkt zusagen.

Mehr zum „Wings for Life World Run“

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