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Zivil-militärische Zusammenarbeit in der Praxis




Mobiles Operationszentrum der Bundeswehr an Klinikum Konstanz übergeben
In einer kleinen Feierstunde in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Konstanz, Horst Frank sowie des örtlichen Bundestagsabgeordneten Andreas Jung, wurde nach dem gravierenden Brand im Operationsbereich des Klinikums ein mobiles Operationszentrum übergeben. In seiner kurzen Ansprache dankte Klinikdirektor Prof. Gerd Müller-Esch den Anwesenden für die geleistete Unterstützung bei der Bewältigung der Brandkatastrophe. Lobende Worte fand er vor allem für die Schnelligkeit, die Professionalität und den Einsatzwillen.
Oberbürgermeister Horst Frank dankte den Einsatzkräften, dem Klinikpersonal und vor allem den Angehörigen der Bundeswehr hinsichtlich dessen, was möglich gemacht wurde. Bei 30 Eingriffen am Tag ist der Ausfall des gesamten Operationsbereiches für das Klinikum eine Katastrophe. In dieser Situation ist die Hilfeleistung der Bundeswehr im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit eine unverzichtbare Unterstützung und mache Mut. Ein besonderer Dank gelte dem Leiter des Kreisverbindungskommandos (KVK) Konstanz, Oberstleutnant der Reserve Peter Renker, der sich frühzeitig und intensiv um die mögliche Unterstützung gekümmert hatte. Ebenso dankte er Oberstabsarzt Dr. Reiner Schallert, der mit seiner Truppe bis tief in die Nächte hinein den Aufbau des mobilen Operationszentrums durchgeführt hatte.
Abgeordneter Jung erklärte, dass es die richtige Entscheidung des Verteidigungsministers war, die Bundeswehr zur Hilfeleistung zu schicken. "Überall in der Welt wo es brennt hilft die Bundeswehr. Sie ist aber auch im Inland verfügbar wenn es notwendig ist – so wie hier in Konstanz".
Tag der Sanität und der ZMZ
"Die Bundeswehr ist eine Armee im Einsatz, steht aber auch in der Heimat zur Verfügung, wenn sie wie hier in Konstanz benötigt wird", so der Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg, Oberst Franz Arnold. Gerade mit der neuen Struktur der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit wird sichergestellt, dass in Katastrophenfällen oder bei schweren Unglücken die Organisation für die Hilfeleistung funktioniert und schnelle Entscheidungen für effektive Unterstützungsleistungen getroffen werden können. Die gute Reaktion des KVK Konstanz unter Führung von Oberstleutnant Peter Renker hatte entscheidenden Einfluss für die in Konstanz durchgeführte Hilfeleistung.
Dem Sanitätskommando IV dankte Oberst Arnold für die rasche Umsetzung der zugesagten Hilfsmaßnahmen und sprach "von einem Tag der Sanität". Der Kommandeur des Sanitätskommando IV Generalarzt Dr. Frank Schindelhauer gab den Dank zurück und sprach wegen der guten und erfolgreichen Zusammenarbeit seinerseits von "einem guten Tag der ZMZ". Seine Soldaten haben die Aufgabe des Aufbaus dieses mobilen Operationszentrums auch deshalb mit hoher Motivation übernommen, weil sie dadurch nicht nur ihre Fähigkeiten im Auslandseinsatz unter Beweis stellen sondern auch signalisieren können, dass sie im Inland präsent sind, "wenn die Bevölkerung in Not ist". Für die Soldaten so Generalarzt Dr. Schindelhauer ist dieser Einsatz eine ganz besondere Art der Berufszufriedenheit. Als Kommandeur könne er deshalb auch stolz sein "mit einer solchen Truppe aufwarten zu können". Die symbolische Übergabe des mobilen Operationszentrums vollzog Generalarzt Dr. Schindelhauer dann damit, dass er den Klinikdirektoren ein Wappen des Einsatzlazarettes 411/4122 mit einem Schlüssel übergab.

Text: LKdo Baden-Württemberg / OTL Heinz-Wolfgang Spranger

Weitere Informationen
Sanitätsdienst Unterstützung für das Klinikum Konstanz

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