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Zusammenarbeit mit US-Militärärzten

Kommen multinationale Einheiten zu gemeinsamen Übungen und Operationen zusammen, sind gegenseitige Kenntnisse der Strukturen und das Vertrauen in dieselben entscheidend für deren Gelingen. Besonders deutlich wird dies im Sanitätsdienst, wie das partnerschaftliche Zusammentreffen von US-amerikanischen und deutschen Militärärzten bei einem Erfahrungsaustausch im Sanitätskommando der Bundeswehr in Koblenz hervorhob.

Partnerschaftliches Zusammentreffen US-amkerikanischer und deutscher Mediziner im Sanitätsdienst der Bundeswehr.

Foto: Björn Albrecht

Colonel Martinez, Sergeant Major Kroll und Oberstarzt Dr. Nolte im Erfahrungsaustausch zum Sanitätswesen.

Foto: Björn Albrecht

Sanitätsdienst

Hiermit wird gezeigt, dass neben der politischen und obersten Führungsebene auch ein sehr hohes Interesse auf der Verbandsebene zu einer amerikanisch-deutschen Partnerschaft besteht. Diese Zusammenarbeit beginnt nicht mit überzogenen Forderungen sondern konzentriert sich auf das einfach Machbare. Damit bezieht sie jeden Soldaten auf der Arbeitsebene ein und schafft somit gegenseitiges Vertrauen. Dieses führt zu einer breiteren Motivation, die Partnerschaft weiterleben zu lassen, als von Einzelpersonen abhängig zu sein.

Beide Seiten bringen ein ehrliches, hohes Interesse an einer zukünftigen Partnerschaft mit. Konkrete Vorschläge zur Integration von Soldaten in geplante Übungsvorhaben für das kommende Jahr bestätigen das bilaterale Interesse an einer amerikanisch-deutschen Kooperation auf der mittleren Führungsebene. Auf der Arbeitsebene, ob im Einsatz oder bei Übungen, ist die multinationale Zusammenarbeit im Sanitätswesen längst alltäglich. Es ist nun an der Zeit, diese ohne überzogene Vorstellungen, zu organisieren, um einen deutlich höheren Nutzen für die Aus- und Vertrauensbildung und damit für eine Effizienzsteigerung bei Reserveübungen und im Einsatz zu erreichen.

Um diese Bestrebungen in die Tat umzusetzen, bedarf es kurzfristig einer Koordination und Anerkennung auf höherer Ebene, um eine stetige Entwicklung der Partnerschaften gewährleisten zu können, was auf beiden Seiten zu erfolgen hat. Auf deutscher Seite besteht die Idee, hierfür eine Abteilung „multinationale Partnerschaften von Reserveeinheiten“ im Dezernat Multinational Medical Coordination Centre (MMCC) einzurichten.

Mit dem Folgetreffen zur Darstellung der Reservestruktur im Sanitätsdienst der Bundeswehr, antwortet das Sanitätskommando auf die Einladung des Regional Medical Center (RMC) Landstuhl, in dem von amerikanischer Seite eine Vorstellung erfolgte. Sehr zufrieden mit diesem Beginn, weist Oberstarzt der Reserve Dr. Marcus Nolte, Kompaniechef 5. Sanitätsregiment 2 , auf die zwingende Fortsetzung dieses Prozesses hin: „Nur mit gegenseitigem Verständnis der Strukturen der Reserve ist eine gemeinsame Zusammenarbeit sinnvoll, damit die dann gestellten Erwartungen realistisch sein werden.“ Diesen Auftrag hat das Treffen in Koblenz voll erfüllt.

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