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DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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„Zusammenarbeiten, Koordinieren, Kooperieren“




Zum Ende des vergangenen Jahres hat der Beirat Reservistenarbeit in Remagen getagt. Die Teilnehmer nutzten die 58. Sitzung, um sich über aktuelle Themen der Reserve auszutauschen und ihre Arbeit für 2019 abzustimmen.

Die 21 im Beirat organisierten Verbände und Vereine sind vielfältig im Umfeld der Bundeswehr und ihrer Reserve deutschlandweit engagiert. Um nur einige wenige praktische Beispiele zu nennen: Der Kameradenkreis der Gebirgstruppe bietet Bewerbungstrainings für Zeitsoldaten an, die kurz davorstehen, aus dem Dienst auszuscheiden. Die Kameradschaft der ABC-Abwehr- und Nebeltruppe plant 2019 mit Blick auf den Bedarf von rund 1.500 Reservisten in der ABC-Abwehr Informations- und Werbeveranstaltungen für Ehemalige und Reservisten durchzuführen. Bei all ihrem Tun und Handeln eint die Beiratsmitglieder der Wunsch, sich für eine einsatzfähige Bundeswehr und Reserve in der Gesellschaft stark zu machen. Mit ihren mehr als 400.000 Mitgliedern treten sie dafür tatkräftig ein.

"Strategie der Reserve" und Veteranenbegriff heiß diskutiert
Bei der 58. Sitzung des Beirates stand vor allem der Informationsaustausch zu aktuellen Themen im Vordergrund. Für das Referat Führung Streitkräfte III 4, zuständig für Reservistenangelegenheiten, trug Oberst i.G. Peter Haupt vor. Intensiv diskutierten die Beiratsverbände die derzeit im BMVg in Arbeit befindliche "Strategie der Reserve" und thematisierten dabei insbesondere die Perspektive der "Allgemeinen Reserve" sowie den Veteranenbeschluss des Verteidigungsministeriums. Brigadegeneral Jobst Schönfeld berichtete über aktuelle Sachstände aus dem Kommando Territoriale Aufgaben.

Nach der gegenseitigen Unterrichtung der Mitgliedsverbände über ihre Aktivitäten und Handlungsfelder, trugen die Berater der Beauftragten für Reservistenangelegenheiten zur Lage der Reserve in den militärischen Organisationsbereichen vor. Dabei referierte Oberst d.R. Hans-Ulrich Täubert zur Lage der Reserve im Heer. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf die Ergänzungstruppenteile. Es zeichne sich ab, dass gerade in diesem Bereich die schwierige Personal-, Material- und Infrastrukturlage noch mindestens ein Jahrzehnt anhalten werde. Planerisches Zieldatum für die Einsatzbereitschaft sei in Abstimmung mit den Planungen der aktiven Truppe 2031, spürbare Abhilfen soll es spätestens ab 2026 geben.

Oberst Benedict Freiherr von Andrian-Werburg, Leiter des Kompetenzzentrums für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr, skizzierte im Lichte der in den letzten Jahren erreichten Verbesserungen in zahlreichen Bereichen der Reserve die Entwicklung und Perspektive der Personallage der Reserve. Abschließend referierte Oberst d.R. Manfred Schreiber, Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen des VdRBw, über die Deutsche Reservistenmeisterschaft 2018 und rief die Beiratsmitglieder dazu auf, für die Folgeveranstaltung im Jahr 2021 zu werben und sich in der Breite der Beiratsverbände aktiv daran zu beteiligen.

"Der Beirat mit seinen Beiratsverbänden ist unverändert der wichtigste Transmissionsriemen zwischen der Bundeswehr und der Gesellschaft mit Blick auf die sicherheits- und verteidigungspolitische Akzeptanz in unserem Land und wirkt somit direkt als Multiplikator für die Einsatzfähigkeit der Truppe", fasste dessen Vorsitzender, Generalmajor a.D. Robert Löwenstein zum Abschluss zusammen. "Das Gremium bietet darüber hinaus seinen Mitgliedsverbänden und -vereinen halbjährlich die notwendige Plattform für das erfolgreiche Zusammenarbeiten, Koordinieren, Kooperieren in der Reservistenarbeit, diese gilt es für die Zukunft weiter zu entwickeln."

Julian Hückelheim

Bild oben:
Generalmajor a.D. Robert Löwenstein,
Vorsitzender des Beirates Reservistenarbeit,
will anpackenund die Reservistenarbeit für
die Zukunft weiterentwickeln.
(Foto: Julian Hückelheim)

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