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Sicherheitspolitische Hochschularbeit

Zwei Arbeiten über Mali mit Goldener Eule prämiert




Die Preisträgerinnen und BSH-Bundesvorstand (v.l.n.r.): René Muschter, Meike Oltmanns, Anna Lena Hohmann, Anne-Kathrin Herlitze und Cornelia Bohl.

Foto: Johannes Kummerow

Dr. Hanna Pfeifer von der Helmut-Schmidt-Universität sprach über Herausforderungen der deutschen Nahostpolitik.

Foto: Johannes Kummerow

Goldene Eule

Zum fünften Mal hat der Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen den wissenschaftlichen Nachwuchsförderpreis Goldene Eule verliehen. Es wurden herausragende Abschlussarbeiten aus dem Themenkomplex „Deutschlands Sicherheitspolitik in der MENA und Sahel-Region“ ausgezeichnet. Die Abkürzung MENA steht für Middle East and North Africa. Dieser Begriff bezeichnet die Region von Marokko bis zum Iran.

Auftakt der feierlichen Preisverleihung im Haus am Dom in Frankfurt am Main war die Begrüßung der beiden Preisträgerinnen und der rund 50 Gäste durch die damalige Bundesvorsitzende Anne-Kathrin Herlitze. Sie erläuterte, dass das Ziel des BSH die Intensivierung des Diskurses zu außen- und sicherheitspolitischen Themen sei, wobei dies nicht nur für den Dialog zwischen Studierenden gelte, sondern eben auch für ihre akademische Arbeit. „Gerade im Bereich Sicherheitspolitik sind wir oft die einzigen, die sich – insbesondere an kleineren Universitäten – mit diesem Thema befassen“, sagte Herlitze.

Wie wichtig der Beitrag des BSH zum sicherheitspolitischen Dialog in Deutschland ist, hob auch Dr. Hanna Pfeifer hervor. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Internationale Politik an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg forscht unter anderem zur globalen und regionalen Ordnungspolitik in der MENA Region. Sie führte während der Preisverleihung inhaltlich in das Themenfeld ein. Die Konflikte in der Region seien von der Vervielfältigung staatlicher und nicht-staatlicher Akteure geprägt, was die deutsche Nahostpolitik vor Herausforderungen unter anderem in Bezug auf die Strategiefindung und die Wahl der Kooperationspartner stelle.

Die Frage nach Herausforderungen der Deutschen Außenpolitik war auch in den beiden ausgezeichneten Arbeiten zentral. In der Kategorie Bachelorarbeit gewann Meike Oltmanns, die ihr Studium an der Hochschule Fulda mit einer Arbeit zum Thema der interkulturellen Kompetenz in der Einsatzvorbereitung der Bundeswehr abschloss. Am Beispiel der Militärintervention in Mali hatte sie den aktuellen Stand der Interkulturellen Einsatzvorbereitung bei der Bundeswehr untersucht und diesen mit Aussagen von Interviewpartnern verglichen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Mali stationiert waren. Aus den Ergebnissen dieses Vergleichs leitete sie konkrete Entwicklungspotenziale ab.

Die Gewinnerin in der Kategorie Masterarbeit reichte ebenfalls eine Arbeit zum sicherheitspolitischen Engagement Deutschlands in Mali ein. Anna Lena Hohmann studierte Public Policy an der Hertie School of Governance und widmete sich in ihrer Abschlussarbeit der Frage, welche Koordinierungsherausforderungen sich der Bundesregierung bei der Umsetzung ihres „Whole of Government“-Ansatzes für Mali stellen. Sie analysierte dabei anhand umfangreicher Interviews die Funktionalität der ressortgemeinsamen Zusammenarbeit, also der Koordination von Beiträgen aus verschiedenen Ministerien durch die Bundesregierung.

Auch in diesem Jahr war die Verleihung des mit 1000 Euro dotierten Preises nur dank der ehrenamtlichen Unterstützung von insgesamt 18 Gutachtern und Gutachterinnen möglich. Als Experten und Expertinnen der Sicherheitspolitik und der MENA- beziehungsweise Sahel-Region sind sie an Instituten und Think Tanks im gesamten deutschsprachigen Raum tätig.

Der Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen verleiht die Goldene Eule alle zwei Jahre. Die nächste Ausschreibung findet im Frühjahr 2021 statt.

Weitere Informationen zum BSH

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