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Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern

Allgemein

30 Jahre deutsche Einheit – ein Rückblick

Eigentlich sollten an diesem 3. Oktober Reservisten der Landesgruppe MV auf Volksfesten und Veranstaltungen zum Tag der Deutschen Einheit mit Infoständen präsent sein, aber dann machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem, ganz ohne ging es dann in Mecklenburg und Vorpommern doch nicht... .

Der Landesbeauftragte für Sicherheitspolitik Burkhard Stibbe warb kräftig für verschiedene Veranstaltungen in Nordwestmecklenburg, die an das Barber-Ljaschtschenko-Abkommen erinnerten, einen Vertrag, den kaum jemand kennt, der aber entscheidend in das Leben der Menschen in der Region nach Ende des zweiten Weltkrieges eingriff. Zur Erinnerung organisierten das „Grenshus Schlagsdorf“ hierzu eine Radtour zu den bedeutensden Orten des Abkommens und im Pfarrhaus Gadesbusch fand ein Vortrag statt.

Das Barber-Ljaschtschenko-Abkommen  auch Gadebuscher Vertrag vom 13. November 1945 war ein sowjetisch-britisches Abkommen zur Grenzbereinigung Zwischen der britischen und sowjetischen Besatzungszone zwischen Mecklenburg und Schleswig-Holstein.
Getauscht wurden Gebiete östlich des Ratzeburger Sees und des Schaalsees. Auf diese Weise kamen die Nachbargemeinden Ratzeburgs ZiethenMechowBäk und Römnitz am 26. November 1945 zum Kreis Herzogtum Lauenburg und von der sowjetischen Besatzungszone zur britischen Besatzungszone. Sie gehörten zuvor zum mecklenburgischen Landkreis Schönberg, der bis 1934 Teil von Mecklenburg-Strelitz war. Im Austausch kamen die lauenburgischen Gemeinden Dechow, Groß und Klein Thurow (heute Ortsteile der Gemeinde Roggendorf) und Lassahn (heute Ortsteil der Stadt Zarrentin am Schaalsee) zur sowjetischen Besatzungszone. Dieser Tausch wurde im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung nach 1990 nicht rückgängig gemacht.

Ganz anders erinnerten Kameraden aus Vorpommern an die Wiedervereinigung. Einer unserer verlässlichsten Zeitzeugen, Fregattenkapitän d.R. Manfred Soltwedel, Landesehrenvorsitzender der Landesgruppe MV, berichtete in einem Artikel in der Ostseezeitung über seine Erfahrungen als Soldat in zwei Armeen. Als Leutnant zur See der Volksmarine begann er seinen Dienst, als Fregattenkapitän der Bundesmarine ging er von Bord. „Ich fühle eine tiefe Befriedigung über die Anerkennung einer Lebensleistung, die Anerkennung einer militärischen Karriere.“ So zieht Manfred Soltwedel Resümee über eine Zeit, die weit über den 30. Oktober 1990 hinausgeht. Davon sollte es mehr geben.

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