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Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern

Allgemein

Hilfe von Oben – Drohnen helfen bei Rehkitzsuche

Jährlich fallen in Deutschland ungefähr 100.000 Rehkitze den Mähwerken landwirtschaftlicher Maschinen zum Opfer. Ihnen fehlt der Fluchtinstinkt. Für sie naht jetzt Rettung aus der Luft. Mit Drohnen lokalisieren Helfer ihre Standorte, um sie dann in Sicherheit zu bringen.

Mecklenburg-Vorpommern

Mehr als  90% aller Rehkitze werden zur Setzzeit zwischen Mai und Juni von den Ricken in Energiepflanzenbestände oder dem hohen Gras von Wiesen gesetzt und abgelegt. Sie folgen der Ricke erst nach zwei bis vier Wochen und haben vorher auch weder einen Eigengeruch noch einen besonders ausgeprägten Fluchtinstinkt. Genau das wird bei der Mahd dann zum Problem: Die Tiere flüchten auch dann nicht, wenn sich ihnen Traktoren oder Mähdrescher  nähern.

 

Vor dem Einsatz wird die Flugroute der Drohne programmiert

Vor dem Mähen der Wiesen  sollten diese nach Rehkitzen und anderen Tieren intensiv abgesucht werden. Hunde sind hierfür leider keine gute Lösung, da die Rehkitze noch über keinen intensiven Eigengeruch verfügen. Auch das Absuchen durch Menschen ist nur wenig hilfreich. Oftmals sieht man die zusammengerollten Kitze im hohen Gras nicht einmal, wenn man direkt vor ihnen steht.

Per Drohne mit Wärmebildkamera lassen sich die Kitze jedoch aus bis zu 90 Metern Flughöhe noch gut erkennen. Helfer können gut aus der Luft koordiniert werden, um die Tiere vom Feld zu tragen und zu sichern.

 

Zu diesen helfenden Händen gehören auch Reservisten der Reservistenkameradschaft Ludwigslust-Parchim (RK LUP). Einer von ihnen ist Obergefreiter d.R. Gernot Hermann, der im Frühsommer regelmäßig seine Drohne aufsteigen lässt, um sich aktiv an der Rehkitzrettung zu beteiligen. Das ist für ihn nicht nur ein teures Hobby, sondern eine echte Beteiligung am Naturschutz.
„Mit unserer Hilfe“ so Hermann „leisten wir nicht nur unseren Beitrag für den Heimatschutz, sondern tragen auch aktiv zum Tierschutz in unserer Region bei.“
Das funktioniert aber nur im Zusammenspiel mit Jagtpächtern und den Landwirten in der Region.  Besonders dankte Gernot Herrmann der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim, die ihm schnell und unkompliziert alle notwendigen Genehmigungen erteilte, denn die Nutzung von Drohnen in der freien Natur ist an eine Vielzahl von Auflagen und Genehmigungen gebunden.
So werden sich auch in Zukunft freiwillige Helfer in der Region früh am Morgen auf den Weg machen, um Rehkitze zu retten. Unter ihnen auch Gernot Hermann und seine Kameraden.

 

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