Militärische Fähigkeiten und Fertigkeiten müssen von Zeit zu Zeit aufgefrischt und erweitert werden. Reservisten und Reservistinnen werden als Soldat weitergebildet. Nur so ist gewährleistet, dass das Wissens- und Erfahrungspotential der Reservisten und Reservistinnen erhalten bleibt sowie den aktuellen Aufgaben der Bundeswehr im erweiterten Aufgabenspektrum angepasst wird.

Abwechslungsreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gibt es in den Handlungsfeldern:

  • Taktik
  • Fernmeldeausbildung
  • Schießen
  • AGSHP
  • Sanitätsausbildung
  • Gefechtsdienst

Besonders beliebte und anspruchvolle Formen der militärischen Weiterbildung sind die vom Streitkräfteamt angebotenen Veranstaltungen, die im Rahmen Dienstlicher Veranstaltungen (DVag) oder Wehrübungen durchgeführt werden.

Dazu zählen:

  • Lehrgänge für die militärische Aus- und Weiterbildung sowie zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten
  • Vielseitigkeitswettkämpfe im In- und Ausland
  • Marschveranstaltungen im In- und Ausland
  • Schießwettkämpfe im In- und Ausland

Ausbildungsinhalte im Überblick

Zur Verbesserung der Führungsfähigkeit von Reserveoffizieren und Reserveunteroffizieren bietet der Reservistenverband Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Taktik an.

In Abendveranstaltungen oder Kursen an Wochenenden werden Grundlagen der Taktik sowie Kenntnisse im Führungsprozess vermittelt oder aufgefrischt.

Die Grundlagenausbildung umfasst Kenntnisse über Einsatzmittel und Einsatzgrundsätze der Truppengattungen sowie das Einüben der neuen Militärischen Symbole nach Allied Procedural Publication (APP) 6 C.

Der Führungsprozess wird auf Grundlage aktueller Vorschriften im Rahmen der Operation verbundener Kräfte anhand der taktischen Aktivitäten Angriff, Verteidigung, Verzögerung und Stabilisierung gelehrt.

Die Ausbildung erfolgt in regionalen Arbeitskreisen für Reserveoffiziere (AKRO) und Reserveunteroffiziere (AKRU), überwiegend jedoch auf Landes- und Bundesebene durch Angehörige des Arbeitskreises Taktik- und Logistiklehrer im Reservistenverband.

Der Fernmeldedienst aller Truppen innerhalb der Förderung militärischer Fähigkeiten umfasst die Ausbildung am Fernmeldesprecher OB/ZB und die Funkgerätebedienerausbildung.

Die Ausbildung zum Funkgerätebediener umfasst die Bedienung von Funkgeräten und die Abwicklung des Sprechfunkbetriebes unter Nutzung des NATO-Buchstabieralphabets.

Dieses Ausbildungsgebiet kann überwiegend in Verbandsveranstaltungen vermittelt werden.

Das Beherrschen der Schießfertigkeit ist Bestandteil des Erhalts individueller Grundfertigkeiten innerhalb der Förderung militärischer Fähigkeiten.

Die Schießausbildung erfolgt mit Handwaffen der Bundeswehr nach deren Vorgaben (besondere Anweisung für die beorderungsunabhängige, freiwillige Reservistenarbeit) und Vorschriften, aber auch im Rahmen des Schießsports innerhalb des Reservistenverbandes auf Grundlage dessen Schießsportordnung mit privaten Schusswaffen.

Das Schießen mit Handwaffen der Bundeswehr erfolgt ausschließlich in Dienstlichen Veranstaltungen (DVag) oder Wehrübungen.

Eine vorbereitende Schießausbildung, wie das Auffrischen der Sicherheitsbestimmungen und theoretische Kenntnisse in der Schießlehre und Schießordnung, kann auch in Verbandsveranstaltungen (VVag) erfolgen.

Personen, die nicht oder nicht mehr in ein Wehrdienstverhältnis berufen werden können, ist eine Teilnahme an Schießen mit Handwaffen der Bundeswehr nur nach den Regeln eines "Gästeschießens" im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr auf Einladung des jeweils zuständigen Kommandeurs / Dienststellenleiters der Bundeswehr möglich.

as Schießen mit dem Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen / Panzerabwehrhandwaffen (AGSHP) ist Bestandteil der Schießausbildung in der Bundeswehr.

Das AGSHP ermöglicht:

  • das individuelle Schießtraining des Einzelschützen auf unterschiedliche Entfernungen und Ziele
  • das Gefechtsschießen der kleinen Kampfgemeinschaft in unterschiedlichen Geländeformen und Bedrohungssituationen
  • eine gleichzeitige Verwendung verschiedener Handwaffen
  • eine gefahrlose Ausbildung ohne Sicherheitsrisiko
  • eine Ausbildung der Führer / Führerinnen im Feuerkampf

...und das alles kostengünstig ohne Einsatz scharfer Munition!

Ein simuliertes Schießen ist mit den Pistolen P1 und P8, den Gewehren G3 und G36, der Granatpistole, der Maschinenpistole, dem Maschinengewehr MG3 sowie der Panzerfaust möglich.

Die Ausbildung mit dem AGSHP ist daher ebenfalls nur im Rahmen Dienstlicher Veranstaltungen oder Wehrübungen zulässig.

Die Sanitätsausbildung aller Truppen ist Bestandteil des Erhalts der individuellen Grundfertigkeiten und umfasst die Ausbildungsprogramme
"Erste Sanitätsdienstliche Hilfe und lebensrettende Maßnahmen" / Einsatzersthelfer TerrRes
sowie die ergänzende
Die Ausbildung zum Einsatzersthelfer TerrRes kann in Verbandsveranstaltungen erfolgen. Vielfach wird hierzu eine Ausbildungsunterstützung durch Hilfsorganisationen wie Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser Hilfsdienst oder Johanniter Unfallhilfe genutzt. Außerdem gibt es innerhalb des Reservistenverbandes den Arbeitskreis Sanitätsdienst (AKSan). Zum Internetauftritt des AKSan geht es hier. Zum Erhalt der Qualifikation als Einsatzersthelfer A ist alle zwei Jahre eines von vier Ausbildungsmodulen (A bis D) zu wiederholen.

Der Gefechtsdienst aller Truppen ist geprägt durch eine Vielzahl fordernder und erlebnisreicher Ausbildungsprogramme.

Diese umfassen unter anderem:

  • Zurechtfinden im Gelände
  • Beobachten und Melden
  • Sicherungs- / Alarmposten
  • Streife zu Fuß
  • Verteidigung aus Alarmstellungen
  • Leben unter Einsatzbedingungen
  • Checkpoint-Ausbildung
  • Patrouille zu Fuß im Einsatz
  • Sicherung von Räumen, Anlagen und Objekten im Einsatz

Die Ausbildungen sind zeitaufwändig und bedürfen oftmals eines hohen Einsatzes militärischer Waffen und Ausrüstung. Daher können sie nur im Rahmen von Dienstlichen Veranstaltungen (DVag) erfolgen.

Lediglich vorbereitende Unterrichte sind zur Durchführung in Verbandsveranstaltungen (VVag) geeignet.

Ausbildung in Individuellen Grundfertigkeiten (IGF) und Körperlicher Leistungsfähigkeit (KLF) - nicht nur für beorderte Reservisten!

IGF / KLF im Überblick

Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Pilotprojekt im Jahr 2014 und der Öffnung für alle Landesgruppen in 2015 geht der Reservistenverband in die nächste Runde in Sachen Militärische Ausbildung IGF/KLF. Im Regelbetrieb sollen 2016 noch mehr beorderte Reservisten ermutigt werden, ihre Individuellen Grundfertigkeiten (IGF) und Körperliche Leistungsfähigkeit (KLF) durch Ausbildungsangebote im Rahmen von Veranstaltungen des Verbandes aufzufrischen. Individuelle Grundfertigkeiten sind allgemeine militärische Fertigkeiten, die jeder Soldat beginnend ab der Grundausbildung zu erwerben und ständig zu beherrschen hat. Diese Leistungen werden während der gesamten Dienstzeit abverlangt. Eine Voraussetzung für den Erwerb und Erhalt der IGF ist die körperliche Leistungsfähigkeit.

Weiterbildung der Kernaufgaben

Der Reservistenverband will die Bundeswehr somit noch mehr entlasten und bietet wohnortnah Ausbildungsangebote im Bereich IGF/KLF an.  Ein großer Vorteil ist, dass künftig die Konzentration während der Reservistendienstleistung voll und ganz auf den Kernaufgaben des Dienstpostens liegen kann und lediglich der Ausbildungspass mit den erforderlichen Nachweisen vorgelegt werden muss. Der Schwerpunkt der Arbeit des Reservistenverbandes in der sicherheitspolitischen Diskussion innerhalb der Gesellschaft bleibt erhalten und auch die Rolle des einzelnen Reservisten als Mittler für die Bundeswehr in der Gesellschaft als Arbeitsschwerpunkt des Verbandes wird nicht verändert.

ILF / KLF Veranstaltungen

An den Veranstaltungen haben neben der eigentlichen Zielgruppe - beorderte Reservisten - auch aktive Soldaten und Unbeorderte teilgenommen. Dies ist auch weiterhin möglich.
Ansprechpartner Platzhalter Bild

Marko Schubert

Sachgebietsleiter Mil. Ausbildung

Telefon:  0228 - 25 909 180

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