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RK Vechta auf Exkursion in Brandenburg




Auf eine weitere „Zeitreise“ begab sich die Bundeswehr-Reservistenkameradschaft Vechta
im Rahmen ihrer 6. militärhistorischen Exkursion. Ziel war das brandenburgische Seelow, wo
nach einem Monate dauernden Aufmarsch am 16. April 1945 der Sturm der sowjetischen
Armee auf Berlin begonnen hatte. In einem groß angelegten Angriff durchbrach 70 km östlich
der damaligen Reichshauptstadt die 1. Weißrussische Front die Stellungen der Wehrmacht
auf den Seelower Höhen. Die deutschen Truppen waren dem Gegner zahlen- und
ausrüstungsmäßig hoffnungslos unterlegen. Rund eine Million Rotarmisten standen den
110.000 Soldaten der deutschen Heeresgruppe „Weichsel“ gegenüber.

„Lange vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine haben wir diese Fahrt geplant und
mussten sie zweimal wegen Corona verschieben“, so der Vorsitzende der RK Vechta,
Unteroffizier der Reserve Alexander Esser, „aber die historische Einordnung dieser Schlacht
ist eindeutig: Es ging 1945 bei der Eroberung Berlins darum, das Deutsche Reich nach
deren Angriff auf die Sowjetunion nunmehr endgültig und für alle sichtbar zu besiegen. Im
Angesicht des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, stünden die Ereignisse vor 77
Jahren nun unvermittelt in einem kontroversen Zusammenhang, so Esser weiter.

Während sich die vorangegangenen Exkursionen der RK Vechta mit der Westfront und in
deren Rahmen u.a. mit der Ardennenoffensive, der Schlacht im Hürtgenwald und der
Operation Market Garden beschäftigt hatten, war dies die erste Fahrt nach Osten. „Bei
unseren Exkursionen geht es uns als Reservisten der Bundeswehr zum einen um die
militärischen Geschehnisse an den verschiedenen Kriegsschauplätzen, aber zum anderen
um die geschichtliche Bedeutung für Europa, so wie wir es heute kennen“, erläutert Esser.
Den Gefallenen der Schlacht gedachten die Reservisten aus Vechta mit einer
Kranzniederlegung an den Kriegsgräbern in Seelow. Abgeschlossen wurde die Exkursion mit
einem Besuch des „Waldes der Erinnerung“ bei Potsdam. Dieser Ort auf dem Gelände der
Henning-von-Tresckow-Kaserne ist den Toten der Bundeswehr gewidmet.

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