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30 Jahre Jäger-Begegnungsstätte in Goslar




Hans-Georg Müller begrüßt die Jubiläumsgäste.

Foto: Helmut Gleuel

Bürgermeisterin Renate Lucksch überbringt die Grußworte der Stadt Goslar.

Foto: Helmut Gleuel

Dieter Freesemann eröffnet die BGS-Sonderausstellung.

Foto: Helmut Gleuel

Kurator Rudolf Rzehak informiert die Bürgermeisterin über verschiedene Fotos der BGS-Ausstellung.

Foto: Helmut Gleuel

Stadtplaner Günter Piegsa zeigt auf die Grafik der gelungenen Fluchten im Harz.

Foto: Helmut Gleuel

Unweit der Begegnungsstätte steht seit 93 Jahren das Jägerdenkmal.

Foto: Helmut Gleuel

Schlacht von Waterloo am 18.06.1815.

Foto: Helmut Gleuel

Soldat der Goslarer Jäger mit einem Karabiner 98.

Foto: Helmut Gleuel

Gefechtshelme und Ausstattungsgegenstände.

Foto: Helmut Gleuel

Helmut Gleuel, Kreispressewart der Kreisgruppe Harz im Reservistenverband, und eine Puppe mit der Uniform eines Kompaniefeldwebels (Spieß) einer Panzergrenadierkompanie.

Foto: Helmut Gleuel

Zahlreiche Gäste, darunter auch Mitglieder der Kreisgruppe Harz im Reservistenverband, sind in die Säle des Großen Heiligen Kreuzes gekommen, um an der Jubiläumsveranstaltung teilzunehmen.

Nach dem Sektempfang und der Eintragung in das Gästebuch begrüße der Vorsitzende der Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, Hans-Georg Müller, die Gäste und erinnerte an die Anfänge des seit dem 1. Juni 1989 im Seitenflügel des Großen Heiligen Kreuzes eröffneten militärhistorischen Museums. In den zurückliegenden 30 Jahren haben rund 52.000 Personen die Begegnungsstätte besucht.

Bürgermeisterin Renate Lucksch überbrachte herzliche Grüße und Glückwünsche der Stadt Goslar.

Bevor der ehemalige Erste Polizeihauptkommissar im Bundesgrenzschutz (BGS) und letzter Chef der in Goslarer stationierten Grenzschutzabteilung West 2, Dieter Freesemann, die Sonderausstellung „Der Bundesgrenzschutz in Goslar“ eröffnete, hielt er einen eindrucksvollen Vortrag über die Entstehung, Sicherung und Bewachung der Demarkationslinie, die später „Innerdeutsche Grenze“ hieß. Hierbei schilderte er unter anderem über die im und am Harz in seiner 27-jährigen Dienstzeit gelungenen und gescheiterten Fluchten, die teilweise durch Minen oder den Schusswaffengebrauch tödlich endeten, und an die Aktion „Ungeziefer“, bei der rund 12.000 Bürger gegen ihren Willen aus dem fünf Kilometer tiefen Sperrgebiet in das Landesinnere umgesiedelt wurden.

Die 1378 km lange Demarkationslinie, die mitten durch Deutschland von der Ostseeküste bei Lübeck bis Hof in Bayern verlief, wurde ab 1952 mit einem Stacheldrahtzaun und Todesstreifen gesichert. Danach wurde auf dem DDR-Gebiet das Grenzsicherungssystem unter anderem durch einen Signalzaun vor dem 500 Meter tiefen Schutzstreifen, sowie einen verminten Stacheldraht- und Streckmetallgitterzaun weiter ausgebaut. Die Überwachung der von den Siegermächten des 2. Weltkrieges festgelegten Grenze, wurde auf der westlichen Seite von britischen Soldaten, etwa zwei Jahre von der Zonengrenzpolizei sowie ab 1949 vom Zollgrenzdienst und ab 1951 zusätzlich vom Bundesgrenzschutz durchgeführt. Für den bayerischen Grenzabschnitt war die bayerische Grenzpolizei zuständig. Auf der östlichen Seite haben zunächst sowjetische Soldaten und danach Soldaten der DDR-Grenztruppen die Grenzsicherung übernommen.

Der Bundesgrenzschutz war von 1951 bis 2000 in Goslar, und zwar anfangs nur mit einer bzw. zwei Hundertschaften stationiert. Eine Hundertschaft war vorübergehend in einem ehemaligen Hotel in Bad Harzburg untergebracht.

In der Jäger-Begegnungsstätte sind Bilder, Grafiken und Exponate – unter anderem Uniformen, Waffen, Orden und Ausrüstungsgegenstände – vom ehemaligen Goslarer Jägerbataillon, von der Wehrmacht und Bundeswehr sowie ab sofort zusätzlich vom Bundesgrenzschutz in Goslar zu sehen. Das kleine Museum ist jeden Mittwoch und Samstag von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Unweit der Begegnungsstätte steht seit 93 Jahren das Jägerdenkmal, an dem am Volkstrauertag eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung durchgeführt wird.

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