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Die Landesgruppe Niedersachsen im Reservistenverband wünscht schöne Pfingstfeiertage




Blühende Rhododendren im Ammerland. Bis zu 1000 Sorten in den unterschiedlichsten Formen und Farben gibt es von dem beliebten Heidekrautgewächs im Ammerland, denn seit den 1920er Jahren befindet sich hier das Zentrum der Rhododendronzucht in Deutschland. Nirgendwo sonst findet man diese Vielfalt und Menge. Sie blühen in heimischen Vorgärten, am Wegesrand, auf den Feldern der ZüchterInnen und natürlich in den großen Rhododendronparks.

Foto: Alfred Claußen

Am Pfingsten hinaus in die Natur  –  ein Vorschlag von Alfred Claußen

Auch wenn der Mai bislang nicht das gehalten hat, was man bezüglich der Temperatur von dem sogenannten Wonnemonat im Frühling erwartet, zieht es viele Menschen nach draußen in die Natur.

Gerade in der derzeitigen, von der Corona-Pandemie geprägten Zeit kann man bei einem Aufenthalt außerhalb von Städten und Ortschaften neue Kraft für die Seele tanken und die kleinen und unzähligen Schönheiten der Natur neu entdecken.

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud …“

Ich schlage auch in dieser Corona-Zeit eine Wanderung in die Natur – natürlich unter Beachtung der behördlichen Corona-Auflagen – vor, um die Schönheit des Lebens neu zu entdecken und neue Kraft für den Alltag zu tanken.

Lassen Sie sich, bzw. lasst euch zu einem Spaziergang, einem Marsch oder einer Radtour einladen! Beim Gehen ist man anders aufmerksam als beim Radfahren; entscheidet selber, wonach Ihnen/euch ist.

Hier mein Vorschlag für einen Weg mit verschiedenen Stationen. Die Art der Fortbewegung, das Tempo und den Rhythmus, in dem Sie von Station zu Station kommen, wählt jeder für sich aus.

Alles ist vorbereitet; ich bin startklar. Vorher noch einen Augenblick Ruhe finden. Das wird ein besonderer Ausflug heute.

Für einen Moment schließe ich gleich meine Augen und horche in mich hinein. Ich will spüren, wie mein Herz schlägt. Um die hunderttausend Mal macht es das jeden Tag und transportiert Blut, Sauerstoff und Nährstoffe durch meinen Körper. Es schlägt und ich bin lebendig.

Dann öffne die Augen wieder, lasse ihnen Zeit sich ans Licht zu gewöhnen. Dabei denke ich an den Text des Liedes „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“, einem geistlichen Sommerlied von Paul Gerhardt (1607–1676). Ich habe es seit meiner Schulzeit in vielen Gottesdiensten gesungen.

Ich öffne die Augen wieder, lasse ihnen Zeit sich ans Licht zu gewöhnen und denke nochmal an den Text des alten Liedes:

Geh aus, mein Herz, und suche Freud

in dieser lieben Sommerzeit

an deines Gottes Gaben;

schau an der schönen Gärten Zier

und siehe, wie sie mir und dir

sich ausgeschmücket haben.

Nun geht es los…

Ich habe alles was ich brauche. Erwartungsvoll mache ich mich auf den Weg. Was wird mir heute begegnen?

Jetzt geh / radle los. Ein paar Minuten lang; noch ein paar. Finde deinen Rhythmus. Spüre weiter deinen Körper und deine Atmung. Genieße die Sonnenstrahlen und den Wind. Lass hinter dir, was war. Öffne deine Sinne für das, was jetzt ist, vor dir, neben dir: Landschaft, Pflanzen, Menschen und Tiere, …

Erste Station

Eine erste Unterbrechung. Bleib stehen / steig vom Fahrrad ab. Schaue dich dort, wo du gerade bist, genauer um. Welches Geräusch würdest du gern speichern? Welches Motiv festhalten? Wo ist unerwartet Schönheit da? Hänge für einen Moment deinen Gedanken nach. Dann geh / radle weiter.

Zweite Station

Zweiter Stopp. Such dir einen Platz zum Sitzen. Schau dich ein wenig um.
Dann summe in Gedanken die beiden folgenden Strophen des o.g. Liedes:

Die Bäume stehen voller Laub,

das Erdreich decket seinen Staub

mit einem grünen Kleide;

Narzissus und die Tulipan,

die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide.

Die Lerche schwingt sich in die Luft,

das Täublein fliegt aus seiner Kluft

und macht sich in die Wälder;

die hoch begabte Nachtigall

ergötzt und füllt mit ihrem Schall

Berg, Hügel, Tal und Felder.

Schaue in den Himmel. Welche Gefühle entstehen in dir? Sind Wolken da? Ansammlungen feinster Wassertröpfchen oder Eiskristalle in der Atmosphäre. Erst das Licht macht sie sichtbar. Wie sehen sie heute aus? Was erzählen sie dir? So nahe und zugleich unerreichbar wie die Wolken ist Gott. Wir meinen zu wissen, was er von uns und für uns will – und dann bleibt er doch wieder unergründlich und unfassbar. Gilt das nicht im Grunde für jede und jeden von uns? Steh auf und geh / radle weiter. Vertraue darauf: Die Gedanken werden sich mit jedem weiteren Schritt / Tritt in die Pedale sortieren.

Dritte Station

Trink einen Schluck. Warum hast du genau hier angehalten? Summe in Gedanken die nächsten beiden Strophen des o.g. Liedes:

Die unverdrossne Bienenschar

fliegt hin und her, sucht hier und da
ihr edle Honigspeise;

des süßen Weinstocks starker Saft

bringt täglich neue Stärk und Kraft

in seinem schwachen Reise.

Der Weizen wächset mit Gewalt;

darüber jauchzet Jung und Alt

und rühmt die große Güte

des, der so überfließend labt

und mit so manchem Gut begabt

das menschliche Gemüte.

„Fliegt hin und her, sucht hier und da …“:Wo bist du am Hin- und Herschwirren wie die Bienen, verdrossen oder unverdrossen?
Achte eine Zeitlang auf deinen Atem, wie er kommt und geht und kommt und geht …

Und wo bist du gut versorgt? Wofür bist du dankbar?

Geh / radle weiter und nimm diese Fragen mit auf den nächsten Streckenabschnitt.

Vierte Station

Das ist ein guter Ort für eine Pause. Setz dich. Trink was. Brauchst du eine kleine Brotzeit? Guten Appetit.

Dann mach dich wieder auf den Weg.

Fünfte Station

Geh zu einem Baum, der dir gerade auffällt. Schau ihn dir an:

seine Wurzeln, den Stamm, seine Äste und Zweige, die Blätter oder Nadeln. Blüht er noch? Kannst du schon Früchte sehen? Fest geerdet und ausgestreckt in den Himmel. So lässt es sich leben. Dann mache ich mich auf den Rückweg.

Es war sicherlich wieder ein schöner Tag!

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