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Landesgruppe Niedersachsen

Aus den Ländern

Eine überzeugende Premiere




Ausbildungsabschnitt geschafft. Begeisterung, Stolz und Zufriedenheit prägen die Gesichter.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Zufriedene Gesichter: Ausbildungsleiter Oberstleutnant August Freudenthal (vorn) mit Oberst Manfred Schreiber, Landesvorsitzender des Reservistenverbandes Niedersachsen und regelmäßig als Reservist Chef des Stabes beim Landeskommando Niedersachsen.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Der Leiter der Projektgruppe, Oberstleutnant Joerg Otte, zeigt sich mehr als zufrieden.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Die ersten Schritte auf dem Weg zum Reservisten: Empfang der persönlichen Ausrüstung in der Kleiderkammer.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Schießausbildung im Ausbildungssimulator in der Nienburger Clausewitz-Kaserne.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Schießausbildung in Theorie und Praxis: Immer mit dem gebotenen Abstand.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Hohe Erwartungen an die Ausbildung wurden nicht enttäuscht: Roberto Martino.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Kleiderschwimmen: Ungewohnte Anforderungen an die Ausbildungsteilnehmer.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Auf der Hindernisbahn: Der Ausbilder macht es vor. So soll es sein!

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Hindernisbahn: Hier sind Kondition, Konzentration und Überwindung gefragt.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Teamarbeit ist ebenso gefragt, wie die Leistungen eines jeden Einzelnen.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Technik im Visier: Ausbildung am Sturmgewehr der Bundeswehr G36.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Durchhalten: Die weiblichen Rekruten stehen ihren Kameraden in nichts nach und zeigen starke Leistungen.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Die Ausbildung wirkt. „Fast“ perfekter Anschlag. Überwachen von Erste Hilfe. Klasse!

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Vorbereitung der Schießausbildung in voller Montur – anstrengend, aber gut.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

Die Rekruten erhalten das stolze Jägerabzeichen für ihr Barrett, das sie nach der bestandenen Ausbildung tragen werden.

Foto: Frank Kalff u. Landesgruppe/Landeskommando Niedersachsen

  • Von Reservistenverband / Frank Kalff; Jörg Otte und Manfred Schreiber
  • 28.09.2020
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Das Landeskommando Niedersachsen und die Landesgruppe Niedersachsen im Reservistenverband führen in diesem Jahr erstmals eine Ausbildung für „Ungediente“, die Ausbildung zum Soldaten der Reserve durch. Die Ausbildung ist derzeit im zweiten Abschnitt von insgesamt dreien angelangt und bereits jetzt zeichnet sich ab, dass damit eine kleine Erfolgsgeschichte gestartet worden ist!

Und wer hätte gedacht, dass die COVID-19-Pandemie vor dem Hintergrund der Ausbildung, die in der Nienburger Clausewitz-Kaserne angesiedelt ist, durchaus auch etwas für sich haben kann? Manfred Schreiber, Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen, der regelmäßig als Reservist im Dienstgrad Oberst den Chef des Stabes im Landeskommando vertritt: „Die strikten Vorgaben sind natürlich auch bei den Aktivitäten hier in Nienburg einzuhalten. Unter anderem wurden kleinere Ausbildungsgruppen gebildet, in denen sich die Rekruten unter fachlicher Anleitung den unterschiedlichsten Inhalten widmen. Das kommt den Teilnehmern schon deutlich spürbar entgegen. Die Ausbildungsintensität ist deutlich erhöht.“

Auch der Ausbildungsleiter vor Ort, Oberstleutnant August Freudenthal, selbst Reservist und als Kompaniechef der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie (RSU) KÜSTE in Wittmund verantwortlich, ist trotz einiger Einschränkungen begeistert vom bisherigen Verlauf der Ausbildung. Die Ausbildung selbst, die Rekruten im Alter von 18 bis 60 Jahre, die -unabhängig von jeweiliger beruflicher Qualifikation- Zugang zum Dienst als Reservist in der Bundeswehr ermöglichen soll, hat das Ziel, die RSU für den Heimatschutz zu stärken und den neuen Reservisten eine Heimat zu geben.

„Die Männer und Frauen, die hier ausgebildet werden, haben die verschiedensten persönlichen und fachlichen Hintergründe. Insgesamt liegt ein hohes Maß an Motivation vor, neue Dinge zu lernen“, stellen Freudenthal und sein Team regelmäßig fest. 84 Männer und Frauen widmen sich seit Anfang August freiwillig in ihrer Freizeit, neben Beruf und Familie bislang weitestgehend einer unbekannter Materie.

Oberstleutnant Jörg Otte, verantwortet als Projektleiter das Vorhaben, er ist der einzige aktive Soldat im gesamten Ausbilder- und Funktionsteam. Er betont, dass es für das Landeskommando Niedersachsen das erste Mal ist, dass eine Ausbildung in dieser Form organisiert und angeboten wird. Einen großen Vorteil sieht er bei der Arbeit vor Ort darin, dass hochmotivierte Ausbilder zur Verfügung stehen. Er setzt bei seinem Vorhaben voll auf die enge Zusammenarbeit mit dem Reservistenverband und zeigt sich sichtlich erfreut darüber, dass „die Reservistinnen und Reservisten, die mein Team unterstützen, ein überaus hohes Maß an Engagement, Leistungswillen- sowie vermögen mitbringen und dabei durchweg fachlich sehr qualifiziert sind. Diese ausgesprochen engagierten Frauen und Männer bilden damit die personalen Eckpfeiler unserer Ausbildung“.

In Anlehnung an die reguläre Grundausbildung bei der Bundeswehr werden die Anwärter intensiv an militärische Grundfertigkeiten und -kenntnisse herangeführt: Wehrrecht, Formaldienst, ABC-Schutzausbildung, Gefechts-, Waffen- und Sanitätsausbildung. „Viele der Beteiligten, ob Ausbilder oder Rekrut, entwickeln sich hier richtig“. Beim Thema, wer was im Zivilberuf ist und ob im Miteinander Unterschiede gemacht werden, stellt Manfred Schreiber fest: „Es wird keinerlei Rücksicht auf die Zivilberufe genommen, nein. Das wollen die Rekruten selbst nicht, weil sie unabhängig von dem, was sie bisher im Leben erreicht haben, genauso ausgebildet werden wollen, wie alle anderen auch“. Mit Blick auf das Ausbilder-Team, das sich zu erheblichen Teilen auch aus Mannschaftsdienstgraden zusammensetzt, könne man stolz auf Niveau und das Maß an Engagement sein, das an den Tag gelegt wird, so der Vorsitzende der Landesgruppe des Reservistenverbandes, die immerhin nahezu 14.000 Mitglieder in Niedersachsen hat.

Derzeit laufen beim Landeskommando in Abstimmung mit dem Reservistenverband bereits die Planungen für eine Fortführung des Projekts 2021. Laut Otte liegen jetzt schon Bewerbungen von 250 neuen Interessenten vor. Mehr als 30 Prozent der Bewerber sind Frauen.

NACHGEFRAGT

Einer der Rekruten, die derzeit in Nienburg in der Ausbildung sind, ist Roberto Martino aus dem ostfriesischen Großefehn. Der 46-Jährige wäre damals nach der Schule gerne zur Bundeswehr gegangen und hätte Wehrdienst geleistet: „Aufgrund einer medizinischen Fehldiagnose bin ich aber ausgemustert worden“. Die Ausbildung Ungedienter ist für Martino also die berühmte zweite Chance, die er gerne genutzt hat. „Meine Erwartungen waren sehr hoch und sind bisher nicht enttäuscht worden. Im Rahmen unserer Ausbildung stehen viele spannende Aspekte im Mittelpunkt und die Ausbilder mit ihrem Fachwissen sind wirklich sehr überzeugend“, sagt der technische Angestellte, der in seinem Zivilberuf selbst regelmäßig als Ausbilder gefragt ist.

Roberto Martino über seine Beweggründe, das Angebot von Bundeswehr und Reservistenverband anzunehmen: „Wir machen das ja nicht wegen des Geldes, sondern weil ein Ideal dahinter steht“. Ein grobes Ziel hat der Familienvater auch schon grob vor Augen: sich vielleicht später einmal in der für ihn regional zuständigen RSU-Kompanie KÜSTE selbst als Ausbilder engagieren. „Das könnte ich mir gut vorstellen“, sagt er. Martino zu den Anforderungen und Voraussetzungen, die Interessenten mitbringen sollten: „Neben einer gewissen körperlichen Fitness und Interesse an militärischen Inhalten ist auch Durchhaltevermögen gefragt. Vieles geht echt richtig in die Knochen. Es ist manchmal schon ziemlich anstrengend, macht aber wirklich Riesenspaß“.

Ein anderer Ausbildungsteilnehmer betont, dass er das Angebot auch dazu sehe, „der Gesellschaft etwas zurückzugeben“. Außerdem gehe es seiner Ansicht nach darum, die Bundeswehr stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Das Interesse in der Bevölkerung sei ohne Zweifel gegeben. Konkret zu Inhalt und Form des Konzepts: Das Niveau der Ausbilder sei hoch, die Eigenmotivation der Gruppe ebenso. Neben dem Abarbeiten des eigentlichen Dienstplans hätten Ausbilder und Vorgesetzte stets ein offenes Ohr, wenn es am Rande auch einmal um persönliche Gespräche gehe.

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